Pasaran – Klein aber sehr fein
Spielerzahl: 2
Spielinhalt: Strategiespiel das als Hintergrund den Spanischen Bürgerkrieg aufgreift.
Spielziel:
Ein Spieler übernimmt die Republikaner, der andere Spieler die Nationalisten.
Um das Spiel zu gewinnen gibt es mehrere Möglichkeiten:
Totalsieg: Eine Seite kontrolliert Gebiete mit einer Gesamt-Produktion von 20+ (was in etwa der Eroberung fast der gesamten Karte gleichkommt)
Aufgabe der anderen Seite (aber wer macht das schon?)
Die Nationalisten können einen Zeitplansieg erringen:
Bis Ende 1936 Kontrolle über Madrid
(bedeutet in Zwei Zügen den Gegner Schachmatt schlagen – nur mit super Würfelglück möglich oder mit einem schlafenden Mitspieler)
Bis Ende 1937
Kontrolle über Madrid oder Valencia und Barcelona
Erreichen die Nationalisten bis Sommer1939 keines der drei Siegbedienungen gewinnen automatisch die Republikaner (Es gibt kein Unentschieden!)
Rundenablauf:
Platzierung neuer Einheiten (nur in eigenen kontrollierten Städten möglich – was sie zu Strategischen Zielen macht)
Initiative bestimmen – Die Zugreihenfolge kann theoretisch jede Runde wechseln – ein Würfelwurf entscheidet. (Sollte man mit in die Planung einbeziehen)
Wetter – Es gibt gutes und schlechtes Wetter – Gutes hat keinen Einfluss auf das Spiel – schlechtes Wetter bringt den Feldzug fast zum erliegen – nur mit den stärksten Einheiten lohnt sich noch ein Angriff.
An Regentagen verbringt man seine Zeit eher mit Truppenverlegungen als mit kämpfen.
Die Wetterlage ist jedoch recht leicht einzuschätzen:
Sommer und Herbst haben NUR Gut Wetter Tage
Winter und Frühling fast nur Schlecht Wetter Tage.
Bewegung:
Zug Transport - Eine Einheit darf durch beliebig viele befreundete Gebiete verlegt werden.
Luftwaffen umstationieren – Luftwaffe darf innerhalb ihrer Reichweite verlegt werden
Schiffe – Die Republikaner dürfen zusätzlich eine Einheit von Küste zu Küste bewegen.
Bewegungen die im Feindgebiet enden, führen zu einem Kampf.
Der Nichtaktive Spieler kann ggf auf Feindbewegungen Reagieren (z.b. durch Einsatz von Fliegern – Reservebewegungen durch HQ’s oder Unterstützungstruppen aus Städten die das Umland verteidigen.)
Kämpfe werden durch Flüsse Städte Hügel Wetter usw modifiziert.
Nach den Kämpfen (die auch durch Rückzüge beendet werden können) folgt ggf eine weitere Sonderbewegung die nur von Panzern und HQ’s (und deren anhängenden Infanterieeinheiten ) ausgelöst werden können.
Solche Bewegungen können ggf. abermals Kämpfe auslösen.
Danach führt die Gegenseite alle Schritte durch.
Nachdem beide Seiten ihren Zug gemacht haben folgt Einkommen – Kauf von Einheiten und Ereigniskarten (die das Spiel mal stärker mal weniger stark beeinflussen können)
Die Ereigniskarten bringen z.B. neue Truppen in den Auswahlpool für neue Truppen oder aktivieren Unterstützungen Einflussnehmender Staaten, erhöhen oder senken die Produktion usw.
Neue Truppen werden in dieser Phase gekauft und bestehende ggf. repariert.
Neue Truppen brauchen je nach Art eine gewisse Anzahl von Jahreszeiten (=Zügen) so das auch hier etwas Vorgeplant werden sollte.
Einkommen kann auch aufgespart werden.
Es wird solange gespielt bis Sommer 1939 oder eine der andern Siegbedingungen erreicht ist (es ist also kein Unendlich-Spiel)
Ist das schon alles?
Nein. Sonderregel wie Grabenbau oder „Zufällige Schlachtereignisse“ (in Form von zufällig gezogenen Markern) geben dem Spiel weiteren Pep.
Diese Sonderregeln sind keine Pflicht – aber eine nette Option die man in Betracht ziehen sollte :o)
Fazit:
Ach wenn das Spiel auf den ersten Blick mit seinen Pappcountern und dem schmalen Regelwerk wenig herzumachen scheint, ist Pasaran ein sehr schönes strategisches Spiel das viel Abwechslung und Hirnschmalz erfordern (kann).
Und für ca. 15 Euro garantiert kein Fehlkauf wenn man mit dem Thema kein Problem hat :o)
PS:
Als weitere kleiner Bonus sind neue Karten und Counter für „Blitzkrieg General“ mit in der Box sowie weitere Counter für Empires of Apocalypse.