Eine eigene Bewertung für Roter November Revised schreiben.
  • Sascha L. schrieb am 11.10.2010:
    'Das experimentelle gnomische Unterseeboot BFGS Roter November ist in Seenot geraten.
    Die Technik des Bootes spielt verrückt und auf einmal funktioniert nichts mehr.
    Feuer brechen aus, Wasser bricht ein und lebensnotwendige Systeme versagen immer
    wieder. Hilfe ist unterwegs, aber die gnomischen Matrosen müssen zusammenarbeiten,
    wenn sie bis zur Ankunft der Retter überleben wollen.'

    === Verpackung und Inhalt ===

    In der sehr kompakten Spieleschachtel findet man:

    1 x Spielbrett
    3 x Katastrophenleisten-Spielsteine (grün,rot,blau)
    54 x Gegenstands-Marker
    10 x Überflutungs-Marker
    10 x Feuer-Marker
    4 x Gefahr-Marker
    8 x Gnomen-Karten
    8 x Gnomen-Matrosen (Figuren)
    9 x Zeit-Marker ( 8 Matrosen-Zeit-Marker + 1 Geisterzeit-Marker)
    1 x Aktionswürfel (W10)
    2 x Übersichts-Karten (Spielzugübersicht / Erläuterung der Gegenstands-Marker)
    56 x Ereigniskarten
    1 x Spielanleitung

    Es ist schon erstaunlich, dass dieses gesamte Material in die gerade mal 3,5 x 19,5 x 10 cm (H x B x T) kleine Box passt.Die Spielfigürchen sind bunt gemischt und schön gestaltet. Alle Karten sind griffig und lustig illustriert. Die Gegenstands-Marker und Feuer/Überflutungs-Marker sind auf ausreichend dickem Karton gedruckt.
    3 farbige Holzwürfelchen müssen als Katastrophenleisten-Marker her halten. Das Spielbrett zeigt das U-Boot mit seinen insgesammt 10 durchnummerierten Räumen, ausserhalb des U-Bootes ist das Meer-Feld, in dessen rechten oberen Ecke lauert bedrohlich ein Riesenkraken, in der linken oberen Ecke befinden sich die Katastrophenleisten (Ersticken-Leiste, Hitze-Leiste, Überdruck-Leiste)... An den Rändern des Spielbretts, also um das Spielfeld herum, ist eine Zeitleiste abgedruckt (60-0).

    === Das Spiel ===

    Bevor die Spieler mit ihren Matrosen-Gnomen ums nackte Überleben kämpfen können, sind ein paar Spielvorbereitungen zu treffen.
    Jeder Spieler schnappt sich eine Matrosenfigur und die dazugehörige, fablich passende, Matrosen-Karte, sowie den farblich passenden Zeit-Marker! Die Matrosen-Karte wird mit der "nüchtern Seite" nach oben vor sich abgelegt. (Ja,... die Matrosen können sich betrinken!! *g*) Je nach Spielerzahl werden die Zeit-Marker auf dem entsprechenden Feld auf der Zeitleiste am Spielbrettrand platziert. Jeder Spieler wirft einmal den 10-seitigen Würfel und bestimmt somit den Raum des U-Boots in welchem seine Matrosen-Figur platziert wird.

    Aus den Gegenstands-Markern werden 6 "Grog"-Marker heraus gesucht und offen in die Kapitänskajüte gelegt. Dies ist der private Grogvorrat des Kapitäns,... tjaja... diese alte Schnappsdrossel!! *tststs*
    Die restlichen Gegenstandsmarker werden gemischt und verdeckt neben das Spielfeld gelegt.
    Jeder Spieler zieht sich nun 2 Gegenstands-Marker.

    Zum Schluss wird der Ereigniskartenstapel vorbereitet. Die "Kraken"-Karte wird aus dem Stapel genommen. Der Stapel wird gemischt und verdeckt neben den Spielplan gelegt. (Erst nachdem der Stapel einmal aufgebraucht wurde, wird die "Kraken"-Karte wieder in den Stapel gemischt.

    So,... jetzt kann der Kampf ums Überleben beginnen...

    Ziel des Spiels ist es das U-Boot 60 Spiel-Minuten lang funktionstüchtig zu halten, eben so lange bis Hilfe kommt.
    Die Matrosen überbrücken diese Zeit, indem sie im U-Boot von Raum zu Raum stürmen und dort diverse Schäden und Fehlfunktionen beheben.
    Für jede Aktion die ein Matrose durchführt muss er Zeit aufwenden, will man z.b. einen Grog-Marker aus dem Vorrat des Kapitäns nehmen, so muss man pro Grog-Marker 1 Minute aufwenden. Das gleiche gilt, wenn man sich im Lagerraum mit neuen Gegenstands-Markern ausrüsten will,... pro gezogenem Gegenstands-Marker muss der Matrose 1 Minute aufwenden. Das öffnen einer Luke, um von einem Raum in einen anderen zu gehn, kostet ebenfalls 1 Minute usw.
    Der Spieler nutzt den "Geisterzeit-Marker" um die Menge an verwendeten Minuten während seines Spielzugs auf der Zeitleiste festzuhalten. (Nicht seinen Zeit-Marker in der Farbe seiner Spielfigur!)

    Der Spielzug eines Spielers gliedert sich in 4 Zugphasen.
    1. Bewegung (optional)
    2. Aktion
    3. Ohnmachtsprobe
    4. Aktualisierung

    Zu Jeder Phase hier eine kurze Beschreibung.

    1. Bewegung (optional)
    Die Matrosen können sich durch Luken in alle Räume das U-Boots bewegen, sofern diverse Luken nicht blockiert sind.
    Für das Öffnen einer Luke wendet man immer 1 Minute auf, das Betreten eines Raumes ist hingegen kostenlos, sofern der Raum nicht überflutet ist. Falls ein Raum überflutet ist, kostet es eine zusätliche Minute den Raum zu betreten.
    Falls in einem Raum Feuer ausgebrochen ist, darf der Matrose den Raum nur betreten wenn er vorher einen "Feuerlöscher"-Gegenstands-Marker gespielt hat, oder einen Grog "getrunken" hat,... der Matrose trinkt sich Mut an! ;)

    2. Aktion
    Die Matrosen müssen in ihrem Zug immer 1 Aktion ausführen. Hier ein kleiner Überblick über einige der möglichen Aktionen:

    Warten/ nichts tun - Kosten : 1 Min.
    Gegenstandsmarker ziehen - Kosten : 1 Min. pro Marker (max 4 im Lagerraum / max 2 in der Kapitänskajüte)
    Blockierte Luke öffnen - Kosten : 1 - 10 Min.
    Feuer löschen - Kosten : 1 - 10 Min.
    Wasser abpumpen - Kosten : 1 - 10 Min.
    Sauerstoffpumpen reparieren - Kosten : 1 - 10 Min.
    ...

    Ob eine Reparatur-Aktion erfolgreich ist erfahren die Spieler durch einen Würfelwurf.
    Zunächst müssen sie angeben wieviel Minuten ihr Matrose für die Behebung das Problems aufwenden will.
    Würfelt ein Spieler niedriger oder gleich der aufgewendeten Zeit, hat er die Reparatur-Aktion erfolgreich durchgeführt.
    ( Bsp.: Spieler A steht mit seinem Matrosen vor einer blockierten Luke. Er will die Blockierung lösen und entscheidet sich 6 Minuten dafür aufzuwenden. Er wirft den Würfel, bei 1-6 hat er Erfolg und nimmt den Luke-blockiert-Maker von der Luke, bei 7-10 passiert nichts, die Luke bleibt blockiert.)
    Die Spieler dürfen Gegenstands-Marker dafür einsetzen Würfelwürfe zu vereinfachen. Hat z.B. der Matrose aus dem obigen Beispiel den Gegenstands-Marker "Brechstange", kann er ihn dazu benutzen eine blockierte Luke zu öffnen.
    Die "Brechstange" verleiht einen +3 Modifikator, d.h. wenn der Matrose 6 Minuten aufwendet und zusätzlich die Brechstange spielt, würde er nur noch versagen wenn eine 10 gewürfelt wird. (6 Minuten + 3 = 9) Der Spieler muss den Geisterzeit-Marker in diesem Fall allerdings nur um 6 Minuten/Felder weiter bewegen,... nicht um 9!!

    Für jede Reparatur-Aktion gibt es passende Gegenstandsmarker!
    "Grog"-Marker sind hierbei verhängnisvolle Joker! Verhängnisvoll deshalb, weil sie auf alle Reparaturaktionen einen +3 Modifikator geben, dafür aber den Trunkenheitsgrad des Matrosen erhöhen, sobald ein Grog "getrunken", ausgespielt wird. Der Tunkenheitsgrad wird mit Hilfe der Matrosen-Karte angezeigt, sie wird von ihrer "Nüchtern-Seite" auf die "Betrunken-Seite" gedreht und kann dort dann 4 Trunkenheitsgrade anzeigen. Nüchtern kann ein Matrose nur werden, wenn er einen Kaffee-Marker ausspielt!
    (Anzumerken wäre noch, dass in einem Raum mit niedrigem Wasserstand alle Aktionen, bis auf die "Wasser-abpumpen-Aktion" und die "Warten-Aktion" 2 Min. zusätzlich kosten. In einem Raum mit Feuer-Marker ist nur die "Feuerlöschen-Aktion" möglich!)

    3. Ohnmachtsprobe
    Eine Ohnmachtsprobe muss nur abgelegt werden, wenn der Matrose in seinem Spielzug einen, oder mehrere, Grog-Marker benutzt hat. Hierbei schaut der Spieler auf seiner Matrosenkarte den Trunkenheitsgrad nach (1-4) und deckt dann die oberste Karte des Ereigniskartenstapels auf. Ist die Zahl in der rechten unteren Ecke auf der Karte dabei größer als der Trunkenheitsgrad, passiert nichts, ist sie kleiner oder gleich, fällt der Matrose in Ohnmacht. Die Spielfigur wird umgekippt und der Geisterzeit-Marker wandert 10 Minuten weiter auf der Zeitleiste

    4. Aktualisierung
    Abschließend holt der Zeit-Marker des Spielers zum Geisterzeit-Marker auf!
    Der Spieler nimmt jetzt den Zeit-Marker in der passenden Farbe seiner Spielfigur und führt ihn die Zeitleiste entlang in Richtung Geisterzeit-Marker. Hierbei durchfährt er zwangsweise "Zeit"-Felder, die ihn dazu auffordern eine Ereigniskarte zu ziehen und auszuführen! Auf diese Weise passieren schlimme Dinge im U-Boot, die er selbst oder eben seine Mitspieler versuchen müssen zu beheben. So kann z.B. ein Feuer in einem zufälligen Raum (Würfelwurf) ausbrechen, oder Wasser irgendwo einbrechen. Oder das U-Boot taucht plötzlich unkontrolliert ab und zwingt den Spieler den Katastrophenleisten-Spielstein auf der "Überdruckleiste" um 1 oder sogar 2 Felder weiter zu bewegen. Dann sollte sich schnell jemand zum Maschinenraum begeben um dort eine Reparatur an den Maschinen vorzunehmen, damit man den Katastrophenleisten-Spielstein wieder zurückbewegen kann. Sollte nämlich an irgend einem Punkt im Spiel einer der 3 Katastrophenleisten-Spielsteine das Ende seiner Katastrophenleiste erreichen, haben die Spieler verloren!

    Die Katastrophen-Leisten:

    Jedes Mal wenn im U-Boot ein Feuer ausbricht, wird der Katastrophenleisten-Spielstein der "Ersticken-Leiste" weiter bewegt. Die Matrosen können den Stein zurücksetzen wenn ihnen eine "Sauerstoffpumpen-reparieren-Aktion" gelingt!
    Wenn Die Ereigniskarte "Reaktorüberhitzung" während der Aktualisierungsphase gezogen wird, wird der Katastrophenleisten-Spielstein der "Hitze-Leiste" weiter bewegt. Die Matrosen können den Stein zurücksetzen indem ihnen eine "Reaktor-reparieren-Aktion" gelingt.
    Wann und wie der Spielstein auf der "überdruck-Leiste" bewegt wird, wurde weiter oben schon beschrieben.

    Zusätzlich gibt es einige ganz fiese Ereigniskarten, die die Spieler dazu auffordern einen bestimmten "Gefahr-Marker" auf der Zeitleiste zu platzieren. Dieser wird von der Stelle aus, von welcher die Karte ins Spiel kommt, 10 Minuten weiter auf der Zeitleiste platziert. (Bsp.: Während der Aktualisierungsphase passiert der Zeit-Marker des Spielers auch Ereigniskartenfelder, bei jedem Ereigniskartenfeld muss der Spieler stehen bleiben und eine Ereigniskarte aufdecken, von diesem Feld aus, würde dann ein eventueller Gefahren-Marker 10 Min. weiter auf der Zeitleiste platziert.) Die angezeigte Gefahr, z.B. "Raketenstart" muss verhindert werden, bevor alle Spieler diesen Gefahr-Marker auf der Zeitleiste mit ihren Zeit-Markern passiert haben! Der Raketenstart kann durch eine erfolgreiche Reparatur-Aktion in dem Raum der Raktenabschusskontrolle verhindert werden. Schaffen die Spieler es nicht, verlieren sie das Spiel sofort. (Es können nur Spieler, die den Gefahr-Marker mit ihrem Zeitmarker noch nicht passiert haben, versuchen diese Gefahr zu bannen)

    Hat man alle Phasen abgeschlossen, schaut man nach, welcher Spieler auf der Zeitleiste am weitesten zurück liegt. Dieser Spieler ist dann als nächstes am Zug. Es kann somit durchaus vorkommen, dass ein Spieler mehrmals hintereinander am Zug ist.

    Zum Schluss nochmal ganz kurz:

    Die Spieler verlieren das Spiel sofort wenn
    - an irgend einem Punkt im Spiel einer der Katastrophenleisten-Steine das Ende einer Katastrophenleiste erreicht.
    - sie es nicht schaffen die Gefahr eines "Gefahren-Markers" zu bannen, bevor alle Zeit-Marker den Gefahren-Marker auf der Zeitleiste überholt haben.
    - alle Matrosen gestorben sind.

    Die Spieler gewinnen das Spiel wenn
    - alle "Zeit-Marker" das letzte Zeitleistenfeld erreicht haben.

    === Fazit ===

    Tja nun,... leider, leider verfehlt "Roter November" ganz knapp die Höchstbewertung.
    Ich spiele es wirklich gerne, die lustige, originelle Aufmachung und Thematik erheitern eine Spielerunde,... allerdings erst nachdem man die ganze Sache mit der "Zeitaufwendung" mal geschnallt hat!
    Zeit-Marker,... Geister-Zeitmarker,... Raum betreten kostet keine Zeit, solange er nicht überflutet ist,... in einem überfluteten Raum dauern alle Aktionen länger,... da sind meiner Meinung nach jüngere Mitspieler erst einmal überfordert.
    "Roter November" ist eines der Spiele, wo vorallem Gelegenheitsspieler öfters die Anleitung durchblättern müssen. Ein Inhaltsverzeichnis sucht man in dieser übrigens vergebens. Immerhin gibt es 2 Zusammenfassungskarten die diesen Malus wieder wett machen.

    Hat man die Spielmechanik aber dann erstmal verstanden, stünde einem ungetrübten Spielgenuß nichts mehr im Wege, wenn da nicht eins noch wäre,... das Spielbrett!!!
    Wie ich oben schon kurz erwähnt hatte,... es ist erstaunlich, wie das ganze Material in solch eine kleine Box passt!
    Leute mit chronischem Platzmangel im Spieleregal freuen sich zunächst... und dann kommt die erste Spielpartie mit 6+ Spielern!
    Ich meine,... ok,... in einem U-Boot ist es eben eng, aber musste das Spielbrett denn wirklich so... klein sein (35,5 x 18 cm)??
    während man mit bis zu 4-5 Spielern noch ganz gut mit den "Räumlichkeiten" auskommt, beginnt es ab 6 Spielern, vorallem wenn noch schön viele "Luke-blockiert-Marker", Feuer-Marker und Überflutungs-Marker auf dem Spielbrett liegen, immer unübersichtlicher zu werden. Marker verrutschen weil die Gnome ohne Rücksicht auf Verluste durchs Boot wuseln...
    Die Zeit-Marker werden so oder so nicht auf das Spielbrett gelegt sondern direkt daneben, also neben das Spielbrett... geht ganz gut,... dennoch ist diese Platzmangelgeschichte mein Hauptgrund für den einen Punkt Abzug!

    Ansonsten ist das Spiel wirklich toll und ich empfehle es vor allen denen, die kooperative Spiele lieben.

    Im Regelheft findet man ein paar Variationen um das Spiel anzupassen. So lässt es sich z.B. auch ohne weiteres zu zweit spielen, wenn man pro Spieler 2 Gnome kontrolliert. Die Regelergänzung "Weniger tödlicher Tod" ;) macht die Matrosen-Gnome quasi unsterblich, würde ein Matrose sterben gibt er stattdessen einfach alle Gegenstands-Marker ab, nimmt seine Matrosen Figur vom Spielbrett, würfelt mit dem Würfel und bestimmt so einen Raum indem sein neuer Gnom auftaucht, allerdings ohne irgendwelche Gegenstände im Gepäck zu haben.

    Wer ein noch fieseres Spiel wünscht und auch nicht ganz so sehr auf Kooperation setzt, kann mit der "Durchgeknallte Gnome" Regelvariation spielen. Hierbei kann man, sofern der Gnom eine "Brechstange" mit sich rumschleppt einen anderen Gnom erschlagen und ihm somit seine Gegenstandsmarker klauen!...

    Auch wenn die Spielbrettgröße, bei mehreren Spielern eher schlecht als recht ist, muss man der, ich nenns mal minimalistischen Aufmachung noch etwas positives zusprechen ->
    "Roter November" ist ein perfektes Spiel für den Urlaub,... es passt in jede Reisetasche!

    Das Spiel macht spaß und kann fesseln, auch ohne Grog! :)
    Viel Spaß beim Spielen.

    Gruß!
    Sascha

    Sascha hat Roter November Revised klassifiziert. (ansehen)
  • Oliver P. schrieb am 10.10.2010:
    Ein Spiel mit Tiefgang.
    Immer wieder wird man von neuen Katastrophen überrascht und muß sich und die Mitspieler neu organisieren.... Sehr kommunikativ und jedesmal anders.
    Oliver hat Roter November Revised klassifiziert. (ansehen)
  • Björn T. schrieb am 14.07.2010:
    Roter November ist ein sehr spannendes, witziges und unterhaltsames Spiel. Jeder Spieler versucht als Gnom-Matrose die absolute Zerstörung des U-Bootes "Roter November" zu verhindern. Doch kaum hat man sich dem ersten Problem angenommen, ereignen sich eine ganze Reihe anderer Probleme. Anfänglich scheint alles noch überschaubar zu sein, doch im weiteren Spielverlauf nimmt die Katastrophe immer weiter seinen Lauf und wenn erst einmal Teile des U-Bootes komplett abgeschnitten sind, ist die Katastrophe nicht mehr zu verhindern. Dann bleibt nur noch eines: Die Mitspieler im Stich lassen und seine eigene Haut retten.

    Mir hat das Spiel sehr gut gefallen. Ein temporeiches Spiel, in dem die Kommunikation der Spieler aber zum Glück nicht verloren geht, weil sich jeder z.B. auf seinen Spielzug konzentrieren muss. Und wenn die Würfelwürfe der Mitspieler "in die Hose gehen" kommt man plötzlich selber ins Schwitzen. Zum Glück gibt es ja noch die Sonderregel "Der nicht ganz so tödliche Tod", denn sonst würden schnell einige Spieler aus dem Spiel ausscheiden, was gerade bei einer Spielerunde von 6 oder mehr Spielern bestimmt auf die Stimmung drücken würde.

    Ich gebe allerdings keine 6 Punkte für das Spiel, weil ich zwei Kleinigkeiten bemängeln möchte:

    1) Das Spielbrett ist super klein und die Figuren aus einfachem Plastik. Das macht den Preis des Spieles zwar super, allerdings ist es häufig ein ganz schönes Gehampel und Gefummel um die nötigen Spielfiguren und Spielsteine zu setzen.
    2) Das einfach Würfeln mit einem W10 zum Beheben von Problemen ist sehr simpel. Vielleicht hätte da ein anderes Würfelsystem mit mehreren Würfeln für mehr Spannung gesorgt.

    Dennoch: Ein schönes Spiel, gerade für Spielrunden von 6-8 Spielern. Und bei dem Preis kann man nur sagen: zuschlagen!
  • Robert J. schrieb am 29.03.2010:
    sehr lustiges, kooperatives U-Boot retten.
    Robert hat Roter November Revised klassifiziert. (ansehen)
  • Daniel Z. schrieb am 28.12.2011:
    Fazit:
    Roter November wurde mir in der SO-Community empfohlen, als ich auf der Suche nach einem kooperativen Spiel für Weihnachten zusammen mit der Familie war, und ich wurde nicht enttäuscht. Wenn ich dann nicht Pandemie geschenkt bekommen hätte wäre es wohl noch häufiger auf den Tisch gekommen, aber gegen Pandemie kam es dann nicht an. Dieser Umstand entschied, dann auch meinen Zwiespalt zwischen einer 4 und einer 5 zu Gunsten einer guten 4. Heißt, es wird mit Sicherheit noch ab und zu auf den Tisch kommen, denn schlecht ist es nicht!

    + bis zu 8 Spieler
    + schöner Minutenmechanismus
    + unverbrauchtes, lustiges Setting
    + viele Möglichkeiten den Schwierigkeitsgrad anzupassen
    + schöner Mechanismus selbst die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Aktion bestimmen zu können auf Kosten der investierten Zeit
    o Probleme mit der Größe des Spielbrettes in der Revised Version behoben
    - oft gibt es nicht viele sinnvolle Aktionsmöglichkeiten, d.h. es fehlt oft wirkliche Freiheit oder taktische Tiefe
    - die Interaktion zwischen den Gnomen (nicht den Spielern!) könnte höher sein
    - startet wie viele Kooperationspiele etwas schleppend

    Hier mein Bewertungsschlüssel:

    6 : Absolutes Topspiel. Hier passt alles, muss man haben!
    5 : Super Spiel, welches ich immer wieder gerne spiele. Auch hier klare Kaufempfehlung.
    4 : Gutes Spiel, welches man gerne ab und zu auf den Tisch bringen kann.
    3 : Ok, aber mit Schwächen.
    2 : Liegen lassen!
    1 : Nach dem Anfassen Hände waschen!
    Daniel hat Roter November Revised klassifiziert. (ansehen)
  • Stefan R. schrieb am 29.01.2009:
    Für mich ist "Roter November" ein nettes Spiel für zwischendurch. Dies ist eines dieser Spiele, wobei die Spieler gegen das Spiel spielen.
    Die Spieler (3-8) versuchen ihr dem Untergang geweihten U-Boot so lange Instand zu halten bis Rettung naht und die gnomische Besatzung rettet. Für jeden Gnom läuft die verbleibende Zeit durch Aktionen herunter. Das Spiel ist gewonnen, wenn alle Minutenanzeiger 0 erreicht haben. Sollte das U-Boot vorher den Geist aufgeben haben, die Spieler gemeinsam verloren. (Mit einer kleinen Ausnahme - gemeine Sache, ohne mehr zu verraten.)
    Die Schwierigkeit des Spiel kann leicht durch Herausnahme von (den negativen)Ereigniskarten verändert werden.
    Die Schachtel ist sehr klein und kann leicht mitgenommen werden.
    Für mich eine klare Empfehlung für einen Spieleabend unter Freunden, vor allem da man gemeinsam versucht zu gewinnen und nicht gegeneinander spielt.
  • Martina K. schrieb am 11.04.2012:
    Ich habe das Spiel als Leihspiel zur Verfügung gehabt und mittlerweile einmal in der Soloversion getestet. Auf die Regeln wurde hier schon ausführlich eingegangen, daher hier nur meine erste Einschätzung.
    Ich wollte das Spiel schon länger testen, da es ein Koop-Spiel für eine größere Spieleranzahl ist, es gleichzeitig aber auch Solopartien ermöglicht und der Zeitmechanismus interessant klang.

    Ich habe mein Testspiel ohne größere Schwierigkeiten gewonnen - kann natürlich auch Glück gewesen sein, dass Gefahren wie Feuer/ Hochwasser günstig im Stapel lagen. Leider hat das aber auch nicht für das Spiel gesprochen - ich mag Koop-Spiele, die mich mehr herausfordern und einen guten Spannungsbogen besitzen (einer meiner Top-Favoriten ist hier Space Alert mit Erweiterung). Diese Erwartung konnte Roter November Revised für mich nicht erfüllen.

    Insgesamt also ein nettes Spiel, das ich auch nochmal mitspielen würde, aber für mich persönlich kein Highlight unter den Koop-Spielen. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Punkten und entscheide mich vorläufig mal für 4, da es eine Rezi nach bisher einem Spiel ist.
    Martina hat Roter November Revised klassifiziert. (ansehen)
  • Jörg K. schrieb am 08.05.2010:
    Kooperatives Spiel im U-Boot. Komplexe Regeln die man 2-3 x lesen muss. Gerade mit vielen Spielern interessant!
    Jörg hat Roter November Revised klassifiziert. (ansehen)
  • Peter B. schrieb am 04.05.2009:
    Roter November ist ein wunderbares Kooperationsspiel, das durch die „Echtzeit“ im Zugsystem regelrechte Hektik aufkommen lässt. Man kommt nicht nacheinander dran, sondern benötigt für jede Aktion eine bestimmte Zeit, während der dann die Kollegen agieren. Lustige Idee, liebevoll ausgestattet und mit Details versehen ist es ein Spiel das wirklich Spaß macht und auch mit wenigen Mitspielern gut funktioniert.

    Für ein kooperatives Klamauk-Spiel ist aber die Dauer von (wenigstens) einer Stunde zu lang. Die Plastikgnome taugen gar nichts und wurden bei uns durch Holzpöppel ersetzt (die ohnehin gnomischer wirken als die langbeinigen Matrosen).


    Dennoch ein sehr schönes Mini-Spiel für Zwischendurch.
  • André G. schrieb am 23.12.2011:
    Ein sehr schönes kooperatives Spiel. Da es schon gut beschrieben wurde, hier nur meine Liste von Plus- und Minuspunkten:

    + für 1-8 Spieler
    + innovativer Zeitablauf-Mechanismus
    + variabler Schwierigkeitsgrad
    + humorvolle Gestalltung
    + relative kurze Spieldauer

    - Möglichkeit, dss ein Spieler vorzeitig ausscheidet
    - Spielbrett knnte ewas größer sein
    André hat Roter November Revised klassifiziert. (ansehen)
  • Martin O. schrieb am 10.10.2010:
    Ein kooperatives, kommunikatives Spiel gegen die Zeit. Auch zu siebt und zu acht spielbar !!!
    Martin hat Roter November Revised klassifiziert. (ansehen)
  • Eleonore O. schrieb am 11.02.2009:
    Der rote November ist ein witziges Kooperationsspiel. Gnome versuchen eine Stunde in einem U-Boot zu überleben, wobei andauernd neue Katastrophen passieren (Feuer,Überschwemmung,Druckabfall,Raketenstart,kaputte Maschine,verklemmte Luken...). Durch Werkzeuge und/oder Zeiteinsatz bis zu 10 Minuten kann ein Gnom versuchen eine Katastrophe zu reparieren. In manchen Fällen muß sich der Gnom mit Grog Mut antrinken, um einen Raum zu betreten. Kommentar eines Mitspielers: Wenn die Gnome das UBoot nur mit Grog ertragen, dann ertrage ich das Spiel nur mit Rotwein. Es ist ganz witzig, man hat immer gut zu tun und es war eine lustige Runde. Es gibt einen Kritikpunkt: ein Mitspieler kann sterben und ist dann aus dem Spiel und dafür muß er dann eventuell lange warten, bis die anderen entweder gerettet werden oder auch gestorben sind.
  • Uwe E. schrieb am 13.02.2012:
    Die Icons auf den Karten (oder fehlten mir die schlicht!?) hätten eindeutiger sein können. Wenn die Karte sagt, die Temparatur steigt, dann muss man erstmal wieder übersetzen, welche Anzeigeleiste das noch gleich war. Hier kam die Idee auf die Karten mit kleinen farbig passenden Punkten zu markieren.
    In der ersten Partie waren alle im Ziel und der letzte Gnom musste noch eine Prüfung bestehen, tat dies auf den Punkt, wankte mit letzter Kraft ins Ziel. Jetzt mussten noch zwei Ereigniskarten aufgedeckt werden. Bloß nicht Hitze. Erste Karte: Hitze. Zweite Karte: Hitze. Alle stehen bei 60 Minuten und die Roter November explodiert.
    Ein Herzschlagfinale!
    Nachtrag: Die dritte Karte war auch wieder Hitze.

    Kurz: Wenn man sich darauf einläßt ein witziges (nicht ganz einfach zu bestehendes) Spiel. Mit "Tod light" und der Hausvariante "Leid light" auch für jüngere Spieler geeignet.
    Uwe hat Roter November Revised klassifiziert. (ansehen)
  • Dr. Dany K. schrieb am 09.01.2012:
    Zum Spielablauf und den diversen Mechanismen moechte ich hier nichts mehr schreiben, das wurde schon genuegend von den anderen Rezensenten gemacht. Ich moechte viel mehr von meinen Erfahrungen mit dem Spiel berichten. Vorab jedoch einmal: wer von kooperativen Spielen wie z. B. auch Pandemie eines ist, nichts haelt, fuer den ist roter November sicherlich nicht geeignet. Das Spiel lebt davon, sich mit seinen Mitspielern abzusprechen und gemeinsam weitere Schritte zu planen, wie man am besten das an alle Ecken und Enden kaputt gehende U-Boot zumindest soweit wieder zusammenflickt, dass man virtuelle 60 min irgendwie ueberlebt.

    Ich habe das Spiel inzwischen in verschieden grossen Spielrunden gespielt und es hat sich gezeigt, dass das Spiel sehr viel Spass macht mit 3 und 4 Personen, aber ab 5 Personen wird der Spielspass doch allmaehlich weniger. Das liegt daran dass zu schnell etwas kaputt geht, bevor man gezielt reagieren kann. Moechte man reagieren und ist vielleicht gerade derjenige der Unheil abwenden kann aber nur unter Einsatz von viel Spielzeit, so zieht man bald Schimmel bis man wieder dran ist. Vielleicht ist Fortuna gar nicht hold und es passiert ausgerechnet dann noch was in dem Raum wo der Gnom steht, so dass man dann auch gleich nach endlosem sinnlosen Wartens gleich auch noch aus dem Spiel raus ist. So ist es mehrfach in groesseren Runden passiert.

    Die Variante, dass man dann "wiederaufersteht" daempft die Langeweile dann etwas aber "Spass" macht das nicht wirklich. Das ist im Spiel zu 3. oder 4. anders. Da kann man meistens doch relativ gut noch agieren und reagieren, kommt verhaeltnismaessig zuegig wieder dran und das U-Boot faellt einem nicht direkt unter dem Hintern auseinander.

    Wir haben alle Partien in der "Kuschelvariante" gespielt, soll heissen, jeder kann die Karten und Ausruestung der anderen sehen. Keiner hatte irgendwie Lust die "Hardcore"-Variante zu spielen, wo man sich gegenseitig mit einer Brechstange kalt machen kann um einem vorzeitigen Untergehen zu entkommen, durch den dann vielleicht ergatterten Tauchanzug.

    Wenn man das Spiel nicht ernst nimmt und eher "locker" sieht ("Warum muessen Gnome ein U-Boot retten?" ist da nicht gerade die richtige Frage ;o) ) macht das Spiel in einer kleineren Runde richtig Laune. Man lacht sich schlapp, plant wie ein Weltmeister, ist vielleicht gluecklich dass man gerade ein so schlimmes Unheil in letzter Sekunde abwenden konnte und prompt krachts vielleicht genau am anderen Eck des U-Boots erneut. Wer solche Spiele mag, fuer den ist roter November absolut richtig! Wer lieber wie ein Schachspieler alles bis aufs i-Tuepfelchen durchplant und 30 min in einer Totenstarre versinkt bis der Zug im Kopf durchgeplant ist, der sollte die Finger von dem Spiel lassen. Das Spiel lebt von der Lebendigkeit der Mitspieler, dem Spass daran die Hoffnung nicht aufzugeben, vielleicht dem Chaos doch noch Herr zu werden und am Ende dann doch herzhaft lachen zu koennen, wenn einem die Blechschuessel entgegen aller Anstrengungen dann doch einfach abgesoffen ist.

    6 Punkte gibts dennoch nicht, auch wenn es ein gutes Spiel ist, weil das Preis-Leistungsverhaeltnis nicht ganz stimmt und u.U. die Regeln an manchen Stellen etwas "unuebersichtlich" sind, auch wenn sie sich gut lesen lassen. Das Feuer ist etwas zu maechtig und einige Dinge sind in den Regeln auch nach mehrfachem Lesen nicht 100 %ig klar.

    Dr. Dany hat Roter November Revised klassifiziert. (ansehen)
  • Christian P. schrieb am 27.04.2010:
    zusammen ein u-boot retten, aber naja

Eine eigene Bewertung für Roter November Revised schreiben.

Roter November Revised kaufen:


nur 23,49
inkl. MwSt.. Außerhalb Deutschlands zzgl. Versandkosten
versandkostenfrei in Deutschland

auf Lager
(Achtung: Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet.)

So geht´s weiter:


Weiter stöbern
Zur vorherigen Seite
Zur Startseite
Hilfe
Kontakt: Servicehotline: +49 (0) 180 50 55 77 5
(0,14 €*/min aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunktarife max. 0,42 €*/min)
Bitte beachten Sie hierzu unsere Verbraucherinformationen zu entgeltlichen Mehrwertdiensten.*inkl. MwSt.
Startseite   Sitemap   Hilfe   Impressum/Kontakt   AGB & Kundeninfo   Widerrufsbelehrung   Datenschutz   Batterieentsorgung   Partnerprogramm   Pressebereich
Roter November Revised
Preis: 23,49
inkl. MwSt., Versandkosten
auf Lager
Gesellschaftsspiele und Kartenspiele
0 180 50 55 77 5
Mo.-Fr. 10:00-18:00 Uhr
(0,14€/min, bei Mobilfunk max. 0,42€/min)
deutschlandweit
versandkostenfrei
(15€ Mindestbestellwert)
Suche: