Sobek ist ein Spiel mit einfachen Regeln, aber das heißt nicht, dass man keinen Einfluss auf das Spielgeschehen hat.
Das Spiel besteht aus drei Runden, wobei jede Runde so lange dauert bis der Nachziehstapel verbraucht ist. Wenn man am Zug ist, kann man eine der folgenden Möglichkeiten wählen:
1. Eine der ersten vier Karten auf die Hand nehmen, die am Rand des Spielbretts liegen; ausgelassene Karten werden unter den Bestechungstopf gelegt.
2. Eine Figurenkarte aus der Hand ausspielen und ihre Spezialfähigkeit nutzen (falls möglich).
3. Einen Satz aus 3 oder mehr Karten mit dem gleichen Warensymbol ausspielen (dieser Satz kann Amulette als Joker enthalten, und Figurenkarten mit diesem Warensymbol).
Nach dem Ausspielen eines Sets muss man einen Ereignischip wählen (falls noch einer da ist) und das Ereignis ausführen (falls möglich). Sobald keine Warenkarten mehr auf dem Spielbrett liegen, werden neun neue Karten vom Nachziehstapel gezogen und ausgelegt. Nachdem der Nachziehstapel verbraucht ist und alle ausliegenden Karten genommen wurden, gibt es pro Satz Punkte nach der Formel Anzahl Karten mal Anzahl Skarabäen auf den Karten. Verbleibende Handkarten dürfen noch als Sätze ausgespielt werden, aber geben nur noch einen Punkt pro Skarabäus. Alle nicht ausgespielten Karten kommen unter den Bestechungstopf. Der Spieler mit den meisten Karten unter dem Bestechungstopf verliert ca. 50 Prozent der Punkte für seine Sätze.
Am besten spielt es sich meiner Meinung nach zu zweit: da kann man einigermaßen gut einschätzen, was der Gegner für eine Aktion wählen wird, und dementsprechend planen. Die verdeckten Figurenkarten können dabei für einige (böse) Überraschungen sorgen. So gibt es z. B. eine Karte, die alle Mitspieler zwingt, die Anzahl Handkarten auf 6 zu reduzieren. Im richtigen Moment eingesetzt kann das den Gegnern richtig "weh" tun. Es empfiehlt sich also, möglichst nicht zu lange zu warten, bis man seine gesammelten Waren als Set ausspielt.
Wer das Spiel testen will, kann es auf yucata.de spielen. Ich empfehle auf yucata die Variante mit offenen Informationen, dann muss man sich nicht alles selbst merken.