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H. S. schrieb am 03.11.2011:
Dieser Ersteindruck bezieht sich spieltechnisch nur auf das „kurze“ Zweipersonenspiel!
Ora et labora (bete und arbeite) ist das neue Spiel von Uwe Rosenberg, dem Agricola-Autor, Die Grafiken sind wie bei Agricola von Klemens Franz und auch ebenso ist Lookout Games wieder der Verlag.
Die Vorfreude auf das Auspacken war auf Grund meiner bisherigen Erfahrungen mit Lookout sehr groß. Umso härter traf mich die Enttäuschung als ich die dünnen Pappbögen der Spielbretter bzw. die verstanzten Pappmarker sah!
Als nächstes fielen mir die Spielhilfen auf, die auch auf sehr dünnem Papier gedruckt sind.
Nachdem ich den Inhalt auf Vollständigkeit (die Spielkarten haben nur halbe Größe im Vergleich zu den Agricola-Karten und sind für Brillenträger eine Zumutung!) geprüft hatte, machte ich mich an Auspöppeln: 288 verstanzte Pappmarker mussten sehr vorsichtig aus den Druckbögen gedrückt und anschließend noch an allen Ecken nachgeschnitten werden. Währenddessen habe ich alle Landschaftsbögen und Regelblätter einlaminiert. Die Aufforderung zum Durchschneiden der Spielhilfebögen habe zum Glück vorher noch rechtzeitig gelesen.
Insgesamt habe ich drei Stunden aufgewendet um das Spiel in einen für mich spielbaren Zustand zu bringen. „Fluche und arbeite“ ist dafür die passende Beschreibung!
Ansonsten ist die Grafik und Gestaltung mal wieder eine Augenweide! Hierfür großes Lob an Klemens Franz und Hanno Girke (Lookout Games).
Nun zum Spielegeschehen:
Ora et labora deutet schon darauf hin. Im Spiel dreht sich alles um den Aufbau eines Klosters bzw. die Betreibung einer Klosterwirtschaft.
Dazu hat man eine Kernlandschaft mit 10 Feldern. Auf dieser sind drei Gebäude schon aufgedruckt. Daneben gibt es sieben Ebene-Felder von denen drei mit Wald- und zwei mit Torfmoorkarten belegt werden. Neben der Kernlandschaft gibt es noch weitere Landschaften (5 Felder) und Areale (3-4 Felder), die im Spielverlauf erworben werden können.
Der eigentliche Spielplan ist das Ertragsrad. Hier werden die pro Runde verfügbaren Rohstoffe mit Holzmarkern angezeigt.
Neben den Wald- und Torfmoorkarten gibt es eine Reihe an Gebäude- und Siedlungskarten.
Die Gebäude werden zur Produktion und Weiterverarbeitung von Rohstoffen gebraucht. Die Siedlungskarten bringen in der Schlusswertung Bonuspunkte für angrenzende Gebäude.
Jeder Spieler verfügt über drei Spielsteine aus Holz, die einen Prior bzw. zwei Laienbrüder darstellen.
Im kurzen Zweipersonenspiel hat jeder Spieler pro Spielzug zwei Aktionen. Hier kann man aus drei Möglichkeiten auswählen:
1. Einsetzen eines Geistlichen in ein Gebäude. Hier kann man die Funktion eigener Gebäude nutzen um Erträge zu erzielen oder diese zu veredeln oder man blockiert das Gebäude für den Mitspieler.
Man kann auch ein Gebäude eines Mitspielers nutzen. Hat der Mitspieler noch einen nicht eingesetzten Geistlichen, kann man diesen anweisen in einem seiner Gebäude gegen Bezahlung für den aktiven Spieler Waren zu produzieren oder zu verarbeiten.
2. Eine Wald- oder Moorkarte von eigener Landschaft ohne Einsatz eines Geistlichen entfernen und die auf der Ertragsscheibe entsprechend angegebenen Ware kassieren.
3. Ein Gebäude errichten. D. h. eine Gebäudekarte aus der Auslage nehmen, mit Rohstoffen bezahlen und auf ein freies Feld einer eigenen Landschaft platzieren.
In regelmäßigen Abständen kommt es nach nach ein paar Spielzügen zu einer Siedlungsphase (insg. 4x). Hier können die Spieler eine ihrer Siedlungskarten auf ein freien Platz in ihren Landschaften auslegen. Alle waagrecht oder senkrecht angrenzenden Gebäude erhalten dadurch in der Schlußwertung Siegpunkte.
Weiterhin erhält man Siegpunkte für jedes Gebäude sowie für bestimmte Waren oder Wunder.
Fazit: Großer Spielspass entsteht durch den Auf- und Ausbau des Klosters.
Die Konstruktion der Ertragsscheibe ist schlicht genial. Kein Handtieren mehr mit Massen von Klötzchen zu Beginn jeder Runde.
Durch das Nutzen der gegnerischen Gebäude kommt es zu mehr Interaktion als bei Agricola. Man muß genau beobachten, was der Mitspieler macht und gleichzeitig sein eigenes Kloster weiter optimal ausbauen. Dies ist aber gar nicht so einfach, weil alle Gebäude nur einmal vorhanden sind und diese für unterschiedliche Produktionsketten gebraucht werden.
Vor mir für das Zweierspiel gibt es trotz des mageren Material volle 6 Punkte.
Ich freue mich schon tierisch auf das 4-Personenspiel!
H. hat Ora et Labora klassifiziert. (ansehen)- André G., Tobias M. und 21 weitere mögen das.
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Uwe H.: Das Material sollte in der Preisklasse besser sein, danke für den Bericht.
20.03.2012-20:28:16 -
Andreas S.: Diese Rezension hat mich zur Bestellung "gezwungen" :((
20.03.2012-20:33:58
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Martina K. schrieb am 02.01.2012:
Bisher habe ich Ora et Labora ein paarmal solo gespielt (Dauer mindestens gute 2 Stunden), im "kurzen" und "langen" Zwei-Personen-Spiel getestet (Dauer 3 bzw. 4 Stunden) und im 3er-Spiel (gut 3 Stunden).
Agricola und Le Havre von Uwe Rosenberg zählen zu meinen Lieblingsspielen. Das führte bei Ora et Labora nach dem Lesen von Spielberichten und Anschauen von Videos letztendlich zu einem Blindkauf. Der Mechanismus Rohstoffe über das Rondell zu verteilen klang innovativ und auch so, dass es sich dadurch noch einmal von den anderen beiden oben genannten Spielen abheben würde.
Packt man das Spielmaterial aus, stößt man zunächst auf einige Stanzbögen, aus denen die Plättchen herauszudrücken sind. Ist dies erledigt, steht man vor einem Plättchenberg, der irgendwie sinnvoll einsortiert werden sollte. Abhilfe schafft hier z.B. eine Baumarkt-Box (am besten schon vor dem Auspöppeln anschaffen).
Auch ich hatte mehrere Bögen, die nicht sauber ausgestanzt waren, aber Lookout schickte unmittelbar Ersatz, nachdem die neuen verfügbar waren.
Im Vergleich zu Agricola oder Le Havre sind die Spielertableaus und Landschaftsteile sehr dünn. Die Spielübersicht ist sehr hilfreich, allerdings nur aus bedrucktem Papier, das ich gleich mal durch mein Laminiergerät geschoben habe, um es haltbar zu machen. Qualitativ sammelt das Spielmaterial nicht unbedingt Pluspunkte bei mir.
Ebenso habe ich alle Karten zum Schutz mit Hüllen versehen.
Die Spielregel ist üebrsichtlich in mehrere Beiblätter gegliedert: Spielaufbau, Ausführliche Beschreibung der Gebäudefunktionen, Übersicht über die Grundregeln, Ausführliche Anleitung.
Vor allem wenn man Le Havre kennt, gelingt der Einstieg in das Spiel recht schnell, denn auch hier geht es vor allem um den Aufbau von effektiven Produktionsketten.
Diesmal ist das ganze eingebettet in das Thema Entwicklung eines mittelalterlichen Klosters.
Interessant ist, dass die Gebäude auf die Frankreich- bzw. Irland-Variante gedreht werden können und sich dadurch manche Waren/ Gebäude leicht verändern (z.B. durch Whiskey oder Wein). Je nach Spieleranzahl und gewählter Version (kurz, lang) sind ebenso mehr oder weniger Gebäude im Spiel. So wird man sicher einige Zeit benötigen, um alles ausprobiert zu haben. Wir haben bisher nur Irland ausprobiert.
Im folgenden Teil werde ich mal meine bisherigen Eindrücke zusammenfassen, dabei bedeutet:
+: Gefällt mir, innovativ
o: Na ja, weiß noch nicht, bin unschlüssig
-: Gefällt mir nicht, hätte besser sein können
+ Gut aufgebaute, ausführliche Spielregel
+ Rohstoff-Rondell
+ Ausbau des Gebiets durch Kauf von Landschaftsplättchen möglich: Manche Gebäude dürfen nur auf bestimmten Landschaftsformen gebaut werden wie z.B. Küste oder Hang.
+ Durch Anlegen von Gebieten kommt man immer wieder zu neuen Moor- bzw. Waldfeldern, die wieder genutzt werden können (ähnlich zu den Agricola-Moorbauern).
+ Siedlungswertungen als neues Element: Man muss von Anfang an aufpassen, wie man die Gebäude gewinnbringend baut. Es zeigte sich bisher in unseren Partien, dass dies vor allem ausschlaggebend für den Sieg ist.
o Komplexität der Produktionsketten vor allem in den ersten Spielen (Ich würde das Spiel nur mit neuen Spielern ausprobieren, die mit mir schon einige Male mit Spaß Le Havre gespielt haben.)
o Übersichtlichkeit im Spiel: Die Gebäudekarten sind noch etwas kleiner als bei Le Havre und enthalten vor allem noch mehr Infos auf der Karte. Da die Gebäude bei den Spielern auf den Tableaus liegen, muss man sich schon anstrengen, um alles zu sehen und den Überblick zu behalten.
o Es gibt kein Zufallselement: Im Prinzip kann alles bis ins Detail optimiert werden, mit Grüblern am Tisch kann das Spiel daher sicher dann anstrengend werden.
o Spieldauer: Es kann durchaus abendfüllend werden - bisher waren alle Partien spannend; der Widerspielreiz ist durchaus vorhanden.
- Qualität des Materials: Landschaftskarten, Spielerübersicht nach meinem Geschmack zu dünn; sonst ok
Fazit:
Mir gefällt das Spiel nach den ersten Partien sehr gut.
Es hebt sich auch noch einmal genügend von Agricola und vor allem Le Havre ab, so dass es auf Dauer einen berechtigten Platz in meinem Spieleregal haben wird.
Als Solospiel ist Ora et Labora empfehlenswert und sehr herausfordernd.
Abzüge in der Note gibt es für mich vor allem wegen der teilweise unbefriedigenden Material-Qualität.
Spielern, denen Le Havre gefällt und die nun nach neuen, noch schwierigeren Herausforderungen suchen, sei Ora et Labora ans Herz gelegt. Alle anderen sollten vielleicht dieses hier erst einmal vor dem Kauf testen oder sogar zunächst Le Havre ausprobieren (Anmerkung: Le Havre hat natürlich ein anderes Thema und auch etwas andere Mechanismen - aber die "Verwandtschaft" ist schon gegeben).Martina hat Ora et Labora klassifiziert. (ansehen)- Matthias N., Daniel D. und 10 weitere mögen das.
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Steffen L.: und ich finde Agricola schon kompliziert.
03.01.2012-11:27:54 -
Michael A.: Martina, danke für diese ausführliche Beschreibung.
13.01.2012-14:58:11 -
Martina K.: Ergänzung zur Spieldauer: Wir haben es gestern zu dritt zum ersten Mal unter 3 Stunden geschafft.
28.01.2012-14:05:53
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Helme B. schrieb am 05.11.2011:
Beim Auspacken des Spielmaterials erkennt man sowohl durch den Grafikstil der Spielepläne die Wurzeln aus Agricola als auch die von Le Havre durch die doppelseitigen Warenplättchen. Während des Spielens merkt man aber schnell, dass man sich viel näher am Spielablauf von Le Havre als dem von Agricola bewegt.
Dreh- & Angelpunkt ist im wahrsten Sinn das Ertragsrad in der Spielmitte, das anzeigt welche Rohstoffe wie oft vorhanden sind als auch neue Spielphasen durch die Besiedlungen bestimmt. Das funktioniert so elegant, dass man sich den selben Mechanismus gleich für die Vorgänger wünscht.
Das Spiel bietet enorm viel Tiefgang und Möglichkeiten, da es eine Unmenge an Mechanismen in sich vereint. Da gibt es ähnlich wie in Le Havre die Möglichkeit gegnerische Gebäude mitzunutzen. Beim Bau von Gebäuden muss man nicht nur auf deren Funktion sondern auch auf die beiden unterschiedlichen Typen von Siegpunkten achten. Außerdem muss man überhaupt noch Platz auf dem Plan haben und diese auch noch so setzen, dass die positionsabhängigen Siegpunkte besonders effektiv sind. Und da sind noch Sondernaktionen der eben gebauten Gebäude, falls der entsprechende Geistliche gerade noch zur Verfügung steht. Außerdem muss man Platz für Siedlungen lassen und für diese einen ausreichenden Vorrat an Energie und Nahrung bereitstellen.
Insgesamt bin ich aber im direkten Vergleich zu Le Havre nicht ganz zufrieden mit Ora et Labora. Trotz der Vielzahl an Rohstoffsorten in Le Havre ist relativ klar, wie diese effektiv eingesetzt werden: als Baustoff, Engergie- & oder Nahrungsträger oder als Ware zum Verschiffen. In Ora et Labora sind die Möglichkeiten viel vielschichtiger aber auch um Längen unübersichtlicher. Das liegt auch oft daran, dass Gebäude Rohstoffe nicht 1:1 veredeln, sonder diese öfter Aussehen wie Sondergebäude in Le Havre, also mehrere Zutaten brauchen oder nebenbei noch etwas anderes können. Dadurch, dass die Position der Gebäude auf dem eigenen Plan wichtig ist, werden diese nicht wie im Vorgänger so gelegt, dass diese von jedem gut sichtbar sind. Es artet also fast in Arbeit aus, auch die Gebäude der Mitspieler so im Blick zu haben, dass man wirklich gut spielt.
Mein Fazit ist also Ora et Labora ist ein Spiel mit beeindruckendem spielerischen Tiefgang, dass aber im Spielverlauf an der zunehmenden Unübersichtlichkeit leidet. Für mich nur eine klare Empfehlung für Freunde hochkomplexer Spiele. Wem aber schon Le Havre zu viel ist, dürfte an Ora et Labora verzweifeln.
Ich denke ich bleibe eher bei Le Havre... und träum von einem Etragsrad.
Helme hat Ora et Labora klassifiziert. (ansehen)- Ali B., Achim S. und 8 weitere mögen das.
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Daniel D.: Schöne Rezension, aber Deinem Fazit kann ich nicht ganz zustimmen:
Okay, dies Spiel soll vielleicht keinen Rollenspielcharakter haben, aber... weiterlesen
06.11.2011-00:36:49 -
Achim S.: Gute Rezension - werde mir das wohl doch erst mal anschauen vor dem Kauf!
Danke!
25.11.2011-17:54:11
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Björn T. schrieb am 10.01.2012:
Das Wichtigste möchte ich gleich vorweg nehmen. Nach langen Überlegungen habe ich mich entschieden, meine Rezi zu diesem Spiel in zwei Teile aufzuteilen.
Teil 1: Spielidee & Spielprinzip
Worum geht es bei Ora et Labora. Jeder Spieler hat ein eigenes Spielfeld, auf dem er eine Koster-Anlage bauen und betreiben muss. Hierzu gibt es zahlreiche unterschiedliche Gebäude, mit denen Unmengen von Warenplättchen (sehr gut: alle beidseitig bedruckt und daher als unterschiedliche Rohstoffe nutzbar) erwirtschaftet werden können, die dann wiederum für den Bau neuer Gebäude verwendet werden können. Punkte gibt es einmal durch den wirtschaftlichen Wert eines Gebäudes, den Wohnwert einer Siedlung und durch diverse Güter wie Bücher, Whisky, Wunder u.v.m. Das Spielprinzip ist eine sehr gelungene Mischung aus den beiden Rosenberg Klassikern „Agricola“ und „Le Havre“.
Super ist die Idee und Umsetzung des Warenertragsrades. Hierauf liegen Marker bestimmter Rohstoffe, deren Anzahl von Runde zu Runde steigt. Sobald der Rohstoff von einem Mitspieler genommen wurde, fällt die Menge erst einmal wieder auf den kleinstmöglichen Wert und steigt dann langsam wieder an – es reicht also ein Marker, um große Mengen zu symbolisieren. Diese Idee war mir persönlich bisher neu und gefällt mir sehr gut.
Auch das gesamte Spielprinzip gefällt mir sehr gut. Ora et Labora ist definitiv ein MUSS für Planer und Strategen, die ein gutes Wirtschaftsspiel ohne Glücksfaktoren lieben. Durch die verschiedenen Geländearten und die begrenzte Anzahl der Aktionen (man hat nur 3 Spielfiguren) und die Legeregeln für Gebäude ist das Spiel trotz einfacher Rundenabläufe super komplex und bietet eine Unmenge an Möglichkeiten, zu Punkten zu kommen. Nach bisher 5 Spielen muss ich gestehen, dass ich immer noch keinen sicheren Tipp für eine gewinnversprechende Strategie geben kann. Ich freue mich auf die nächste Runde und spiele Ora et Labora derzeit genauso gerne wie mein absolutes Lieblingsspiel „Agricola“. Für diesen Teil geben ich Ora et Labora ohne zu Zögern 6 Punkte.
Teil 2: Spielmaterial
Und hier ist für meinen Geschmack der große Knackpunkt des Spieles. Denn Ora et Labora ist vom Preis her wirklich nicht günstig. Für diesen Preis ist die Qualität des Spielmaterials nicht angemessen! Die Größe der Gebäudekarten finde ich persönlich nicht einmal so schlimm, da gerade im Spiel zu Zweit das Spielfeld mit den kleinen Karten schon sehr groß und anfänglich unübersichtlich ist. Aber das dünne Material der Spielfelder ist für mich ein absolutes „no-go“. Hinzu kommen noch Übersichtstafeln, die nicht mehr als ein dünnes Papier sind, das man sich dann auch noch selber zurecht schneiden muss. Ganz ehrlich? Das geht gar nicht! Derzeit suche ich noch nach einer optimalen Lösung, wie ich beides stabiler und damit spielfreundlicher gestalten kann.
Zudem gehöre ich auch noch zu den Unglücklichen, die ein Spiel jener Charge bekommen haben, bei der die Druckerei offensichtlich Mist gebaut hatte. Mittlerweile sind die bemängelten Bögen ersetzt worden, aber trotzdem bin ich über die Qualität des Spielmaterials enttäuscht.
Ich hoffe, dass Lookout diesen Trend nicht weiter verfolgen wird. Viele Spiele dieses Verlages sind echt super – es ist echt schade, wenn hier am falschen Ende und auf Kosten des Spielspaßes gespart wird.
Für das Spielmaterial gebe ich daher mit gutem Willen und bösem Zähneknirschen noch 3 Punkte.
Damit schafft Ora et Labora für mich gerade noch die 5 Punkte Grenze wobei ich es selber sehr schade finde, dass die eigentlich sehr gute Spielidee unter der schlechten Materialumsetzung so leiden muss.
Bitte, bitte, bitte, liebes Lookout Team! Lasst Ora et Labora in diesem Punkt zu einer Ausnahme werden und erfreut uns wieder mit der alten und geliebten „Agricola-Qualität“.
- Björn T., Patrick (Vogelfreund) E. und 7 weitere mögen das.
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Michael S.: Danke für die Super-Rezi. Obwohl mich das Spiel sehr reizt, werde ich es zunächst einmal nicht kaufen, da für mich die Qualität des... weiterlesen
22.01.2012-20:05:35 -
Matthias N.: Dann entgeht Dir aber ein Superspiel, lieber Michael! Die neueren Auslieferungen des Spiels beinhalten nunmehr korrekte Stanzbögen. Mit den... weiterlesen
23.01.2012-11:17:44
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Daniel D. schrieb am 11.04.2012:
Ein vorläufigen Eindruck (-/+):
- Spieltitel etwas irreführend: Ausser der Thematik der Gebäude-/Warenarten hat das Spiel wenig mit dem Klosterleben zu tun, und auch wenig mit dem Arbeitsalltag oder einem Lebensverlauf eines Menschen, wie dies etwa von Agricola, Helvetia oder Village bekannt ist. Es ist vielmehr ein Gebäudebau-Spiel.
- Es bietet bei weitem nicht so viele UNTERSCHIEDLICHE Mechanismen und INDIVIDUELLE Wege wie Agricola.
- Die Rohstoffe sind wie bei Le Havre Unmengen winziger (aber stabiler) Pappplättchen.
- Die Gebäudekarten sind ziemlich klein, daher ist es für Spielneulinge schwer überschaubar, welche zu nutzenden Funktionen bereits bei den Mitspielern ausliegen
- Die Übersichtspläne sind sehr dünn (Papierblätter!) und müssen einlaminiert werden, die Pappe der Areale und Landschaften ist dünn (-> Karton biegt sich etwas), davon abgesehen aber
+ gute Qualität des übrigen Spielmaterials.
+ gelungene Spielhilfen zur besseren Übersicht (unterschiedliche Spielanleitungen, Nachschlagehefte, Übersichtspläne für jeden Spieler)
+ tolle Grafik, schöne Spielatmosphäre
+ Spieldauer garnicht so lang wie befürchtet, bzw: Spielzeit vergeht wie im Flug
+ Rondell / Ertragsrad funktioniert klasse, ist sehr übersichtlich und macht Spass
+ geniales Bau- und Optimierungsspiel,
+ durchaus viel Interaktion durch die Arbeitsaufträge an die Mitspieler
+ Spielmechanismen ausgereift und Chancengleichheit der Spieler sehr gelungen! Viel besser ausbalanciert als bei Le Havre und ohne dessen negativen "Monopoly-Effekt".
+ Sehr spannend bis zum Schluss, einschliesslich der Endabrechnung :-)
Fazit:
Agricola gefällt mir zwar aufgrund der vielen individuell zu wählenden Wege (wie es sie m.W. kein anderes Spiel bietet) und noch tollerer Spielatmosphäre etwas besser als Ora et Labora,
nichtsdestotrotz finde ich Letzteres schon jetzt ein Top-Strategie-Spiel!!
6 Punkte.Daniel hat Ora et Labora klassifiziert. (ansehen)- Andreas F., Angela D. und 4 weitere mögen das.
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Holger K. schrieb am 18.02.2012:
Bete und Arbeite! Dieser Benediktinergrundsatz wird im Spiel Ora et labora von Lookout Games aufgegriffen und spielerisch umgesetzt. Die Spieler leiten jeweils ein mittelalterliches Kloster (damit ist das "ora" abgedeckt) und seine angrenzenden Ländereien mit je einem Prior und zwei Laienbrüdern und das ist sehr arbeitsintensiv (labora). Doch bereits vor dem eigentlichen Spiel ist zwar nicht Beten aber umso mehr Arbeiten angesagt. Viele, viele auszustanzende Marker und eine äußerst umfangreiche Spielregel, die ein Extrablatt für den Spielaufbau, eine Spielanleitung, die im Erzählstil ins Spiel einführt, eine ausführliche Spielanleitung, eine Spielübersicht und eine Gebäude- und Siedlungsübersicht umfasst, sind zunächst zu bewältigen, aber das ist man bei Rosenberg-Spiele ja inzwischen fast schon gewöhnt.
Ist die Einstiegshürde dann aber genommen, wird es deutlich leichter, denn so kompliziert wie man meinen könnte ist Ora et labora zumindest spieltechnisch gar nicht. Gezieltes strategisches Vorgehen ist dann schon wieder eine andere Sache und deutlich schwieriger. Insbesondere am Anfang tut man sich schwer, denn strategisches Vorgehen setzt eine gute Kenntnis der Gebäude und deren Funktionen voraus. Die erste Partie dient also in erster Linie dem Kennenlernen, aber das ist nicht weiter schlimm sondern durchaus reizvoll.
Ein Spieler am Zug führt genau eine Aktion durch und muss sich dabei entscheiden, ob er einen seiner Geistlichen in einem Klostergebäude arbeiten lassen, Holz fällen bzw. Torf stechen oder mit bereits erwirtschafteten Rohstoffen ein Gebäude errichten will. Zusätzlich können einmalig während eines Spielzuges stetig teurer werdende neue Ländereien erworben werden, sofern man das nötige Kleingeld bereits erwirtschaftet hat. Auch die Früchte in Nachbars Garten sind nicht unerreichbar, denn gegen eine geringe Gebühr kann man einen Prior oder Laienbruder des Nachbarn in einem der Nachbargebäude für einen selbst arbeiten lassen. Keine schlechte Sache, denn so bleiben Aktionsmöglichkeiten von Gebäuden die man nicht selbst bauen konnte nicht unerreichbar.
Auch hier gilt es die Übersicht zu behalten. Gebäude, die bereits durch einen Geistlichen besetzt sind, können in der Regel nicht genutzt werden und die Geistlichen eines Spielers werden erst dann wieder aus den Gebäuden entfernt, wenn sich alle drei Geistlichen dieses Spielers zu Beginn einer neuen Runde in Gebäuden aufhalten.
Anfangs ist das Klostergelände noch recht überschaubar und besteht für alle Spieler aus einer 2x5 Felder großen Landschaft mit Mooren, Wäldern, einem Bauernhof, einen Lehmhügel und einem ersten Klostergebäude. Spätere Landkäufe können das Gebiet eines Kloster bis zur Küste und/oder dem Gebirge hin ausdehnen, um dann auch Gebäude errichten zu können, die beispielsweise eine Küstenlage voraussetzen. Die ersten Aktionen zielen also darauf ab, die wenigen Startressourcen aufzustocken und so erhalten die Spieler in Bauernhöfen Getreide oder Schafe, am Lehmhügel Lehm, im Klosterstammhaus Münzen, im Wald Holz und im Moor Torf. Der Abbau von Holz und Torf bedeutet allerdings den Verlust der entsprechenden Karte, d.h. auf jedem dieser Ressourcenfelder kann nur einmal "geerntet" werden. Dafür steht dann aber weiteres Bauland für Gebäude und Siedlungen zur Verfügung.
Gebäude liegen in Form von Karten in einer Auslage und können, die geforderten Ressourcen und einen passenden Bauplatz vorausgesetzt, errichtet werden, um deren Ertragsmöglichkeiten ab dem nächsten Zug nutzen zu können. Befindet sich der Prior während des Gebäudebaus noch nicht in einem Gebäude, kann er sogar sofort in das neue Gebäude eingesetzt werden und dieses nutzen. Einige Gebäude können nur an der Küste oder am Hang errichtet werden, Klostergebäude immer nur an ein bestehendes Klostergebäude angrenzend usw.
Neue Gebäude bringen neue Rohstoffe oder veredeln diese und bringen am Ende natürlich Siegpunkte.
Die Anzahl an Ressourcen, die eine Aktion einbringt, ist abhängig von der Position des entsprechenden Ressourcensteines auf dem Ertragsrad. Diese liegen bei Spielbeginn alle an der Position "0" des Rades, aber der Ertragszeiger wird zu Beginn einer jeden neuen Spielrunde um eine Position weitergedreht, so dass der Ressourcenertrag stetig ansteigt. Sobald dann eine Ressource aber geerntet wird, landet der entsprechende Ressourcenmarker wieder auf der Position "null" des Ertragsrades. Es muss also bei jeder Aktion nicht nur der Bedarf sondern nach Möglichkeit auch der zu erwartende Ertrag berücksichtigt werden. Ein Waldgebiet abzuholzen und nur einen Holzmarker dafür erhalten dürfte auf Dauer der sichere Weg in eine Niederlage bedeuten.
Einer der Ressourcensteine gehört nicht zu einer speziellen Ressourcenart, er ist eine Art Joker und kann an Stelle des eigentlichen Ressourcensteines als Ertragsstein verwendet werden. Macht natürlich Sinn, wenn dadurch ein höherer Ertrag erzielt werden kann oder diese Ressource in dieser Runde bereits von einem Konkurrenten geerntet wurde und auf "0" steht.
Erreicht der Ertragszeiger bestimmte Positionen auf dem Rad wird der reguläre Rundenablauf um eine sog. Siedlungsphase ergänzt. Neue Gebäude kommen ins Spiel, die Spieler haben die Gelegenheit eine ihrer vier (Start-)Siedlungen zu errichten und erhalten dann je eine neue Siedlung für spätere Siedlungsphasen dazu. Diese Siedlungen benötigen einen Bauplatz und bringen am Ende des Spiels unter Umständen den Löwenanteil der Punkte. Ähnlich den Gebäuden haben diese Siedlungen einen Punktwert, der den Siegpunkten bei Spielende entspricht. Dieser Punktwert ist ein einigen Fällen zwar negativ aber im Gegensatz zu den Gebäuden bringen bei Siedlungen auch die sog. Wohnwerte Punkte und bei guter Planung nicht gerade in unerheblichem Umfang. Die Wohnwert-Siegpunkte einer Siedlung errechnen sich aus den Wohnwerten der zu wertenden Siedlung zuzüglich aller Wohnwerte horizontal oder vertikal benachbarter Siedlungen, Gebäude und Landschaften. Es gilt also die Auswahl der Bauplätze von Siedlungen besonders gut zu überdenken, denn je "besser" die Nachbarschaft ist, umso besser der Punkteertrag.
Das Spiel kommt in seine finale Phase, sobald der Ertragszeiger zum zweiten Mal das Feld "E" des Ertragsrades erreicht. Im Drei- bis Vierpersonenspiel erhält jeder Mitspieler seinen Prior für eine letzte Bonusrunde zurück und darf ein letztes Mal entweder den Prior einsetzen oder ein Gebäude errichten. Derjenige, der nach der Abschlusswertung die meisten Siegpunkte erreichen konnte ist der Gewinner.
Ora et labora trägt seinen Namen völlig zu Recht, besonders was das "labora", das Arbeiten angeht. Vom Auspacken und Austanzen über das Regelstudium bis hin zum Spiel selbst ist Arbeiten angesagt. Aber Arbeit kann ja auch Spaß machen und so ist das auch bei diesem Spiel, das in voller Besetzung und mit einigen Neulingen in Extremfällen auch schon mal fast den Umfang eines richtigen Arbeitstages erreichen kann. Ein waschechter Rosenberg eben und so spielt Ora et labora auch in einer Liga mit Agricola und Le Havre.
Während die Pappbögen mit den Landschaften recht dünn und mager daher kommen sind optisch und spielerisch Vielfalt und Überfluss geboten. Gleich zwei Spielvarianten (Irland/Frankreich) mit teilweise unterschiedlichen Ressourcen und anderen Gebäuden sind vorhanden, die sich zwar nicht grundlegend aber im Detail unterscheiden (in Frankreich gibt es Wein, in Irland Whiskey u.ä.). Die Spielregeln sind umfangreich und passen sich an die Spielerzahl und die Bedürfnisse bezüglich Komplexität und Spieldauer an so dass es Regeln für das kurze und das lange Mehr- bzw. Zweipersonenspiel und für ein Solospiel gibt, bei dem der Spieler einen gewissen Punktwert als Vorgabe hat, den es zu erreichen gilt. Etwas störend dabei ist, dass das Ertragsrad je nach Spielerzahl anders zusammengebaut werden muss. Aber was solls, dieser zusätzliche Zeitaufwand fällt nun auch kaum weiter ins Gewicht.
Zugegeben, das Spiel zieht sich. Und zwar meist deutlich länger als auf der Schachtel angegeben und daher ist Ora et labora nicht für jede Spielegruppe geeignet. Aber die Zeit vergeht wie im Fluge da man zu jeder Zeit im Spiel gefordert ist. Auch außerhalb des eigenen Spielzugs plant und tüftelt man bereits für den nächsten Zug und muss dabei ja auch die Entscheidungen der Mitspieler berücksichtigen, die sich auf das Gebäudeangebot, den Ressourcenumfang, die Kosten für neue Ländereien usw. auswirken können.
Ora et labora ist ein typisches "Rosenberg-Schwergewicht" mit all seinen Pros und Contras. Ich finde es klasse und bin auch von der Möglichkeit solo zu spielen sehr angetan, denn das geht natürlich deutlich schneller und ist ebenfalls sehr reizvoll. Vielspieler und diejenigen die es werden wollen sollten unbedingt einen Blick auf dieses Spiel werfen. Man erhält viel Unterhaltung und Spielspaß für sein Geld.Holger hat Ora et Labora klassifiziert. (ansehen)- Dagmar S., Pascal V. und 4 weitere mögen das.
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Matthias N. schrieb am 06.01.2012:
Man nehme ca. 60% "Le Havre", ein wenig "Agricola" und "Die Moorbauern", würze das Ganze mit einer kleinen Priese "Carcassonne", garniere dies dann mit bekannten und bewährten Worker-placement-Elementen und erfinde das (Ertrags-)Rad neu und richte das Ganze dann auf einen sehr sehr großen Tisch an und nehme sich viel Zeit zum Genießen. Und fertig ist das Menue namens "Ora et labora" vom Sternekoch Uwe Rosenberg. Echt lecker, aber auch manchmal schwer verdaulich. Wie immer aber ein vorzügliches Gericht!
In Rosenbergs neuestem Kracher geht es um die Errichtung einer möglichst effektiven Klosterwirtschaft. Man errichtet auf einer Kernlandschaft, die nach und nach um weitere (passende) Landstriche und Ariale erweitert werden muss ein Kloster, bestehend aus mehreren Klostergebäuden. Um das Kloster herum werden weitere Wirtschaftsgebäude und Siedlungen gebaut. Dabei sind verschiedene Legeregeln einzuhalten (bestimmte Gebäude dürfen nur auf bestimmten Landschaften errichtet werden; Klostergebäude müssen immer an anderen Klostergebäuden angrenzen usw.).
Viele Elemente sind aus "Le Havre" bekannt, wie z.B. der Aufbau von sinnvollen Produktionsketten und der Erwerb und die Veredelung von Rohstoffen. Um Bauplätze für die verschiedenen Gebäude zu schaffen, müssen die Landstriche erst einmal gerodet und trockengelegt werden. Dabei erwirbt man automatisch die Rohstoffen Holz und Torf (bekannt aus "Die Moorbauern"). Der Erwerb oder die Veredelung der übrigen Rohstoffe hängt zum einen von der Nutzung der Gebäude, zum anderen aber auch vom Stand des Anzeigers auf dem Ertragsrad ab. Hier wurde der Ansammlungsmechanismus der Rohstoffe aus "Agricola" und "Le Havre" genial umgesetzt, so dass das lästige Auffüllen der Rohstoffe pro Runde (was man ja immer mal gerne vergessen hat) wegfällt.
Man erhält am Spielende auf drei verschiedene Arten Siegpunkte: Die Gebäude haben einen gewissen Wirtschaftswert, aber auch einen Wohnwert. Der Wohnwert kommt aber nur zum Zuge, wenn die Gebäude an eine Siedlung angrenzen. Nur dann bringen auch die Wohnwerte Punkte. Und schließlich bringen auch die ganz stark zu Waren veredelten Rohstoffe (wie z.B. Keramik, Reliquien, Artefakte etc.) noch Punkte. Keines dieser Felder darf während des Spiels vernachlässigt werden. Man hat gut und gerne zwei bis drei Stunden alle Hände voll zu tun, um all diese Dinge (Erweiterung der Landstriche, Bau der richtigen Gebäude zum richtigen Zeitpunkt unter Beachtung der Legeregeln, sinnvoller Einsatz seiner Geistlichen in den Gebäuden zwecks Erwerb oder Veredelung von Rohstoffen, optimaler Einbau der Siedlungen in das eigene Bistum etc.etc.etc.) zu beachten und optimal zu nutzen. Schwitze und arbeite heißt hier das Credo.
Man braucht viel Zeit und viel Platz für dieses Spiel. Allein schon die Einarbeitung in die Spielregel ist nicht ganz so leicht. Löblich ist, dass eine Erklärregel beigefügt ist. Dies erleichtert den Wiedereinstieg ins Spiel, wenn man mal zwei Wochen nicht gespielt hat. Die ausführliche Spielregel hat es in sich. Um das Solospiel zu spielen musste ich mich erst einmal in das Dreipersonenspiel einlesen. Danach wollte ich mir die Soloregel einverleiben, wurde aber auf die Regel des kurzen Zweipersonenspiels verwiesen und musste erst einmal dieses erarbeiten. Ich fand auch, dass die Spielregel von Le Havre deutlich übersichtlicher war. Meines Erachtens gab es hier ggü. der Le-Havre-Regel wieder einen Rückschritt in Richtung Agricola-Regel. Aber als geübter Vielspieler ist es dann doch kein Problem, die Regeln zu verstehen.
Die allseits geübte Kritik am Spielmaterial kann ich nachvollziehen und bestätigen. Die Gebäudekarten, die teilweise deutlich komplexer als bei "Le Havre" sind, wurden sehr klein gehalten. Eine gewisse Unübersichtlichkeit ist da schon gegeben. Bei mir waren die Klostergebäude kaum von den übrigen Gebäuden zu unterscheiden, obwohl dies für die Legeregeln sehr wichtig ist.Die Kernlandschaften, Ariale und Landstriche sind zwar sehr dünn, aber das ist eigentlich kein Problem. Das Herumfummeln am Ertragsrad bei unterschiedlicher Spieleranzahl ist auch nicht so recht nachvollziehbar.
Wirklich toll ist die Soloversion. Das Spiel lässt sich hervorragend solo spielen. Der Spielspaß ist groß und durch die Möglichkeit, das Spiel in der Frankreich- oder Irland-Version zu spielen, sowie die relativ hohe Sieghürde im Solospiel (500 Punkte!) ist auch ein Langzeitspielspaß und Wiederspielreiz gegeben. Aber wie gesagt: Man braucht viel Platz und viel Zeit!
Das Spiel schrammt bei mir gaaaaanz knapp an den sechs Punkten vorbei! Aber hervorragende und sehr gute 5 Punkte hat das Spiel allemal verdient.
Matthias hat Ora et Labora klassifiziert. (ansehen)- Daniel D., Ortwin B. und 3 weitere mögen das.
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Martina K.: Du hast es dir also auch geleistet. :-) Und schon die 500 geschafft? Ich noch nicht in mittlerweile glaub 3 Solospielen.
06.01.2012-15:14:45 -
Matthias N.: Nein, mein bestes Ergebnis liegt nach 4 Partien bei 455 Punkten. Ansonsten krebse ich z.Zt. bei ca. 400 Punkten rum und stricke noch an der... weiterlesen
06.01.2012-15:30:24 -
Daniel D.: Schöne Rezi!
20.01.2012-06:42:35
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Jörg K. schrieb am 06.04.2012:
"Zählt zu den Top Spielen aus dem Hause Rosenberg! Ein Pflichtkauf für jeden Vielspieler! " .............kritischer und ausführlicher Bericht: http://www.cliquenabend.de/spiele/150100-Ora-et-Labora.htmlJörg hat Ora et Labora klassifiziert. (ansehen)- Michael B., Holger K. und noch jemand mögen das.
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Jörn F. schrieb am 31.03.2012:
ora et labora reiht sich in die typischen Rosenbergspiele ein und hat das selbe Problem wie Le Havre am 4-ertisch:Es dauert arg lange. Auch wenn die Zeit gut gefüllt ist, aber alles zu erkennen und die eine(!) richtige Aktion zu machen-das fällt schon schwer!Eine Aktion kann daraus bestehen einen geistlichen zu setzen und die Aktion zu nutzen in dessen Haus man Ihn reingestellt hat: Es kann ein neuer Gebäudekauf sein oder Holz fällen bzw. Torf zu steche. Man baut sein Tableau aus und versucht durch möglichst die richtige Entscheidung zu treffen! Das spielt sich rund, aber lange und das Material (Übersichtskarten) lässt zu wünschen übrig. In den einzelnen Aktionen steckt natürlich noch viel mehr-Kettenreaktionen, Siedlungsbau,Erträge ernten etc. Das macht Spaß, man sollte sich aber auf einen langen Abend zu viert einstellen!Jörn hat Ora et Labora klassifiziert. (ansehen)- Andreas G., carmen K. und noch jemand mögen das.
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Christoph M. schrieb am 03.02.2012:
Der Nachfolger von Agricola und Le Havre. nettes Spiel, aber etwas statisch. "Weniger ist manchmal mehr" - in der Endphase des Spiels ist es eine Aufgabe für sich, auch nur halbwegs den Überblick über die verfügbaren Gebäude zu behalten, geschweige denn, die Siegpunkt-effektivsten Aktionen zu ermitteln. Mehr Arbeit als Spaß.
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