Paris Connection ist ein einfaches Familienspiel, wo das Glück eine nicht unwichtige Rolle spielt.
Es gibt nur zwei Aktionsmöglichkeiten:
1. Entweder man setzt bis zu 5 Loks einer Farbe, oder
2. man tauscht 1 eigene Lok gegen bis zu 2 andere Loks
Zum Spielablauf wurde ja schon etwas geschrieben, die Details erspare ich mir dadurch, aber mögliche Optionen bzw. Spielverlauf möchte ich doch nennen.
Anfangs setzt man für gewöhnlich Loks von der Farbe von welcher man am meisten hat, dabei werden Städte ‚angefahren’ welche je nach Farbe unterschiedlich hohe Punkte bringen, um so diese Farbe (Gesellschaft) punktemäßig für die Endwertung wertvoller zu machen.
Man kann auch etwas bluffen. Man setzt einfach eine Farbe welche man kaum oder gar nicht hat und schaut erst einmal ob nicht einer der Mitspieler eine eigene vorrätige Farbe baut, dann kann man sich entweder da weiter am Streckenbau beteiligen, oder holt sich noch mehr Loks dieser Farbe und verfolgt nebenher noch eine andere Farbe/Strecke.
Im späteren Spielverlauf fangen dann alle Spieler an Loks von wertvollen Strecken zu ertauschen, oder auch Loks einfach so in die Pampa zu bauen, um das Spielende zu beeinflussen bzw. die vorhandenen Loks im Vorrat zu verknappen.
Auch hatten wir schon Partien in denen wir die laufende Runde abbrachen, weil jeder nur noch Züge in die Pampa baute, weil keiner mehr tauschen, aber auch keine neuen punkteträchtigen Strecken anfangen wollte. Das war aber eher die Ausnahme und störte eigentlich nicht.
Fazit:
Bis jetzt in 2 unterschiedlich besetzten 3er Runden gespielt. In einer kam es recht gut an, in der anderen nicht ganz so, man sollte es am besten antesten wenn man die Gelegenheit hat, einen Blindkauf kann ich nicht empfehlen.
Über meine zu vergebene Note bin ich daher etwas unschlüssig eine sehr gute 4 ist okay, falls der Spielreiz anhält werde ich sie korrigieren.
Ich spiele es ganz gerne, weil es sehr schönes Material besitzt, sehr schnell erklärt und in ca. 20 Minuten gespielt ist. Allerdings spielen wir jeweils so viele Runden wie Spieler teilnehmen und addieren die jeweiligen Punktestände, damit sich das Glück gleichmäßiger aufteilt.
Von der Aufmachung und vom Spielablauf erinnert das Spiel etwas an Chicago Express, was aber bei weitem nicht deren Spieltiefe erreicht, alleine schon weil es hier keine Aktienversteigerungen und keine offenen Gesellschaftsanteile gibt.
Noch ein Wort zum Glück:
Bei Paris Connection gewann oft derjenige die Runde, welcher von den Strecken welche die Mitspieler bauen schon einige Loks hinter seinem Sichtschirm liegen hat, so dass dort Wertsteigerungen der Gesellschaften wie von alleine kommen.
Gibt es solchen Fall nicht ist das richtige Timing, wann Zugtausch / wann Streckenbau, entscheidend. Beide Möglichkeiten hielten sich bei uns bis jetzt die Waage.
Thomas hat Paris Connection klassifiziert.
(ansehen)