Santa Cruz wurde die folgende Auszeichnung verliehen:
BrettspielWelt
2012
Neuheit
Achtung: Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet.
Santa Cruz
Das unbekannte Land liegt in Form einer Landkarte vor den Spielern. Eine fruchtbare Insel soll besiedelt werden und jeder Spieler versucht dabei, den größten Einfluss zu erreichen. So wird in der ersten Runde die Insel erkundet und besiedelt. Werden die Planungen aus der ersten Runde übernommen oder gehen die Spieler ganz neue Wege? Wagen sich die Spieler auch bis an den Fuß des aktiven Vulkans, bevor dieser ausbricht?
nur 4 € für 20 Tage. Leihgebühr wird beim Kauf des Leihexemplars verrechnet.
inkl. MwSt., Verleih nur innerhalb Deutschlands.
Leider haben wir gerade kein Leihexemplar von Santa Cruz auf Lager. Wenn Sie möchten, informieren wir Sie per Email, sobald wieder eines zur Verfügung steht.
Spieltyp: Siedlerspiel
Spieldauer: 45 Minuten
Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren
Spielziel/-idee:
Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Siedlern. Sie bergen Rohstoffe und bauen unterschiedliche Gebäude. Beim Erkunden der Insel stoßen sie manchmal auf seltene Vögel, die zusätzliche Punkte bringen. Durch geschicktes Einsetzen der Wertungskarten verschafft man sich den notwendigen Vorteil gegenüber seiner Mit-Siedler. Wer das am besten schafft gewinnt das Spiel.
Spielvorbereitung:
• Auslegen des Spielplans
• Es gibt drei verschiedene Arten von Plättchen: Vulkan-; Land- und Küstenplättchen. Die Plättchen werden verdeckt auf die entsprechend gekennzeichneten Felder gelegt. Anschließend werden alle Küstenplättchen aufgedeckt
• Vogelchips verdeckt auslegen
• 50er Stufen auf den Kompass legen (werden zum Zählen verwendet, wenn die Zählleiste überrundet wird)
• Jeder Spieler erhält alle Gebäude seiner Farbe und je nach Spieleranzahl Wertungskarten. Bei 2 Spieler sind es 4; bei 3 / 3 und bei 4 / 2, auf die Hand
• Baukartenset wählen: Es gibt vier verschiedene Sets mit je 7 Karten (Schiff-; Weg-; Fluss- und Ausgeglichen-Set). Der älteste Spieler wählt als erster ein Set aus. Die anderen Spieler folgen reihum gegen den Uhrzeigersinn.
• Der Spieler, der das letzte Set wählen durfte, wird der Startspieler und setzt seinen Zählstein auf der Zählleiste aufs Feld 0. Der nächstfolgende Spieler (im Uhrzeigersinn) setzt seinen Stein auf das Feld 1, der nächste auf Feld 3 und der vierte auf Feld 4.
Spielablauf:
Das Spiel verläuft über 2 Durchgänge. Der Durchgang beginnt damit, dass man eines der Küstenplättchen nutzen darf ohne dafür eine Baukarte spielen zu müssen. Danach beinhaltet jeder Durchgang (bis alle Karten gespielt wurden) reihum die Aktionen:
• eine Karte spielen und
• Bauen oder Werten
Nach dem ersten Durchgang, werden die Gebäude der Spieler vom Spielplan und die Sets der Spieler werden zurückgelegt. Die Vogelchips bleiben den Spielern erhalten. Der Spieler mit den wenigsten Punkten darf sich nun erneut eines der Sets auswählen (darf auch dasselbe wie aus dem 1. Durchgang sein). Es folgt der Vorletzte, usw.. Jeder Spieler zieht vom Nachziehstapel eine Wertungskarte nimmt sie auf die Hand und legt anschließend eine seiner Wertungskarten verdeckt ab.
Bauen:
Jede Baukarte trägt ein Symbol (Schiff, Fluss, Weg), das anzeigt auf welches Feld er bauen darf. Ist es ein Schiff, baut man auf ein Küstenplättchen; ist es ein Fluss muss sich mindestens ein weiteres Gebäude an diesem Fluss befinden, um dort bauen zu können; und zeigt es einen Weg, muss es eine direkte Verbindung zu einem eigenen Gebäude geben.
Auf den Plättchen ist abgebildet welches Gebäude dort gebaut werden darf (Leuchtturm, Kirche, Haus). Der Spieler muss das entsprechende Gebäude darauf setzen und erhält sofort die dort angegebenen Punkte. Ist ein Vogelchip auf den Plättchen abgebildet, zieht der Spieler verdeckt eins und legt es vor sich ab. Am Ende des Bauens werden alle direkt angrenzenden Plättchen aufgedeckt. Es darf grundsätzlich nur ein Spieler ein Plättchen bebauen, mit Ausnahme des Spielers der als letzter in diesem Durchgang am Zug ist
Werten:
Wird eine Wertungskarte gespielt gilt sie für alle Spieler, die die jeweilige Bedingung erfüllen. Es gibt Wertungs-Karten mit Vulkanausbrüchen. Die kosten die Spieler, die Gebäude auf den Vulkanplättchen haben, je 2 Minuspunkte. Die Gebäude kommen vom Spielplan und können erst im nächsten Durchgang (sofern es noch einen gibt) genutzt werden.
Spielende:
Das Spiel endet mit Ablauf des zweiten Durchgangs. Nun werden noch die Vogelchips gewertet. Der Spieler der auf der Leiste am weitesten vorne steht, gewinnt das Spiel.
Fazit:
Ein schnelles und kurzweiliges Familienspiel. Die Spieleanleitung ist vorbildlich. Jeder Schritt ist bebildert und damit visualisiert. Der Ablauf ist zusätzlich als Übersicht dargestellt. Zu jedem Schritt gibt es ein Beispiel und obwohl die Anleitung 8 Seiten umfasst, ist der gespürte Eindruck, dass man sehr schnell alle wesentlichen Informationen zu diesem Spiel bekommt.
Der grundlegende Spielmechanismus ist sehr einfach (Karte spielen und Bauen oder Werten).
Dieses Spiel verfügt aber auch über ein paar Feinheiten. Z.B. das Auswählen der Karten-Sets (inkl. der Wertungskarten), das in Kombination mit der Plättchen-Verteilung auf dem Spielplan, unterschiedliche Spielkonstellationen bietet.
Die Wertungskarten können einen Spieler um die Nasenlänge in Führung bringen, wenn die anderen Spieler die jeweilige Wertungs-Bedingung noch nicht erfüllen. Es gibt in jedem Set eine Karte, die einen Doppelzug erlaubt. Die Vogelchips, die für die anderen Spieler nicht sichtbar sind und erst ganz zum Schluss gewertet werden, bringen manchmal, den schon sicher geglaubten Sieg ins Wanken.
Mir persönlich gefallen die Vulkanwertungskarten sehr gut, mit denen man seine Mitspieler ein bisschen ärgern kann und die ein wenig zusätzliche Würze ins Spiel bringen.
Zu guter Letzt möchte ich noch auf das Detail der Wertungsanzeige hinweisen. Denn zum einen ist es sehr schön visualisiert, wenn man die Zählleiste umrundet hat: Dann bekommt der Zählstein einen Unterbau. Und zum anderen ist immer der Spieler in Führung, der zuerst auf das Zählfeld kommt. Die anderen müssen hinten anstehen. Wird man durch einen Vulkanausbruch zurückgestuft, muss man sich auf dem Zielfeld erneut hinten anstellen.
In meiner Bewertung ist es vom Spielgefüge (Spieltiefe, Wiederspielreiz, Strategischer Anteil vs. Glücksanteil, etc.) vier Punkte wert. Aufgrund der tollen Spielanleitung und manchem netten Detail hätte es aber durchaus einen zusätzlichen Bonuspunkt verdient.
H. S.: Vielen Dank Reinhard für die wie immer ausführliche und kompetente Rezi!
Ich bin gespannt auf unsere erste Partie, wir werden es ja nun bis zur... weiterlesen DM x-mal spielen. ;) 01.03.2012-23:50:03
Sandra B.: Tolle Rezension. Habe das Spiel gestern erstmals gespielt und es hat mir richtig gut gefallen. Kommt auf alle Fälle auf meine Wunschliste. 03.04.2012-08:12:04
Beschreibung:
Als Entdecker besiedeln die Spieler eine Insel der neuen Welt. In zwei Durchgängen entdecken sie ertragreiche Bauplätze, bauen dort Leuchttürme, Häuser & Kirchen und lösen Wertungen aus.
Vorbereitung:
• Die Küstenplättchen werden offen, die Land- & Vulkanplättchen verdeckt auf dem Spielplan verteilt.
• Jeder Spieler erhält zwei Wertungskarten und ein Baukartenset, das aus verschiedenen Wegetypen besteht
Ablauf:
Reihum spielen die Spieler eine ihrer Handkarten aus:
• Baukarten: Je nach ausgespieltem Wegetyp kann man ein Gebäude auf ein beliebiges freies Küstenplättchen, einen freien Bauplatz an einem Fluss oder an einer Straße bauen. Das Bauplatzplättchen bestimmt die Gebäudeart und die direkten Siegpunkte, die man sofort erhält. Zusätzlich sind meist noch weitere Siegpunktmöglichkeiten aufgedruckt (wie z.B. Rohstoffe), die durch die Wertungskarten weitere Siegpunkte bringen können.
• Wertungskarten: Alle Spieler erhalten Siegpunkte für die entsprechende Bedingung. So kann es Siegpunkte für bestimmte Gebäudetypen, Bauplatzplättchen oder Rohstoffe geben.
Eine Besonderheit ist die Wertung Vulkanausbruch: Dadurch verlieren alle Spieler ihre Gebäude auf den lukrativen Vulkanplättchen.
Ende Durchgang/Vorbereitung 2. Durchgang:
Ein Durchgang endet, wenn alle Spieler ihre Handkarten gespielt haben. Danach werden alle Gebäude wieder vom Spielplan abgeräumt. Für den 2. Durchgang erhalten die Spieler eine neue Wertungskarte. Anschließend wählen die Spieler die Kartensets des ersten Durchgangs (Baukartenset & Wertungskarten) in Reihenfolge der Siegpunktleiste (letzter Spieler wählt zu erst) und werfen eine der drei Wertungskarten geheim ab.
Fazit:
Der erste Durchgang ist etwas glücksbetont: Verdeckte Plättchen werden erst nach und nach aufgedeckt. Hat man eine Wertungskarte für einen bestimmten Rohstoff, weiß man noch nicht, an welchem Küstenplättchen man beginnen soll.
Da man nur seine eigenen Wertungskarten kennt, weiß man nicht, welche weiteren Wertungskriterien im Spiel sind. Andererseits versucht man das an der Spielweise der Mitspieler zu erahnen. Besetzt ein Spieler z.B. eine Küstenregion nach der anderen, wird er wahrscheinlich die Küstenwertungskarte auf der Hand halten.
Gewitzt der Mechanismus mit der Wiederholung des ersten Durchgangs. Dadurch ist der zweite Durchgang strategischer spielbar: Alle Plättchen bleiben aus der ersten Runde offen liegen. Außerdem kennt man einige der Wertungskarten - allerdings auch nur teilweise, da jeder Spieler eine der Wertungskarten der ersten Runde verdeckt ablegen kann. Das lässt Spannung aufkommen: Sammel ich weiter die Vogelchips oder hat der Mitspieler die Vogelwertung der ersten Runde abgelegt?
Das Material ist wieder sehr ansprechend: Verschiedene Gebäude aus Holz: Kleine Leuchttürme, Kirchen & Häuser. Auch der Spielplan und die Karten sind sehr stimmungsvoll gestaltet.
Neue Wege auch bei der Regel: Jedem Satz ist eine Abbildung hinterlegt. Dadurch liest sie sich fast so einfach wie ein Comic.
Insgesamt ein sehr schönes Familienspiel mit strategischen Elementen.
Diktat meiner Frau: Nach drei Partien ist das Spiel für uns eines der schönsten der letzten Monate. Es ist mit viel Liebe kreiert worden, es hat einen ganz schönen Spielplan, der einem viel Lust darauf macht, es zu spielen; und vor allem aufregend ist, dass man nach dem ersten Durchgang den Kartensatz eines Mitspielers auswählen und mit diesem spielen kann.
Wir finden, dass das Spiel zu zweit ebensoviel Spaß macht wie mit mehreren. Bestimmt ist es auch ein schönes Spiel für Familien. Wir haben auf jeden Fall richtig viel Spaß dabei.
Gero R.: Anregend geschrieben, jetzt möchte ich das mir komplett unbekannte Spiel selbst kennenlernen! Was ich mich noch frage: Wie schauen denn Deine... weiterlesen Ansichten zum Spiel aus, nachdem Du "das letzte Wort" zitiert hast bisher? ;-) 19.02.2012-09:09:33