Was sol man zu Stratego noch sagen. Ein sehr gutes Taktikspiel, welches immer wieder Spass macht. Es sollte in jeder Spielesammlung vorhanden sein. Allerdings finde ich den Preis mit um die 25 Euro zu hoch.
Stratego ist ein Spiel in dem sich zwei Heere gegenüberstehen und versuchen in guter alter Manier die Fahne des Anderen zu erobern. Stratego ist simpel aber genial gemacht.
Beide Parteien stellen ihr Heer nach eigenem Belieben, auf die Art und Weise auf, die für sie am taktisch klügsten zu sein scheint. Die Spielfiguren stellen kleine Türme dar, auf denen an einer Seite ein Bild der jeweiligen Einheit aufgedruckt ist (bei neueren Versionen ist es glaube ich geklebt). Selbst bei senkrechtem Blick von oben auf die Figur oder von der Seite ist diese nicht zu erkennen. Der Gegenspieler sieht also nur einheitliches Rot bzw. Blau. Es gibt wie in jeder Armee eine klare Hierarchie bzw. "Hackordnung". So hat man wenige sehr starke Einheiten (einen General, einen Feldmarschall), einige stärkere Einheiten (Unteroffiziere und Offiziere) und eine Menge normale aber dafür zum Teil spezialisierte Einheiten (Aufklärer, Mineure, Spione [Spione auch nur einmal pro Heer]). Und man hat noch seine Minen und die eine Truppenfahne. Die speziellen Fähigkeiten sind schnell erklärt. Der Aufklärer darf, muss aber nicht, mehr als ein Feld weit ziehen, jedoch maximal bis vor/neben eine gegnerische Einheit. Doch tut er dies weis natürlich der Gegner, dass es „nur“ ein Aufklärer ist. Der Mineur kann Minen "angreifen" bzw. räumen. Trifft er auf eine Mine, wird nur die Mine entfernt, nicht aber der Mineur. Einige werden sich sicherlich schon gefragt haben, wenn es diese klare Hierarchie gibt (Ober sticht unter), wie besiegt man dann den Feldmarschall, der ja nun mal am richtigen Ende der Nahrungskette steht? (Ohne das dieser auf eine Mine tritt.) Mit dem Spion! Leider ist das mit dem spionieren so eine Sache ...
Der Spion kann von wirklich jeder Einheit geschlagen werden, und man hat nur den einen. Aber greift der Spion den Feldmarschall an (Achtung! Nicht umgekehrt!), dann muss der Feldmarschall das Feld verlassen. Der Spion stiehlt dem Feldmarschall den Marschallstab. (Der Marschallstab ist ein zylindrischer Stab, vergleichbar in seiner Größe mit einem Staffelstab. Er ist prunkvoll verziert. Hier mal ein Bild von einem:
Dieser ist hohl und enthält die geheimen Schlachtpläne. Geraten diese in Feindeshand, so ist ein Sieg nur noch sehr selten möglich.)
Bild der Figur in einer älteren Version mit Marschallstab:
http://s7.directupload.net/file/d/2469/b2zlhr8y_jpg.htm
Fazit:
Ein geniales Spiel, bei dem man gut überlegen muss, sich merken muss, wer wo stand. (Spion: „Wo ist nur der Feldmarschall hin, ist es dieser dort? Kann ich den angreifen?“)
Man erlebt wirklich bei jedem Spiel wieder Überraschungen.
Ein kleines Manko, für das ich auch den einen Punkt abziehe, gibt es jedoch. Man sollte es mit einem Spieler im annähernd gleichen Alter bzw. gleichem taktischen Verständniss spielen. In diesem Punkt ist es, auch wenn ich mich da weit aus dem Fenster lehne, mit Schach vergleichbar.
Mahmut D.: Diese Figur ist aus einer anderen Ausgabe, in dieser Stratego original von Jumbo sehen die Armeen anders aus ;-) 20.03.2011-23:39:30
Sebastian B.: Ja meine Ausgabe von Jumbo ist noch etwas älter. So schön sahen die Figuren mal aus... Dennoch, auch wenn der Marschallstab auf den aktuellen... weiterlesen Figuren nicht mehr zu erkennen ist, der Feldmarschall viel zu jung ist auf dem Bild, der Spion jetzt weiblich ist, und jegliche Dienstgrade durch eine schnöde Nummerierung ersetzt wurde, die Erklärung warum der Spion den Feldmarschall bezwingen kann ist dennoch richtig. Er stiehlt ihm die Schlachtpläne. Millitärgeschichtlich kenn ich mich ein wenig aus. Die Begründung kannst du mir also glauben. Ich finde es gut, dass du die Rezension so genau gelesen hast. Wenn du noch Fragen zum Marschallstab hast, dann schreib mir ruhig. 21.03.2011-06:36:44