Titel: Der Palast von Eschnapur
Spieltyp: Strategiespiel
Spieler: für 2 bis 4 Spieler ab 10 Jahren
Spielidee / Spielziel:
Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Baumeistern, um den Palast von Eschnapur aufzubauen. Mit Hilfe des eigenen Goldvorrates versuchen die Spieler sich den Einfluss der Maharadschas zu sichern. Zum richtigen Zeitpunkt gebaute Palastteile bringen Gold und für den Spielsieg benötigten Siegpunkte. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.
Spielvorbereitung:
• Die acht Palastteile werden gemäß ihrer Nummerierung nebeneinander ausgelegt
• Die Siegpunkteleiste wird darunter gelegt
• Die Bausteine werden als Vorrat bereitgelegt
• Die 10 Privilegkarten werden oberhalb des Palastes offen ausgelegt
• Der Baustoppmarker, der Blockademarker und der Spielreihenfolgemarker werden bereitgelegt
• Jeder Spieler erhält 1 Spieltableau, 8 Bauplatzkarten, 1 Siegpunktestein, 1 Privileg-Scheibe und insgesamt 16 Karten mit Gold (2 x0; 2 x 1; 3 x 2; 4 x 3; 2 x 4; 3 x 5)
Spielablauf:
Das Spiel verläuft in 9 Phasen. In verschieden Phasen geht es darum, die höchste Goldkarte umzudrehen. Gleichstandsregel: Sind zwei oder mehrere Karten gleichhoch, kommt der Spieler mit der nächst niedrigeren Goldkarte zum Zug
• Phase 1: 2 Bauplatzkarten werden verdeckt links oben ans Spieltableau gelegt. Diese Karten zeigen für jeden einzelnen Spieler an in welchen Palastteilen er bauen darf.
• Phase 2: 5 Goldkarten werden verdeckt an den unteren Rand des Spieltableaus gelegt. Jedes dieser Felder entspricht einem Maharadscha.
• Phase 3: Jetzt wird die erste Gold-Karte (die am weitesten links liegt) aufgedeckt. Der Spieler der die höchste Karte hat, darf den Blockademarker auf eine Goldkarte eines Mitspielers setzen. Dieser erhält einen Baustein, kann aber im blockierten Feld nicht mitbieten.
Die Goldkarte, die den Stich macht kommt in die Bank. Die unterlegen Karten bleiben bis zur Privilegwertung auf dem Tableau liegen.
• Phase 4: Jetzt wird die 2. Gold-Karte (von links) aufgedeckt. Der Spieler der die höchste Karte hat, darf den Baustoppmarker auf einen Palastteil setzen. Hier dürfen, so lange er dort liegt (max. eine Runde), keine Bauteile hinzugefügt werden.
• Phase 5: Jetzt wird die 3. Gold-Karte (von links) aufgedeckt. Die Karten aller Spieler kommen zum Zug. Jeder Spieler erhält gemäß des Wertes seiner eingesetzten Karte Bausteine (für 5 Gold 3 Bausteine; 4/2; 3/2; 2 und 1/1). Bei Gleichstand wird die Anzahl addiert und durch die Anzahl der Spieler, die am Gleichstand beteiligt sind, geteilt und ggfs. aufgerundet. Die eingesetzten Karten kommen in die Bank.
• Phase 6: Jetzt wird die 4. Gold-Karte (von links) aufgedeckt. Der Spieler der die höchste Karte hat, darf die Spielerreihenfolge neu festlegen.
• Phase 7: Die Bausteine werden verbaut und die Prämien kassiert. Der Spieler mit der Nummer 1 beginnt. Er deckt seine beiden Bauplatzkarten auf und setzt seine Steine.
o Er darf sie nur auf die gewählten Bauplätze setzen
o Auf das niedrigste freie Feld
o Nur einen Stein pro Feld
o Alle verfügbaren Steine müssen falls möglich eingesetzt werden
Wird beim Setzen ein Feld mit einem Goldbeutel belegt, erhalten alle Spieler, die in diesem Palastteil Steine verbaut haben Goldkarten im Wert von 3 in beliebiger Stückelung. Ist zu wenig Geld vorhanden, geht der Spieler leer aus.
• Phase 8: Jetzt wird die 5. Gold-Karte (von links) aufgedeckt. Der Spieler der die höchste Karte hat, darf den letzten Stein von einem Palastteil auf ein anderes Palastteil, auf das niedrigste freie Feld versetzen. Der gewählte Baustein muss nicht die eigene Farbe haben.
• Phase 9:
Privilegpunkte: Die Werte seiner Goldkarten werden addiert und die Summe auf der Privilegleiste nach vorne bewegt. Die Privilegpunkte können jederzeit gegen Privilegkarten eingetauscht werden.
Entlohnung: Für Palastteile, in denen alle Felder besetzt sind, gibt es für jeden Spieler, der dort mindestens 1 Baustein platziert hat, das Gold, das auf dem Spielplan angegeben ist. Der Startspieler beginnt. Ist zu wenig Geld vorhanden, geht der Spieler leer aus.
Wertung: Nach der Entlohnung werden nun die Palastteile gewertet. Der Spieler erhält den Wert des Feldes auf dem sein höchstplatzierter Stein sitzt – plus die Anzahl seiner gesamten platzierten Bausteine in diesem Palastteil
Spielende: Das Spiel endet wenn die vorgegebene Anzahl von Palastteilen fertiggestellt ist:
• Bei 4 Spielern nach dem 6. Palastteil
• Bei 3 Spielern nach dem 5. Palastteil
• Bei 2 Spielern nach dem 4. Palastteil
Anschließend gibt es noch Siegpunkte für die Position ihrer Privilegscheibe:
• Bei 4 Spielern: Pos. 1 = 10 Punkte; Pos 2 = 6 Punkte; Pos 3 = 3 Punkte.
• Bei 3 Spielern: Pos. 1 = 10 Punkte; Pos 2 = 6 Punkte;
• Bei 2 Spielern: Pos. 1 = 6 Punkte.
Fazit:
Ein anspruchsvolles Strategiespiel. Die Spielregeln sind sehr gut verständlich.
Dennoch benötigt man die eine oder andere Partie, um zu entdecken, welche Strategien zielführend sind. Der Ablauf des Spiels ist sehr gut strukturiert.
Der Glücksfaktor ist ein ziemlich großer, denn man benötigt das alleinige Höchstgebot um einen Maharadscha beeinflussen zu können. Dennoch gefällt mir der Mechanismus, dass sich zwei gleiche Gebote neutralisieren, recht gut. Es entzieht sich aber der aktiven Einflussnahme der Spieler. Man kann lediglich versuchen sich zu merken, welche Goldkarten bereits im Einsatz sind.
Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir der Mechanismus, dass die Unterlegenen, Privilegkarten erwerben können, um einen Ausgleich für sich zu schaffen.
Der Status des Startspielers wurde von uns zunächst ein wenig unterschätzt, aber gerade bei der Geldvergabe in Phase 7 und 9 hat er seine Bedeutung. Auch gegen Ende des Spieles, wenn die Bauplätze immer knapper werden, kann der Startspieler sich einen Vorteil verschaffen.
Eine weitere taktische Option ist das Blockieren von Palastteilen. Insgesamt bietet das Spiel eine Reihe taktischer Möglichkeiten, mit denen versucht wird den großen Glücksfaktor auszugleichen.
Wir haben dieses Spiel (nur) zu viert gespielt und es hat allen Beteiligten sehr viel Spaß bereitet. Es ist sicher kein Spiel, das jeden Tag auf den Tisch muss. Aber eines, das ich immer mal wieder gerne auf dem Tisch habe… In meiner Bewertung ist es vier Punkte wert.
Reinhard hat Der Palast von Eschnapur klassifiziert.
(ansehen)
Mike Schnier, Lukas Fink und 4 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Mike Schnier: Man könnte meinen, Du wärst hauptberuflicher Rezi-Schreiber, Reinhard. Dauernd neue Kritiken, die zum allerbesten Lesestoff in unserer kleinen, a
... weiterlesenber feinen Gemeinde zu zählen sind.
31.08.2011-19:26:51
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Yvonne N.: Danke Dir!!!Gut,dass das Spiel nicht die Note 5 bekommen hat,sonst wäre meine Wunschliste noch länger geworden.Irgendwo muß ich Einschränkungen m
... weiterlesenachen,sonst müßte ich mich nur von Nudeln ernähren;))))
31.08.2011-19:28:29
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Yvonne N.: Hast Du schön gesagt,Mike.DITO!!!!:)))))))))))
31.08.2011-19:29:32