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Michael H. schrieb am 22.02.2011:
Ich hatte das Glück, noch eine Ausgabe des Spiels zu ergattern!
Als Nicht-Werwolf-Spieler kann ich keine Parallelen ziehen, also vollkommen vorurteilsfrei.
Zum Inhalt:
Das Spiel besteht aus einer kleinen Schachtel (< A5) und enthält neben Charakterkarten (die ich sehr schön gezeichnet finde) auch Missionskarten, Abstimmungskarten, eine Spielfortschrittsplan (auf dem komischerweise bei einer Tabelle nicht erklärte Sternchen bei manchen Zahlen stehen) und bereits einer Erweiterung (in Form von sog. Plotkarten).
Die Karten sind sprachneutral bzw wenn notwendig gleich in drei Sprachen abgefasst. Es liegen auch Anleitung und Erweiterungsregeln in drei Sprachen vor. Hier unbedingt auf die engl. Variante beziehen, diese ist sprachlich recht eindeutig, was man von der Streckenweise sehr mehrdeutig auszulegenden dt. Regel nicht behaupten kann. Mangels Französisch-Kenntnissen kann ich diese Sprachversion nicht beurteilen.
Die Spieler:
Das Internet (Boardgamegeek) empfiehlt 7 Spieler, wir hatten - aufgrund der großen Nachfrage - gleich 9 Spieler am Start. nach kurzer Erklärung der Regeln und der Karten und einer Proberunde ging es in die Vollen.
Das Spiel:
Das Spiel ist leicht zu lernen und leicht zu verstehen, aber es ergeben sich immer zwei Probleme: zuviele Informationen und zu wenige. Gleichzeitig. Auf alle Einzelheiten einzugehen würde den Rahmen sprengen 8die Regeln kann man ja auch online nachlesen), aber unsere Erkenntnisse waren im Verlauf des Abends:
Bei 9 Spielern:
- die Spione sind im Vorteil wenn sie sich kennen, allerdings stark im Nachteil wenn nicht
- es liegen für die Leute im Widerstand oft zu wenige Informationen vor, was dem Spiel aber auch seinen Reiz gibt.
- je nach Gruppendynamik entsteht viel Gesprächsstoff. An einer einzigen Mission (von bis zu 5) kann man ohne Probleme 20 Minuten diskutieren und Pro/Contra zum gewählten Missionsteam oder dem Missionsausgang bis zur Zermürbung zu zerkauen. Hier sollte die Gruppe Selbstdisziplin halten und die Redezeit pro Mission begrenzen.
Bei 7 Spielern:
- schöne Verteilung, speziell dass es immer noch 3 Spione gibt ist sehr wichtig. wäre wie auf BGG auch mein Tip, wobei mir das Chaos und die Spannung bei einem sehr großen Team (9+) auch sehr gut gefallen hat.
Bei 6 Spielern:
- Die Spione sind stark im Nachteil da nur noch zu zweit. Wenn hier einer erkannt wird ist das Spiel i.d.R. gelaufen, da sich die Spione unterstützen müssen um zu gewinnen und diese Hilfe sehr schnell auffällt. Der rettende Dritte als Alibi oder heimliche Unterstützung fällt hier schmerzhaft weg. Zudem ist die Chance recht hoch, dass die Widerständler - auch durch die einfache Enttarnung der Spione - hier ein stabiles Team finden mit dem sie ohne Risiko gewinnen können.
Das Spiel wird einfach sehr glückslastig bei 6 oder weniger Spielern, deshalb rate ich davon eher ab.
Wenn man denoch mit 6 Leuten spielen will rate ich massiv vom Einsatz der Erweiterung ab. Diese geben dem Widerstand noch mehr Informationen und erlauben es den Spionen kaum noch zu agieren ohne sofort enttarnt zu werden.
Generell gewinnt das Spiel (bei 7+ Spielern) mit den Erweiterungskarten sehr viel an Tiefe, v.a. gleicht sich der Informationsnachteil der Widerständler damit gut aus und das Spiel wird sehr spannend. Leider hängt hier viel an der Reihenfolge, in der die Plotkarten gezogen werden, man sollte evtl. als Hausregel eine Reihenfolge definieren.
Fazit: Ein sehr spannendes Spiel, dass sämtliche Beteiligten gerne wiederspielen wollten. Es braucht beim ersten Spiel etwas Anlaufzeit, auch um in die richtige Denkweise reinzukommen. Gute Rhetorik hilft v.a. den Spionen, die sich ja permanent auch verbal aus der Schusslinie bringen müssen. Ein gutes nonverbales Teamwork hilft hier auch sehr, speziell Taktiker unter sich sind als Spione brandgefährlich.
Alles in Allem ein tolles Spiel für einen emotionsgeladenen Abend, der viel Wasser auf die Kehlen unabdingbar macht. Die angegebene Spielzeit von 30 Minuten ist übrigens sehr optimistisch gerechnet, v.a. bei Leuten die gerne und viel reden :)Michael hat The Resistance klassifiziert. (ansehen)- Gero R., Jan-Hendrik S. und 9 weitere mögen das.
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gelöschte P.: Deine Rezension zu diesem spannenden Spiel, betragte ich als sehr gelungen, Michael. Auch die Klassifikation entspricht meiner Vorstellung.... weiterlesen
27.03.2011-10:49:57 -
Gero R.: Wow, was für eine spielhungrig (und durstig) machende Rezension - klasse! Danke, Michael.
14.04.2011-12:27:53 -
Peter B.: Na klasse! Und woher bekomme ich jetzt sechs Mitspieler, die Zeit und Lust haben? Nach dieser sehr guten Rezi hab ich nämlich einiges davon...danke Michael!
05.12.2011-12:25:35
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Matthias H. schrieb am 15.12.2010:
The Resistance erinnert vielleicht etwas an die Spiele der "Werwölfe"-Reihe, allerdings ist dieses Spiel mehr durch Deduktion geprägt und nicht durch Lauschen. In 2 Phasen (Bestimmung eines Missionsteams und Mission) können die Spione, die es nach Möglichkeit zu enttarnen gilt, die Resistance-Spielerfraktion sabotieren.
Da man mit bis zu 10 Spielern spielen kann, eine wirklich schöne Alternative zu den sonst üblichen "Werwölfen".Matthias hat The Resistance klassifiziert. (ansehen)- Julia H., Heinrich L. und 3 weitere mögen das.
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Julia H.: Danke fürs Drauf-Aufmerksam-Machen! Und die Wunschliste wächst... *hust*
15.12.2010-11:34:49 -
Matthias H.: Ich kenne das Problem! ;-) Ich habe es mir gestern besorgt und finde es wirklich toll!
15.12.2010-11:35:42 -
Martina K.: Kommt bei mir auch mal auf die Merkliste.
22.02.2011-19:17:13
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Christina L. schrieb am 12.12.2011:
Ich hatte das Glück mit meiner berliner Spielrunde auf das Spiel zu stoßen und ich bin wirklich begeistert! Der Spielmechanismus wurde ja bereits erklärt, deshalb gehe ich jetzt nur noch auf meine persönlichen Erfahrungen ein.
Der Vergleich zu den "Werwölfen von Düsterwald" drängt sich auf. Im Gegensatz zu diesem Klassiker hat "The Resistance" die entscheidenden Vorteile, dass kein Spielleiter benötigt wird, dass niemand ausscheidet und dass man (je nach Glück oder Pech der Spione) bis zum Ende nicht sicher ist, wer nun zu den Bösen gehört. Einen besonderen Spielspaß bringen auch die Aktionskarten. Manche sind zwar nicht immer sinnvoll, aber im Großen und Ganzen bringen sie zusätzliche Möglichkeiten. Allein die Tatsache, dass diese Karten nicht einfach gezogen werden, sondern von dem momentanen (zufällig bestimmten) Anführer verteilt werden, kann zu wilden Spekulationen über die Identität der Spieler führen.
Positiv:
Anhaltende Paranoia, man ist sich selten wirklich sicher, wer Freund und Feind ist.
Niemand scheidet aus.
Kein Spielleiter nötig.
Schnelle Runden, es zieht sich nicht.
Durch die Karten werden die Runden abwechslungsreich.
Schnell erklärt, einfache Regeln.
Negativ:
Wenn die Aufständigen Glück haben, kann die Runde sehr schnell und langweilig werden. (Was allerdings nicht sonderlich schlimm ist, da man einfach eine neue Runde anschließen kann, sie dauern nur ~30 Minuten.)Christina hat The Resistance klassifiziert. (ansehen)- Pascal V. und Jan-Hendrik S. mögen das.
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Markus P. schrieb am 23.07.2011:
Ich kann an The Resistance leider keine Freude finden. Der Reiz des Spiels besteht lediglich darin herauszufinden wer zu den Spionen gehört und wer nicht. Das ist sehr schade denn aus dem Sci-Fi Thema hätte sehr viel mehr gemacht werden können. Vergleicht man es bspw. mit "Werwölfe vom Düsterwald" so wird klar das hier keinerlei Geschichten gesponnen werden dürfen die erheblich zum Spielspaß hätten beitragen können. Das einzig schöne darin ist das alle Spieler bis zum Schluß agieren können. Bei den Werwölfen ist mit etwas Pech recht schnell Schluß.- Yvonne N. und Heinrich L. mögen das.
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