Im Spiegel Spukschloss ist ein sehr gelungenes Spiel für 2-4 Kinder im Alter von 6-12 Jahren. (6-12 Jahre ist die Angabe auf der Verpackung, ich würde eher zu 6-10 Jahren tendieren.)
Das Spiel besteht aus einer im Spielkarton integrierten Mechanik, die mit dem eigentlichen Spielbrett abgedeckt wird, 4 wunderschönen Plastikgeistern mit Plastikkerzen und einigen Pappchips. Die erste Montage des Spiels ist nicht allzu schwierig, sollte jedoch wahrscheinlich von einem Erwachsenen durchgeführt werden. Danach kann das Spiel zusammengebaut im Karton aufbewahrt werden.
Die Geisterfiguren stellen 3 verkleidete Kinder und einen echten Geist dar. Ziel des Spiels ist es den echten Geist zu ermitteln und herauszufinden welche Kerze (welche Farbe) er hat.
Die Spieler sind reihum am Zug und werfen jeweils einen Würfel. Dieser zeigt entweder eine Zahl oder einen Geist. Zeigt der Würfel eine Zahl, wird einer der Geister auf dem äußeren Ring des Spielfeldes gezogen. Kommt er auf ein Feld mit einem Kerzenchip, so wird dieser umgedreht und der aktive Spieler darf ihn sich nehmen, wenn der Chip das richtige Symbol neben der Kerze zeigt. Andernfalls bleibt er aufgedeckt liegen. Wird ein Geist gewürfelt, setzt der Spieler einen der Geister in die Mitte und dreht ihn so weit, dass der Geist in einen Spiegel schaut. (Die Spiegel bestehen aus Plastik und reflektierender Folie. Eine Verletzungsgefahr ist also nicht gegeben.) Stellt der Geist ein verkleidetes Kind dar, kann man nun im Spiegel sehen, welche Farbe die Kerze in den Händen des Geistes hat. Stellt der Geist den echten Geist dar, rastet er beim Drehen in die Mechanik ein und die Spiegel fallen um! Echte Geister haben halt kein Spiegelbild!!! So geht es reihum weiter. Sobald ein Spieler seine drei Kerzenchips hat, darf er versuchen aufzulösen, welche Figur der „echte“ Geist ist und welche Farbe seine Kerze hat. Tippt er richtig, hat er gewonnen, andernfalls geht es weiter.
Fazit: Der Reiz des Spiels besteht zum einen darin sich merken zu müssen, welcher der Geister, die ja ständig bewegt werden, welcher ist. Außerdem ist natürlich auch die Mechanik mit den runterfallenden Spiegeln – gerade für jüngere Spieler - ein toller Effekt, der den Spielspaß erhöht. Größtes Manko ist meines Erachtens, dass man sehr leicht schummeln kann, indem man die Geister beim setzen einfach zu hoch hebt und dann von unten die Farbe der Kerze sehen kann. Manche Kinder werden es einfach ehrlich spielen, andere mögen dazu geneigt sein, dies auszunutzen…
Alles in allem ein lustiges Kinderspiel, das mir 5 von 6 Punkten wert ist.
Die wichtigsten Fakten:
1-4 Spieler
6-12 Jahre
Anleitung in: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch und Italienisch
André hat Spiegel-Spukschloss klassifiziert.
(ansehen)