Fabrikmanager - ein zweischneidiges Schwert
Ich bin diesem Spiel grundsätzlich positiv gegenüber eingestellt, nur muss ich immer wieder feststellen das vieler meiner Mitspieler dem Reihenfolge-Mechanismus gegnüber negativ eingestellt sind, und ihn durchaus als frustrierend empfinden.
Auch habe ich schon gehört das dieses Spiel zu sehr berechnend ist, da kann ich durchaus zustimmen, mir macht dies Spaß. Allerdings muss ich der Majorität meiner Mitspieler beipflichten und einsehen das beim ersten Spielen keine Chance auf einen Sieg herrschen.
Dazu tragen auch die nicht minder kompliziert bzw. umständlich verfassten Regeln ihren Anteil bei, 2F Games sollte sich hier nocheinmal den Regeltext zur Überarbeitung heran nehmen. Ich habe schon kompliziertere Spiele in weniger Minuten verstanden als mit dieses hier.
Nun das war die Kritik vorweg, nun zum positiven.
Das Spiel ist von seiner Aufmachung sehr schön gestaltet, das Material wirkt durchdacht und wertig. Der Aufbau dieses Spieles braucht nur einen mittelgroßen Tisch, finde ich immer einen wichtigen Punkt [am Boden Spiele ich komplexe Spiele nicht gerne].
Wenn man das Spiel kennt ist es Ruckzug aufgebaut, und schon kann man loslegen.
Ein kleiner Überblick:
1) Wird die Kaufreihenfolge festgelegt (unter Einsatz von freien Humankapital)
2) Wird der Markt bestückt, mit nachgefragten Gütern (Reihenfolge)
3) Werden Spieler den Markt betreten und nach ihrer Rangordnung kaufen.
4) Erweiterungen werden eingebaut, Optimierungen geschaltet ,etc.
5) Profit , Humankapital ausrechnen
Damit Spieler nicht als letztes permanent nur Nachteile haben, bekommen diese auf ihre Einkäufe einen Rabatt, muessen aber mit dem Resten vorlieb nehmen.
Der Marktmechanismus erlaubt höherwertiges Gut A nur wenn von Gut A viel nachgefragt wird, also wird der letzte Spieler in der Kaufrunde um ueberhaupt was mittelwertiges von A zu bekommen, hoffen und selbst viel Gut A nachfragen müssen.
Und dies macht im prinzip den Reiz aus, es gibt nicht wie in Funkenschlag den Versteigerungsmechnismus beim Preis, sondern eben in der Reihenfolge, der hier Mitarbeiter aus der Produktion kostet. Folglich muss man möglichst schnell Mitarbeiter freistellen durch Roboter.
Oder man senkt alternativ (oder und) den Strombedarf um kosteneffizienter zu produzieren, den der Strompreis steigt, nur wie schnell bestimmt eine gewisser Zufall.
Alternativ kann man auch die Produktion hochfahren , sollte aber dabei nicht die Lagerkapazität aus dem Auge verlieren, den ohne diese nützt einem die hohe Produktion nichts.
Hier muss man von Anfang an mit einem soliden Grundplan an die Optimierung gehen, und die Mitspieler etwas steuern, da diese die Angebote auf dem Markt sehr deutlich mitbestimmen. Daher gilt es auch sich immer mehrere Wege offen zuhalten, sonst kann es schnell vorbei sein, in 5Runden besteht nicht die Zeit nur eine komplett in den Sand zusetzen.
Dies macht für mich den Reiz aus, daher habe ich einen hohen Wiederspielwert dieses Spieles. Es ist kurz , knackig , und herausfordernd. Man muss sich konzentrieren, viele spielfremde Gespräche werdet ihr mit euren Freunden nicht führen, wenn ihr es ernsthaft spielt.
Meine Freundin ist ein großer Fan von Funkenschlag , kann ABER mit dem Fabrikmanager nichts anfangen, dies sei nur am Rande erwähnt, damit ist Sie nicht die einzige bei uns im Spielerkreis.
Also kauft euch dieses Spiel, wenn ihr Spiele mögt die keine Fehler verzeihen, komplexer totz relativ einfach Spielablaufes sind, und es mögt am Ende der Spieler mit der meisten Asche zu sein, denn nur darauf kommt es an.
Uwe hat Funkenschlag - Fabrikmanager klassifiziert.
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