Achtung, die Goten kommen! Die Völkerwanderung war der Anfang vom Ende des Römischen Reichs. Immer mehr Volksstämme siedelten sich in den vermeintlichen Grenzen des Imperiums an und begründeten ihre eigenen kleinen Reiche. Das riesige und kaum noch verwaltbare Imperium Romanum war viel zu träge, um auf diese Gefahr zu reagieren und konnte dem Vormarsch anderer Völker wenig entgegen setzen. Und so zogen kriegerische Stämme immer weiter durchs Römische Reich, bis die Goten sich sogar gen Rom wandten.
Vor dem Hintergrund eines niedergehenden Imperiums ist das Brettspiel Gloria Mundi angesiedelt. Hierbei schlüpft ihr in die Rollen römischer Staatsmänner und versucht, euren Einfluss zu nutzen, um eine Zukunft jenseits von Rom aufzubauen. Runde um Runde steht ihr vor der Frage, ob ihr den herannahenden Goten Tribut zahlt oder den Niedergang einiger Ländereien in Kauf nehmt – nicht nur bei euch, sondern auch bei euren Mitspielern. Dies kann schon mal für hitzige Diskussionen sorgen, denn es sind die Erträge aus den eigenen Ländereien, die euch helfen, euch in Richtung Afrika abzusetzen. Und am Ende gewinnt, wer sich am weitesten von Rom entfernt hat, wenn die Goten dort einfallen.
Gloria Mundi bietet:
• stimmungsvoll gestaltetes Spielmaterial
• einfache, schnell erlernte Regeln
• Aktionen, die sich auf alle Spieler auswirken
• wenig Leerlauf, da man an jeder Runde beteiligt ist
• viel Taktik, wenig langfristige Planung
• immer neue Spielsituationen
• einen steten Wechsel aus Freude und Ärger
• eine überschaubare Spieldauer
Fazit:
Gloria Mundi gehört zu den wenigen Spielen, die sowohl Grübler als auch Leute, die schnelle Spiele mögen, gleichermaßen ansprechen. Nur wer sich zu sehr ärgert, wenn ihm mal seine Pläne durchkreuzt werden, der sollte lieber die Finger von diesem lassen. Für alle anderen bietet Gloria Mundi einen guten Mix aus einfachen Regeln, Abwechslung und Interaktion.
Jan-Hendrik hat Gloria Mundi klassifiziert.
(ansehen)