Ich bin so frei und poste meine eigene amazon-Rezension zu diesem Spiel :-)
A few Acres of Snow ist ein reines 2-Spieler-Kriegsspiel. Eine Partei übernimmt die Engländer, die andere Partei die Franzosen vor dem Hintergrund der kolonialen Kriege in Nordamerika um 17hundertirgendwas.
Der grundlegende Mechanismus ist der Bau eines Kartendecks wie in Dominion. Allerdings kann ich mithilfe der Karten auf einem schlichten, funktionalen, aber schön designtem Spielbrett siedeln, Städte entwickeln, Festungen bauen oder menen Gegner belagern, überfallen und in Hinterhalte locken. Finanz- und Verwaltungsaktionen runden den Pool an Möglichkeiten ab.
Es gibt zwei unterschiedliche Kartentypen. Durch Ausbreitung erhalte ich mehr Ortskarten, die ich vielfältig nutzen kann, z.B. als Ausgangsort für weitere Bewegungen auf dem Spielfeld, oder je nach aufgedrucktem Symbol, als Siedler, militärische Einheit oder als Geldmittel. Die zweite Sorte sind Imperiumskarten. Sie sind hauptsächlich Militärkarten, aber es können auch Transportmittel, Händler oder Siedler sein. Imperiumskarten kann ich gezielt kaufen, um mein Kartendeck zu erweitern.
Es gibt mehrere Möglichkeiten zu gewinnen. Man erobert die Hauptstadt des Gegner und der Sieg ist sofort mein. Falls das nicht geling wird gespielt, bis eine Partei alle Dörfer oder Städte eingesetzt hat oder eine gewisse Anzahl an Dörfern oder Städten erobert wurde. Dann geht es nach Siegpunkten, was in den meisten Spielen der Fall sein wird.
Alles in allem ist A few Acres of Snow ein gutes Spiel mit hohem Spaßfaktor, trotz des kriegerischen Themas. Die Ausbreitung auf dem Spielplan fühlt sich ein bisschen an wie bei WallaceŽ Eisenbahnspielen, die Zusammenstellung der Kartendecks erinnert an Dominion. Hardcorestrategen werden sich grämen, dass das Ziehen der Karten zu glückslastig ist. Klar, wenn ich nicht die richtige Kombination an Karten habe, gewinne ich weder einen Blumentopf noch ein britisches Fort, aber es gibt mehr als genug Möglichkeiten, seine Karten sinnvoll einzusetzen. Und dadurch, dass der Gegner ebenso schlechte Handkarten haben kann, nivelliert sich der Glücksfaktor irgendwann. Für ungeübte Wenigspieler ist das Spiel eher wenig geeignet aufgrund der Fülle an Möglichkeiten und Strategien, für geübte Gelegenheitsspieler und Vielspieler ist das Spiel äußerst reizvoll. Allerdings muss man ein paar Partien lernen, am besten mit dem gleichen Partner, da man in dieses Spiel hereinwachsen muss.
Timo hat A Few Acres of Snow klassifiziert.
(ansehen)