Ein schönes leicht zu erlernendes Spiel, sehr gut geeignet für Familien und Gelegenheitsspieler.
Man darf richtig böse sein und als Gehilfe des Sheriffs von Nottingham fremden Besitz anzueignen. Der beste, d.h. gierigste, gewinnt.
Ganz so böse ist es natürlich nicht.
Zum Spiel:
Die Spielkarten enthalten 3 Informationen: Geldwert (Münzen: 7-12), den man beim Eintauschen erhält; Gegenstand, den man sammelt (Gold, Perle, Kette etc); sowie ein Aktion (Diebstahl, Raub, Hinterhalt, Abwehr etc.)
Man sammelt Geld in Form der Münzen, die auf den Karten aufgedruckt sind und die man beim Eintauschen eines Drillings erhält. Wer dran ist deckt eine Karte vom Nachziehstapel auf. Das ist seine Auslage. Der Spieler entscheidet sich, ob er die Karte sofort auf die Hand nimmt, oder die Aktion der Karte ausführt (Diebstahl, Kauf, Raub etc.). Jede dieser Aktionen (mit Ausnahmen) führt dazu, dass ich statt der ausliegenden Karte eine oder mehrere Karte meiner Mitspieler erhalte. Dies geschieht teilweise freiwillig (Kaufangebot, Tauchangebot) oder auch nicht (Raub und Diebstahl). Der um seine Karte(n) erleichterte Spieler bekommt die Karte aus der Auslage, so dass es meistens zu einem (Zwangs-)Tausch 1:1 kommt.
Danach darf ich Münzen eintauschen. Entweder durch einen Drilling (3 Karten mit Gold ergeben 9 Münzen; man behält eine Karte vor sich offen, die anderen beiden gehen auf die Ablage), oder ich erledige eine Sonderaufgabe. Z.B. eine 4 Paare, 7 verschiedene etc. Hier gilt es schnell zu sein. Die Belohnung ist hoch! Der erste, der sie erfüllt bekommt viel, der zweite weniger und der dritte geht leer aus.
Jedes mal wenn jemand wertet, d.h. Münzen eintauscht, wird der Sherriff auf dem Spielplan ein Feld weitergezogen. Die Felder haben Zahlen und geben an wer jetzt eine zusätzliche Handkarte bekommt. Die Zahl ist die Begrenzung der Handkarten. Zeigt die Zahl 4 an, bekomme ich keine Karte wenn ich schon 5 Karten auf der Hand habe.
Als weitere Gemeinheit kann man auch einen Hinterhalt legen, um zu versuchen einen Mitspieler beim eintasuchen der Münzen zu beklauen. D.h. wenn er einen Drilling eintauscht und ich ihn dabei beklaue hat er Pech gehabt (2 Karten sind nun einmal 1 zuwenig).
Das Spiel endet, wenn der Sheriff am Ende des Weges angelangt ist oder alle Sonderuafgaben erledigt wurden.
Fazit:
Ein leicht zu erlernendes Spiel bei dem man seine Mitspieler ärgen kann. Einfache Regeln und eine nicht zu lange Spielzeit machen das Spiel interessant für Familien und Gelegenheitspieler.