Pantheon wurde die folgende Auszeichnung verliehen:
BrettspielWelt
2011
Achtung: Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet.
Pantheon
Nach den beiden zum Spiel des Jahres nominierten und vielfach prämierten spielen St. Petersburg und Stone Age legt Michael Tummelhofer erneut ein packendes Brettspiel vor. Die Spieler durchleben das Kommen und Gehen verschiedener Völker im Mittelmeerraum und versuchen dabei möglichst geschickt, vorhandene Rohstoffe anzuhäufen, um imposante Bauwerke zu errichten. Doch die Wege der Völker sind oft unvorhersehbar. Nur wer die Geschicke der Götter in seine Richtung lenkt, wird das spannende Spiel am Ende gewinnen.
Pantheon, ein Spiel für 2 bis 4 Spieler im Alter von 10 bis 100 Jahren. Autor: Michael Tummelhofer
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Beschreibung:
Antike Völker entstehen, erleben ihre Blütezeit und gehen wieder unter. Die Spieler begleiten diese Epochen und sammeln die Gunst der jeweiligen Gottheiten & Halbgötter und errichten bleibende Monumente.
Ablauf:
Jede Epoche bringt ein neues Volk hervor, welches zu Beginn ein bestimmtes Ereignis auslöst (Kostenlose Einkäufe, Regulieren der Handkartenanzahl der Spieler, aufwerten eines Opferplättchens oder ähnliches). Dann werden die Götter der Epoche in die Auslage und die Beuteplättchen um die Heimatregion des aktuellen Volkes gelegt.
In der Blütezeit des Volkes führen die Spieler ihre Aktionen aus. Der aktive Spieler kann zwischen 4 Aktionsmöglichkeiten wählen:
A) Bewegen: Mit Fußspielsteinen bewegt sich der aktive Spieler vom Heimatfeld des jeweiligen Volkes, um Beuteplättchen zu erreichen oder Bauplätze mit Monumenten (=Säulenspielsteinen) zu bebauen. Besonderheit: Anschließend dürfen sich reihum auch alle anderen Spieler bewegen.
B) Einkaufen: Opferplättchen kaufen oder aufwerten, neue Fuß- & Säulenspielsteine für den eigenen Vorrat kaufen. Besonderheit: Der aktive Spieler kann auch für das Setzen eigener Fuß- & Säulenspielsteine auf den Spielplan bezahlen. Das hat den Vorteil gegenüber der Bewegungsaktion, dass sich die anderen Spieler nicht auch noch bewegen dürfen.
C) Die Gunst einer Gottheit erwerben: Dazu muss man ihm/ihr genügend Opfer darbringen. Permanente Opferplättchen können durch Opferkarten ergänzt werden, die anschließend abgelegt werden müssen. Als Dank erhält man die Unterstützung seines Gottes: So z.B. der Donnergott Vithrad, der fast Flügel verleiht: Einen permanenten zusätzlichen Schritt. Oder Gaiviles eine "Sprungbewegung". Stonkus bringt permanentes Geld, andere Götter erlauben sofortigen Zugriff auf einen verdeckten Gott oder die Auswahl eines Halbgottes.
D) Handkarten nehmen aus der offenen Auslage oder vom verdeckten Nachziehstapel: Geld-, Opfer- oder Bewegungskarten.
Ist die Gunst eines jeden Gottes verteilt oder sind alle Beuteplättchen erobert, geht das Volk unter: Alle Füße vom Tisch, die Monumente bleiben auf dem Plan. Sie sind für die Ewigkeit gebaut ;o)
Die Epoche eines neuen Volkes kann beginnen!
Nach der 3. und nach der 6. Epoche gibt es jeweils eine Wertung: Gewertet werden die Punkte der Halbgötter, die Anzahl eigener Monumente auf dem Spielplan und die Unterstützung der Göttin Pietalte.
Fazit:
Pantheon besticht durch sein schöne und stimmige grafische Gestaltung. Besonders gut gefällt mir die Gestaltung der Götterplättchen!
Pantheon ist ein spannendes Spiel mit gut abgestimmten Mechanismen. Unterschiedliche Strategien können zum Ziel führen: Baue ich meine Opferplättchen aus, um schneller und günstiger an die Götter zu kommen als die Mitspieler? Oder stärke ich besser meine Zugfähigkeit mit vielen Füßen und Bewegungspunkten, um viele Beuteplättchen erobern zu können?
Da alle Spieler um die gleichen Götter und Beuteplättchen wetteifern, kommt auch die Interaktion nicht zu kurz. Nicht selten hat man sich mühselig einen "Fußweg" zu einem Beuteplättchen gebahnt, das dann von einem Mitspieler weggeschnappt wurde. Oder man sammelt fleißig Opferkarten und geht dann doch leer aus, weil ein anderer schneller die Opfer gesammelt hat. Vor allem dann, wenn dieser sich viele permanente Opferplättchen aufgebaut hat. Dann bleibt den anderen Spielern die Möglichkeit, schnell die Beuteplättchen einzusammeln und die Runde damit zu beenden. Schließlich eröffnet jeder Neuanfang eines Volkes wieder neue Möglichkeiten, seine Füße in eine neue Region zu setzen.
Gut gefallen hat mir auch die Eigendynamik unterschiedlicher Runden: Am Anfang gab es längere Runden, in denen alle Spieler Karten sammelten, um Götter zu erwerben. In einer anderen Epoche entbrannte ein Wettlauf auf die Beuteplättchen, so dass die Epoche bereits im ersten Zug beendet wurde (da bei der Aktion Bewegung alle Spieler Füße und Säulen setzen dürfen).
Etwas Glück kommt durch das Ziehen der Karten ins Spiel, was aber durch die offene Auslage etwas ausgeglichen wird.
Die Spielregel ist übersichtlich und verständlich geschrieben. Sie ließ keine Frage offen.
Pantheon ist ein wirklich tolles Spiel!
Thomas H.: Gute Rezi, bin ganz Deiner Meinung, aber noch ein Hinweis.
Man könnte denken, dass es ein Strategiespiel ist, bei der man sich am Anfang... weiterlesen selbige zu Recht legt. Das funktioniert nur eingeschränkt. Man sollte auf seine Mitspieler und vor allem auf die eigenen Karten reagieren. Was will man z.B. mit einer Säulenstrategie, wenn man keine Bewegungskarten hat?
Und genau hier liegt das Problem von einigen Forumsteilnehmern, welche denken, dass man immer Geld und Bewegungskarten braucht, man kann auch anders agieren, aber das sollte jeder selbst ausloten, denn das macht zu einem wesentlichen Teil den Reiz des Spiels aus.
17.05.2011-21:50:29
Frank L.: @Thomas: Dein Kommentar hat es gut auf den Punkt gebracht! 21.05.2011-07:38:33
Über den Spielablauf selbst möchte ich mich hier nicht äußern. Der ist bereits in anderen Rezensionen sehr gut beschrieben. Mich beschäftigt etwas anderes: Es ist selten, dass ein Spiel solch unterschiedliche Bewertungen auslöst. Ich habe mich gefragt, woher das kommt. Pantheon kam bisher bei mir in verschiedenen Spielrunden auf den Tisch. Und danach kann ich sagen, dass es für mich ein sehr gutes Spiel ist.
Es dauert aber tatsächlich mindestens zwei Partien, bis man erkennt, auf was man achten muss und welche Strategien man verfolgen kann oder sollte. Es gibt eben nicht nur EINE erfolgversprechende Strategie. Es wird von Einigen beklagt, dass die Startboni unausgewogen sind und man zudem Pech beim Nachziehen der Handkarten haben kann. Das ist zwar durchaus richtig, aber nicht spielentscheidend!
Die vordergründigste Strategie ist das Setzen der Füße und Säulen auf dem Spielplan. Das geht natürlich nur, wenn man genügend Nachschub an Füßen und Säulen aus dem Vorrat erhält. Wenn dies mangels Geld oder entsprechender Bonusplättchen nicht klappt, muss man seine Strategie umstellen.
In diesen Fällen sollte man sich auf die Opferkarten konzentrieren. Diese ermöglichen den Erwerb der Götterplättchen. Und diese wiederum bringen Siegpunkte und sonstige Vorteile. So kann man über die Götterplättchen z. B. kostenlose "Schritte" erhalten oder dauerhaft Geldmünzen, die man dann wieder in Säulen investieren kann.
So gesehen funktioniert eine der Strategien immer, weil man irgendeine Kartenart (Geld-, Bewegungs- oder Opferkarten) auf jeden Fall bekommt. Vor allem, weil man Karten ja nicht nur verdeckt nachziehen, sondern auch aus der offenen Auslage nehmen kann. Man muss das Spiel daher flexibel angehen. Das macht auch den Reiz des Ganzen aus.
Spieler, die Pantheon eine schlechte Bewertung geben, haben wahrscheinlich nicht oft genug gespielt, um die verschiedenen Möglichkeiten auszuloten. Wer sich tatsächlich nur auf eine Vorgehensweise verlässt und dann nicht die richtigen Karten bekommt, könnte sich frustriert von dem Spiel abwenden. Zu Unrecht!
Dennoch erhält das Spiel auch von mir keine sechs Punkte. Zwar ist die Ausstattung sehr gelungen und stimmig. Die Mechanismen sind reizvoll und abwechlungsreich. Es sind aber zwei "Regelklippen" enthalten, die dem Spiel nicht gut tun:
Zum einen die Regel, dass nach der Bewegungsphase eines Spielers alle anderen auch eine Bewegung machen dürfen. Das führt oft dazu, dass man beim dritten oder vierten Spieler "vergisst", dass das nicht dessen regulärer Zug ist, sondern nur der ergänzende Bewegungszug nach dem Startspieler.
Zum anderen die Tatsache, dass man auch in der Einkaufsphase Füße und Säulen auf den Spielplan setzen kann. Das ermöglicht dem Spieler zwar auch eine Säulen-Strategie, wenn er keine Bewegungskarten, sondern eher Geldkarten besitzt. Dennoch ist das wenig intuitiv, weil es ja vorrangig die Bewegungsphase gibt, in der die Füße und Säulen auf den Plan kommen. In der Kaufphase wirkt das eher aufgesetzt.
Die beiden Punkte trüben den Spielspaß aber nur unwesentlich. Alles in allem ein sehr gelungenes Strategiespiel, das bei uns immer wieder auf den Tisch kommen wird. Klare fünf Punkte!
Julie K.: Noch ein Spiel auf meine Kauflist! 10.07.2011-11:10:08
Lines J. H.: Dafür ist ja extra der große Fuß da. Damit man am Ende aller Bewegungen noch weis, wer der eigentliche Spieler am Zug war. 23.08.2011-15:35:36
Ein interessantes und sehr kurzweiliges Strategiespiel mit einem umfangreichen aber gut verständlichen Regelwerk. Das Spielmaterial ist sehr ansprechend gestaltet.
Es bedarf am Anfang ein wenig Geduld, um in dieses komplexe Spiel hineinzufinden um die vielfältigen Mechanismen kennenzulernen und zu nutzen. Beispiele:
• Fortbewegen durch Fortbewegungskarten mit anschließender Fortbewegung auch der Mitspieler oder der Fortbewegung mit Geldkarten als Einkauf, ohne dass sich die Mitspieler dann auch fortbewegen dürfen
• Man kann Götterkarten erwerben, die als virtuelles Geld eingesetzt werden können oder mit Geldkarten arbeiten
• Man kann Götterkarten erwerben, die als Dauerbewegungskarten eingesetzt werden können oder mit Bewegungskarten arbeiten
• Die Götterkarten wiederum erhält man, indem man z.B. verschiedene Kombinationen von Karten zum Bezahlen einsetzt oder die eigenen Opferplättchen aufwertet. Auch hier gilt es zu überlegen, ob ich mir den Erwerb der Götterkarten in die 4., 5. oder sechste Runde verschiebe, um möglichst viele Siegpunkte erhalte, oder sie sehr früh erwerbe und sie ggfs. dann über mehrere Runden nutzen kann. Etc.
Das Glück ist in diesem Spiel schon von Nöten, hat aber aus meiner Sicht keine übertriebene Dominanz. Es ist ein spannendes Spiel und ich finde, dass die Mischung von Glück und Strategie gut abgestimmt ist.
Es gibt auch eine Reihe von Möglichkeiten der direkten Interaktion mit den Mitspielern (z.B. es dürfen max. 2 Säulen auf einem Säulenfeld stehen, der Wettlauf um die Beuteplättchen, das Abschneiden des Weges, etc.)
Es ist für mich kein Spiel, dass ich jeden Tag auf dem Tisch haben muss. Doch es verdient es, bei den Spielabenden zur Auswahl zu stehen.
In meiner Bewertung ist es fünf Punkte wert.
Gero R.: Nachdem ich eine Nacht über die erste Partie geschlafen hatte, hätte auch ich gerne eine weitere Runde gespielt, um ein wenig mehr mit den... weiterlesen Erfahrungen des ersten Spiels zu experimentieren. Wenn ich Reinhards Rezension so lese, kann ich in keinem Punkt widersprechen... und überlege nun doch, es selbst zu erwerben. Was so ein paar Stunden Schlaf doch ausmachen können! ;-) 09.05.2011-08:53:11
Thomas H.: Pantheon kommt bei uns zur Zeit fast jeden Tag auf den Tisch, für uns ein Spitzenspiel, welches bis jetzt immer sehr abwechslungsreich verlief. 17.05.2011-21:55:53
Sabine S.: Auch für mich zurzeit ein echter Spaß mit Suchtgefahr. 20.06.2011-15:27:54