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  • Kai-Uwe B. schrieb am 01.11.2010:
    Quest - Angriff der Orks
    Eigentlich ist es ja schon fast ein pen&paper-Rollenspiel.

    Ähnlich HeroQuest oder Descent müssen sich die Spieler entscheiden, wer der Spielleiter ist. Dieser trägt dann aus dem Questbuch die aufeinander aufbauenden Geschichten incl. aller Wendungen, Kämpfe,... usw. vor.

    Und damit hören die Ähnlichkeiten auch schon auf.

    Denn was Pegasus hier in die Box gesteckt hat, ist vom Feinsten.
    Neben einer sehr sehr guten Anleitung (die beste, die ich je zu einem Rollenspiel in der Hand hielt), dient das erste Abenteuer für alle Beteiligten gleich als Regeleinstieg und Kennlernspiel.

    Vorbei die stundenlange Vor- und Zurückblätterei im Regelwust. Einfach drauf losspielen, viele Fragen klären sich im ersten Abenteuer.
    Sowas kennt man sonst nur von Tutorials in PC-Spielen ... sehr gut gemacht!!!

    Die Charakterbögen sind äußerst stabil und abwischbar.
    Nicht weil einem bei den Kämpfen oft die Tränen kommen können ... NEIN ... weil man mit einem nicht-permanenten Folienstift einfach Werte-Kästchen darauf ankreuzt und bei Änderungen einfach Kreuze wegwischt.
    Vorbei sind die Zeiten tausender Pappmarker in hunderten von Brottüten oder Gefrierbeuteln, aufbewahrt in riesigen Kartons.

    Hier braucht es nur einen schönen Charakterbogen je Spieler, Karten für Ausrüstung, Questgegenstände, Orte, Gegener, Magie- und Kampfgaben, eine echte ausfaltbare Weltkarte (in diesem Fall eine Karte der Insel, auf welcher die Abenteuer spielen) und einige wenige Hindernismarker für Bäume, Häuser, Wasser,... für den Kampfablauf.

    Charaktere und Gegner / Monster sind schön gemalte stabile Pappfiguren in Plastiksockeln, wie schon in "Rückkehr der Helden" verwandt.

    Der Rest spielt sich in den Köpfen der Spieler ab.
    Habe ich mich entschieden, meinen Abend in der Taverne zu verbringen, kann ich dort z. B. durchaus in eine Schlägerei mit verwickelt werden. Sollte ich mitmischen, werden, ganz pen&paper, Geschicklichkeitsproben mit 1-2 10-seitigen Würfeln erforderlich.

    Quest-bezogene wichtige Kämpfe finden ohne Spielbrett einfach auf dem Tisch statt.
    Der Spielleiter übernimmt hierfür nach Augenmaß aus dem jeweiligen Übersichtsbild im Questbuch die Aufstellung der Helden und Gegnerfiguren vor, verteilt ggfs. entsprechend Bäume, Häuser, Hindernisse, usw... und schon wird aus dem Rollenspiel ein tabletop-Erlebnis :)
    Sichtlinien und der geniale Einsatz von Kartenlängen bestimmen den Kampf, der dann durch Würfeln und Hinzurechnen von Attributen /Gegenstandswerten ausgewertet wird.
    Das mit den "Kartenlängen" sei hier noch kurz erklärt:
    Wo ein Spielbrett, also ein Bodenraster, fehlt, muss eine andere Lösung zur Abstandsermittlung her. Also haben alle entsprechenden Karten einen unterschiedlich langen farbigen Balken an ihrer Längsseite, welcher den hierfür vorgesehenen Wirkungsbereich angibt.
    Kann meine Magierin zum Beispiel einen Zauber auf doppelte Kartenlänge wirken, steht neben dem Kartenrand eine "x2".
    Bei Flächenzauber wirkt die komplette Kartenfläche.
    Alle damit überdeckten oder berührten Gegner erleiden Schaden.

    Einfach genial gelöst :)

    Die 1-4 Helden erleben also echte Abenteuer, müssen viele Entscheidungen treffen und laufen mitunter auch mal in die falsche Richtung.
    Das Abenteuer wird aber nie unfair, oder unlösbar.

    Ideal, wenn auch jüngere Abenteuerer dabei sind.
    Der 10-jährige Sohn einer Bekannten ist Feuer und Flamme für dieses Spiel.

    Gut, ein wenig Entertainment-Begeisterung beim Spieleleiter sollte schon vorhanden sein. Wer die Abenteuer runterliest, wie eine Einkaufsliste, kann wohl kaum auf einen gelungenen Spieleabend hoffen.

    Fazit:
    Echtes pen&paper feeling
    Eigene Geschichten (oder die der anderen) via Internetseite up-/downloadbar (somit geht es immer weiter)
    Sehr schönes Spielmaterial
    Questbuch, welches für den Spielleiter alle mögliche Unterstützung bietet
    Auch zu zweit ideal spielbar, weil die Gegneranzahl/-attribute analog zur Heldenanzahl berechnet werden.
    Kai-Uwe hat Quest - Angriff der Orks klassifiziert. (ansehen)
  • Christoph S. schrieb am 14.11.2010:
    "Quest - Angriff" der Orks ist eine Mischung aus Pen&Paper Fantasy Rollenspiel und Tabletop, dass durch seine simplen aber gut durchdachten Strukturen gerade Anfängern des Rollenspiels ein schönen und leichten Einstieg ermöglicht. Aber auch alteingesessene Helden kommen hier auf ihre Kosten.

    In der Box enthalten sind 4 Helden (Zwergenkrieger/Elfenwaldläuferin/Echsenschamane/
    Zauberin) inklusive abwischbarem Charakterbogen, diverse Pappaufsteller für Helden und Gegner sowie einige Geländeteile für die Kämpfe (Pappplättchen)
    Ebenfalls gehört zum Spiel eine Reisekarte auf der der Spielleiter diverse Ortskarten auslegen kann, die für das Abenteuer relevant sind. Pappmünzen die den Spielern als Währung dienen und ein Haufen an Ausrüstungs- und Ereigniskarten.
    Zudem gibt es neben dem Regelbuch ein Abenteuerbuch in dem 5 vorgefertigte Abenteuer enthalten sind.
    Ein Nicht-permanenter Stift liegt ebenfalls bei um z.B. Lebenspunktverluste oder Fähigkeitenverbesserungen sowohl auf den laminierten Charakter- als auch den Questmeisterbögen einzutragen

    Die Handlungsfreiheit der Spieler während der Abenteuer wird durch ein MultipleChoice ähnliches Verfahren begrenzt um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten, allerdings werden die Möglichkeiten im Verlauf der Abenteuer wesentlich erhöht und komplexer, so dass die Spieler mit der Zeit mehr und schwerwiegendere Entscheidungen treffen müssen.

    Für Kampfhandlungen baut der Spielmeister mit Hilfe der Geländemarker ein Schlachtfeld auf in dem die Pappaufsteller der Helden und Gegner sich mit Hilfe von Masstäben, die sich auf den Kartenrändern ihrer Charakterkarten befinden, bewegen und einander mittels eines simplen Kampfsystems bekämpfen.
    Dabei kommen sowohl Nah- als auch Fernkampfwaffen und Zauber zum Einsatz.

    Nach bestandenem Abenteuer können die Helden ihre Charaktere weiterhin behalten und sich für das nächste Abenteuer wappnen.

    Natürlich können erfahren Spielleiter sich neue Abenteuer ausdenken falls sich die Helden durch die vorhanden 5 gekämpft haben und nach mehr verlangen. Schön finde ich hierbei, dass der Questmeister auch für seine Arbeit belohnt wird, indem er pro 5 geleiteter Abenteuer eine zusätzliche Ereigniskarte für die Abenteuer bekommt.
    Ähnlich wie Spielleiter im P&P kann er so zusätzlich Einfluss auf den Spielverlauf nehmen und es den Helden leichter oder schwerer machen.
    Natürlich können Leiter mit Rollenspielerfahrung auch auch diese Ereignisse verzichten und ihre eigene Fantasie einfliessen lassen, aber für Einsteiger ist es so perfekt gelöst.

    "Quest - Angriff der Orks" ist ein durchweg gelungenes Rollenspielabenteuer für 2-5 Spieler ab 10 Jahren, dass mit jeder Menge schön gestaltetem und Qualitativ hochwertigem Spielmaterial aufwartet und leicht zu erlernen und mit etwas Fantasie einfach zu erweitern ist.

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  • Matthias H. schrieb am 18.11.2010:
    Ich kann mich den vorherigen Rezensionen nur anschließen: Das Spiel ist sehr liebevoll gestaltet und gut spielbar ... Die Spielregeln sind sehr idiotensicher verfasst, man kann sofort leicht einsteigen!
    Sehr schön finde ich auch, dass Pegasus nun zusätzliches Material zum download (kostenlos!) anbietet.
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  • Antonius H. schrieb am 18.12.2011:
    Wir haben nun das 3. Abenteuer überstanden. Und das Fieber steigt. Wir - das sind meine 11jährige Tochter und ich, ihr 60jähriger rollenspielbegeisterter Vater. Leider haben wir zur Zeit keine weiteren Spielpartner, so dass die Abenteuer alle im 1:1-Modus laufen. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch. Die Regeln sind so gut geschrieben, der Ablauf ist so transparent, dass schon nach wenigen Spielen, spätestens nach dem 2. Abenteuer kaum noch nachgeschlagen werden muss. Die durchgängige Story, die phantasiereichen Zwischenfälle, die spannenden Beutestücke - das alles macht den Einstieg ins Rollenspiel leicht. Vivi ist von einer vorsichtigen Ausprobiererin im ersten Spiel blitzschnell zur leidenschaftlichen Rollenspielerin geworden.
    Von mir gibt es die vollen 6 Punkte für dieses spannende Spiel. Schade, dass nur 5 Abenteuer beiliegen, aber es gibt ja auch schon den ersten Abenteuerband dazu, und die Erweiterung lässt auch schon grüßen.
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  • Charley D. *. schrieb am 25.10.2011:
    Ich liebe Brettspiele, bin jedoch bisher noch nicht wirklich auf den Zug der Rollenspieler aufgesprungen und meine Freundin dachte, dass dies ein Spiel für Nicht/oder angehende Rollenspieler sein könnte, die mal so ein wenig gucken möchten, wie das so ist - ich fand es richtig gut!
    Man sucht sich zu Beginn einen Charakter aus und der Spielleiter führt einen in den plot ein. Schnell ist Zeit und Raum vergessen und jetzt freue ich mich schon auf die nächste Runde...
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  • Jürgen G. schrieb am 23.11.2011:
    Ja hallo again,
    kurz vorne weg: Für erfahrene Rollenspieler ein Lacher / für Leute denen komplexe Rollenspiele zu nerfig oder zu undurchsichtig sind ist Quest eine Möglichekeit in die Welt der Rollenspieler zu Schlüpfen. Schön auch das man die Abenteuer mit mehreren Spielen kann oder auch nur zu 2. Auch wenn dann einer das Spiel leitet und der andere Spieler eben den Helden spielt.
    Wir hatten bei den letzten 6 male immer eine 4er oder 5 er Gruppe ( ich als Spielleiter ), da mir die Story bereits Vertraut war. Das es zu beginn etwas träge war ist wohl klar bei jedem der einmal ein Rollenspiel gespielt hat ist es immer ein Schritt wo man min. 1 Tutorial durchläuft um quasi alles einmal durchzuhaben was im Spiel so kommt. Ist diese Hürde durch geht das Spielen recht schön vorran, je nachdem, wie die Spieler ihre Charaktere spielen. Anmerkung von mir da das eine Anlehnung an ein Pan and Paper Spiel ist, sollte man Dinge die in fast jeder Runde gestört haben verändern ( damit der Spielverlauf verbessert und das Spiel aufgewertet wird ) .
    Die Spielmechanik ist nicht 100 % aber ausreichend um unterhalten zu werden. Zudem ist es mit den Abendteuern ja auch nett einmal zu sehen was für ein Chaos nicht Rollenspieler mal anrichten, oder wie gut manche sind. Als Spielleiter muß man Neutral bleiben. Ein sehr großer Pluspunkt ist die Möglichkeit neue Quests sich auszudenken - was man wohl auch tun wird, da ja die gleichen Quest mit den gleichen Spielern langweilig würden nachdem alle Möglichkeiten durch wären.
    Mit der Erweiterung wird das Spiel noch einen Ticken besser und man sollte einfach nette Leute haben um das Spiel gut zu geniesen.
    Für Rollenspiel Anfänger und für Leute die Hineinschnuppern wollen ohne xx Seiten Regelbuch auswendig zu lernen ist es auf jeden Fall eine Empfehlung. Anmerkung: Wie jedes Spiel ist auch hier immer das Problem das man manche Spielmechaniken mag, andere nicht. Eine 6 Für den Versuch ein Rollenspiel auf den Tisch zu bringen für Anfänger und mal Reingucker.
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  • Lukas F. schrieb am 06.03.2012:
    Quest ist einer meiner persönlichen Lieblingsspiele mit vielen Möglichkeiten, Hindernissen und auch einige wenige Rätsel.

    Leider ist das Spiel nur wirklich richtig gut wie der Overlord die Geschichte erzählt.
  • Sebastian H. schrieb am 26.12.2011:
    Quest bietet einen tollen Einstieg in die Welt der Rollenspiele. Leichte Regeln und die mitgelieferten Quests lassen einen im Prinzip sofort loslegen. Kein stundenlanges Charaktereerschaffen, kein wochenlanges Abenteuerschreiben. Außerdem kann man mit ein wenig Phantasie die Regeln dazu verwenden ein eigenes kleines Rollenspiel in einer selbst entworfenen Welt zu erschaffen.
    Das große große WTF kommt aber dann beim Spielen der mitgelieferten Abenteuer... Hat da jemals jemand Korrektur gelesen? Leider finden sich viel zu viele Ungereimtheiten und peinliche Satzkonstruktionen in dem Abenteuerheft. Dies führte in unserer Gruppe regelmäßig zu Lachanfällen und zerstört auch die Atmosphäre des Spiels. Vielleicht behebt der Verlag in zukünftigen Versionen dieses Manko... Aber derzeit ist es leider so und daher nur 4 Punkte für ein Spiel das 6 hätte erreichen können.
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