Folgende Rezension bezieht sich auf eine ältere Ausgabe des Spiels, wobei das ganze schon lange nicht
mehr auf den Tisch gekommen ist. Daher sind einige der Regeln ungenau ggf nicht ganz Korrekt. Aber es reicht
sicherlich auf den Kerninhalt des Spiels wiederzugeben bzw eine Aussage zu treffen, was das Spiel so besonders macht.
Das Prinzip ist sehr einfach. Jeder Spieler versucht als erstes eine bestimmte Anzahl von Kolonien auf Fremden Planeten
zu haben. Dazu hat jeder Mitspieler seine Raumschiffe welche Anfangs auf seinen eigenen 4 (könnten auch 5 sein) Heimatplaneten platziert werden.
Als Kolonie zählt jede Gruppe von Raumschiffen auf einem fremden Planeten (egal wie viele). Mehrere Raumschiffe auf einen Planeten haben jedoch
den Vorteil einer größeren Stärke zwecks Verteidigung. Somit ist nun das Ziel klar. Es gilt ein paar der fremden Planeten einzunehmen.
Mal einiges zum Rundenablauf:
1. Der aktive Spieler bekommt zuerst 1 seiner Zerstörten Schiffe wieder.
2. Der aktive Spieler deckt einen Konfliktmarker auf, dieser Zeigt an welcher Spieler als nächstes Angegriffen wird (Ja man ist gezwungen nur diesen
Spieler anzugreifen, das verhindert aber das man gezielt nur auf bestimmte Spieler geht und ist recht gut gelöst. Es hört sich willkürlicher an als es wirklich ist)
3. Nun bestimmt der Aktive Spieler einen Planeten des Zielspielers und wieviele Schiffe er dorthin Entsenden möchte (Jedes Schiff zählt Kampfstärke 1)
4. Jetzt kommt wohl das interessanteste: Jetzt dürfen der Angreifer und der Angegriffene Bündnisse schließen. Sie können also die anderen Mitspieler
darum Bitten der jeweiligen Seite mit weiteren Schiffen auszuhelfen. Die Bedingungen dafür sind Frei verhandelbar (Handkarten [zu den komme ich im nächsten Punkt], Kolonien auf eigenen Planeten etc
, Versprechen beim Nächsten Angriff zu helfen etc). Diese Phase macht das Spiel enorm Interaktiv denn hierbei ist jeder Spieler auch in den Runden der anderen
Spielern gefragt teilzuhaben. Dadurch kommt keine Langeweile auf auch wenn man selbst nicht dran if.
5. Zum Abschluss stehen also die Angreiferflotte und die Verteidigerflotte gegenüber die Schiffe bilden nun die Grundstärke des Angriffs. Zusätzlich
dürfen nun noch der Verteidiger und Angreifer eine Ihrer Handkarten dazulegen (Diese Handkarten zeigen Stärkepunkte an welche zur Angriffsträke ihres Angriffs hinzu gerechnet werden, ein
paar wenige haben eine Sonderfunktion).
Kurze Info zu den Handkarten: Jeder Spieler bekommt bei Spielstart else feste Anzahl davon, und es gibt erst wieder welche wenn all die
Handkarten des Spieler aufgebraucht sind.
6. Nun steht die Stärke der Streitmächte fest. Wer die höhere Gesamtstärke hat (Schiffe auf der Eigenen Seite [eigene + Fremde schiffe die helfen] + die Handkarte) gewinnt den
Kampf: Die Schiffe der Gegnerischen Seite sind besiegt und werden weggetan. (Ich glaube alle Angreifenden Schiffe bleiben auf den Planeten bin mir hier aber nicht 100% sicher kann
auch nur sein das der eigentliche Angreifer die Kolonie bekommt und andere Spieler nur dann bleiben dürfen wenn das z.B. beim Aushandeln der Unterstützung abgemacht war)
7. Der Nächste Spieler ist dran.
Punkt 4 und 5 machen dabei das Spiel aus. Denn diese wenigen Regeln ermöglichen eine enorme Taktische Tiefe: Man stelle sich vor man greift
mit wenigen Schiffen einen sehr wichtigen Gegnerplaneten an (Man weiss der Gegner wird ihn mit einer hohen Handkarte verteidigen),
überredet alle anderen Enorm viele Schiffe den Angriff beizusteuern (weil es jetzt so wichtig ist diesen Gegner zu besiegen). Zum schluss setzt man
man aber eine sehr niedrige Handkarte ein: Man ist mit einen schlag recht viele potentielle Gegnerische Schiffe los (die Schiffe welche beim aktuellen
Angriff geholfen haben), der Gegner hat eine hohe Kampfkarte verblasen, man selbst ist mit einen Taktischen Winkelzug eine niedrige Kampfkarte losgeworden.
Ein weiteres Spannendes Element sind nun die unterschiedlichen Völker im Spiel. Jeder Spieler stellt ein Volk dar welches eine Sonderfähigkeit hat.
Diese sind dabei sehr unterschiedlich. Z.B. gibt es eine Rasse welche jede Runde alle Zerstörten Schiffe wiederbekommt. Ein anderes darf pro Angriff nur 1 Raumschiff
Einsetzen dabei zählt dies aber wie 4 Raumschiffe, eine Rasse darf sich die Handkarten der Gegner anschauen (und so die potentielle Stärke erfahren) all diese
Eigenschaften sollten bei der Wahl der Taktik einfluss finden).
Fazit: Das Spiel ist echt gut. Gerade in vollbesetzung wird es durch die viele Interaktion sehr spannend. Trotz allem spielt der Zufall eine
eher untergeordnete Rolle. Hier ist der Vorteil aber auch der Nachteil: Prinzipiell geht es schon zu 2 aber nicht wirklich brauchbar. Selbst zu 3
ists eher nicht so toll weil einfach der Einfluss bei Angriffen fehlt (Wer hilft wem, da ist der Spieler welcher nicht am Konflikt beteiligt ist eher eine Art Königsmacher)
Erst ab 4 Spielern wirds interessant (Und leider ermöglicht meine Ausgabe nur 4 Spieler ich glaube die FFG Ausgabe unterstütz schon 5 Spieler).
Wer so eine Gruppe zusammenkriegt wird viel Spaß haben.
Was mir aber Persönlich fehlt ist das Gefühl des Stärker werdens im Spielfortschritt. Es ist hier fast Egal ob Runde 1 oder Runde 8. Man hat Prinzipiell immer Ähnliche Bedingungen.
Egal ob man schon 4 Kolonien hat oder erst 1 es macht keinen Unterschied (Im gegenteil, man hat sogar mehr aufwand die Zu verteidigen was einen Indirekt schwächt). Ich mag
Aber eher Spiele wo man durch Vorranschreiten im Spiel auch besser wird (Siedler von Catan: Je mehr Städte desto mehr Rohstoffe...).
Diese Persönliche Meinung ist kein echter Nachteil des Spiels. Das spiel ist einfach nicht für sowas ausgelegt und sorgt dafür das gute Spieler nicht uneinholbar werden.
Ich rate zum Kauf des Spiels wenn man eine große Runde zusammenbekommt und kein Spiel mit unheimlich komplexen Regeln spielen will. Und vor allem wenn man Kommunikative Spiele mag.
Die Spieler müssen aber mit unter recht hart im nehmen sein denn hier wird viel Versprochen/Gebroche und Intrigiert.
Ich möchte es nochmal Betonen: Dies ist keine Rezension über die FFG ausgabe des Spiels, diese scheint ein wenig Komplexer zu sein und etwas mehr Inhalt zu bieten aber der Grundgedanke
des Spiels ist der Gleiche.
Heiko hat Cosmic Encounter (FFG) klassifiziert.
(ansehen)
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Antonius Haase: Hm, ich glaube, ich habe das früher mit der Familie gespielt. Demnach sollte es auch eine Ausgabe auf Deutsch geben...
22.06.2011-21:52:51
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Holger Sauer: Ich habe das Spiel in 3 Ausführungen:
- Cosmic Encounter (EON Verlag 1.Edition), das Urspiel (Anfang der 80er gekauft), dazu gab es einige Ausbau
... weiterlesensätze, welche ich aber nicht habe.
- König der Sterne (von ASS), deutsche Ausgabe die der EON Ausgabe ohne Ausbausätze entspricht.
- Cosmic Encounter (Hexagames), deutsche Ausgabe, enthält das Grundspiel und die meisten (sinnvollen) Ausbausätze der EON Ausgabe. Für mich die schönste Edition.
13.07.2011-10:33:41