Eine eigene Bewertung für Memoir 44 schreiben.
  • Sascha L. schrieb am 02.02.2007:
    Memoir'44,... ein weiteres Strategiebrettspiel, angesiedelt im 2. Weltkrieg.
    Ich habe mir dieses Spiel gekauft, weil ich mich für diese Thematik schon immer interessiert habe und ich ein Fan von Strategietiteln bin. Als passionierter Axis&Allies Spieler wahr ich gespannt in wie weit mich dieses Spiel, aus dem Hause "Days of Wonder", begeistern könnte.

    Schon nach dem Öffnen des schön gestalteten Kartons und dem ersten Überfliegen der Anleitung wusste ich, dass dieses Spiel das Geld wert ist!
    Die Fabenpracht der Spielmaterialien, die Verarbeitung und die liebe zum Detail sind einfach beeindruckend!
    Gewohnte Days of Wonder Qualität würde ich sagen.

    Die Box enthält folgende Materialien:

    1 doppelseitiges Spielbrett (Strand/Küste + Innland)
    144 Figuren (Achse und Alliierte, Soldaten, Panzer, Artillerie)
    36 Hindernisse (Panzersperren, Stacheldraht, Sandsäcke)
    44 Terrainplättchen
    60 Kommando-Karten
    9 Gelände/Terrain-Karten
    8 Würfel
    2 Kartenhalter
    1 Regel & Szenario Heft
    1 Days of Wonder Online-Zugangs-Nummer (auf der Rückseite der Anleitung)

    Das Spielbrett ist mit großen HEX-Feldern überzogen, in welchen jede Einheit genug Platz findet.
    Durch die Terrainplätchen (Wald, Hecken, Flüsse, Hügel, Städte) entsteht nach den Szenariovorgaben im Regelheft das Schlachtfeld. Als weitere "Geländeplättchen" wären noch die Brücken und Bunker zu nennen!

    Das Spiel ist komplett auf Englisch!!
    Es ist für zwei Spieler ausgelegt!

    Ich will versuchen den Spielablauf anhand des ersten Szenarios aus dem Regelheft, kurz zu erläutern.

    ---

    Im ersten Szenario geht es um die Mission der britischen Luftlandeeinheiten, welche zwei Brücken hinter den feindlichen Linien sichern sollen, um den Deutschen somit eine Versorgung der Strände zu erschweren und ihr eigenes, späteres , Vorankommen zu sichern!
    Alle Szenarien sind echten Schlachten/Operationen nachempfunden.. in diesem Fall geht es um die "Pegasus Brücke"!
    Eine kurze, geschichtlich korrekte, Einweisung stimmt auf die bevorstehende Schlacht ein!

    Das Spielfeld wird aufgebaut, die Einheiten aufgestellt, dann zieht jeder Spieler die angegebene Zahl an Kommando-Karten und schon kann es los gehn!

    Die Kommando-Karten geben vor, welche Einheiten, in welchem Bereich des Spielbretts vom Spieler bewegt werden dürfen, bzw. Aktionen ausführen dürfen. Das Spielbrett ist in 3 Bereiche geteilt, eine linke Flanke, Frontale und die rechte Flanke. Kenntlich gemacht wird dies durch eine dünne, rote, gestrichelte Linie auf dem Spielbrett.
    Jeder Spieler darf in seinem Zug eine Kommandokarte spielen und deren Aktion ausführen.
    Ist der aktive Spieler fertig, zieht er/sie eine neue Kommandokarte und der Gegenspieler ist am Zug!

    Gewonnen hat der Spieler, der als erstes eine vorher festgesetzte Zahl an Medallien erlangt hat.
    Im Falle des ersten Szenarios wären das 4 Medallien!
    Medallien erhält man durch das ausschalten einer ganzen Einheit (Bsp.: 4 Soldaten bilden eine Einheit) oder durch das erreichen/erfüllen bestimmter Ziele.
    Im ersten Szenario gibt es zwei Brücken... jede dieser Brücken ist eine Medallie "wert". Wenn es der Spieler der Alliierten also schafft, beide Brücken zu besetzen und diese zu halten, dann ist er dem Sieg schon ein ganzes Stückchen näher!

    Jede Einheit (Soldaten, Panzer, usw.) hat eine bestimmte Bewegungs- und Schussreichweite, sowie unterschiedliche, von der Entfernung abhängige, Schadenswerte! Gelände und Hindernisse geben hierbei Boni in der Verteidigung oder einen Abzug im Angriffswert. Der Kampf wird durch Würfel entschieden.

    Die Würfel haben Symbole auf ihren Seiten (Soldat, Panzer, Granate, Flagge, Stern), man trifft eine Einheit, wenn das passende Symbol gewürfelt wird!
    Ein Soldat schaltet einen Soldaten aus, ein Panzer erziehlt einen Treffer gegen einen Panzer, eine Granate erziehlt einen Treffer gegen alle Ziele! Dann besteht noch die Möglichkeit, dass eine Flagge gewürfelt wird... wenn dies geschieht muss sich die angegriffene Einheit zurückziehen. Letztes Symbol ist der Stern, dieser ist im Allgemeinen eine Niete... und er zählt nur, bei speziellen Karten, die einen Stern-Wurf erfordern um eine Aktion ausführen zu können!

    ---

    Nach mehrmaligem Spielen von Memoir'44 kann ich nur sagen, dass das Spiel einfach fantastisch ist!
    Die Möglichkeit sich die Schlachtfelder immer neu zusammenstellen zu können, bietet eine Unmenge an Variationen und hebt somit die Langzeitmotivation.

    Ein weiterer Pluspunkt ist die Spielzeit!
    Eine Partie dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Das muss eigentlich kein Pluspunkt sein, aber wer schonmal Axis&Allies gespielt hat, wird wissen, dass es einfacher ist, Mitspieler zu finden, die nicht 5 - 10 Stunden vor einem Brettspiel sitzen wollen! ;)
    Es ist schwer zu beschreiben... ich würde Memoir'44 als .. erfrischend, schnell und spannend bezeichnen.

    Im vergleich zum großen Axis&Allies möchte ich noch einige Unterschiede aufführen, die mir negativ auffielen, aber eigentlich gar nicht wirklich negativ sind! ;) Der Spielspaß bei Memoir'44 stimmt!! Und das ist was letztendlich zählt!

    Also... Memoir'44 soll ein Strategietitel sein... in den Grundzügen stimmt das sicherlich, aber durch die Tatsache, dass hier zwei Glücksfaktoren über Sieg oder Niederlage entscheiden, stimmt die Bezeichnung nicht mehr so ganz.

    Axis&Allies hat den Glücksfaktor Würfel!
    Memoir'44 hat den Glücksfaktor Würfel UND Karten!!... Wenn man seine Einheiten in einem Gebiet stehen hat zu dem die passende Gebietskarte fehlt, kann man gar nichts machen!! ;) Kann allerdings auch recht spannend sein dann! :)

    Weiterhin wäre das Kampfmodell zu erwähnen.
    Memoir'44 bietet keine Möglichkeit auf Angriffe direkt zu reagieren! (Stimmt nicht ganz, es gibt eine Karte im Spiel, die das "Unterbrechen" des gegnerischen Angriffs erlaubt)
    Axis&Allies hat es so gelöst, dass alle Einheiten des Verteidigers in einer Kampfrunde zurückfeuern dürfen (ich weiß, dass U-Bote bei A&A diese Sache widerlegen, aber darum gehts jetzt ja nicht ;)) und somit, dem Angreifer manchmal mehr Schaden zufügen können, als der Angreifer dem Verteidiger! Dies ist bei A&A eine taktische Komponente die immer beachtet werden sollte.
    Memoir'44 scheint ein eher offensiveres Spiel zu sein.... Der Angreifer muss zunächst keine Angst vor zurückschießenden Gegnern haben, im Gegenteil,... hatt der Gegner in seinem Zug keine Karte auf der Hand, die es ihm/ihr ermöglicht mit der zuvor unter Beschuss geratenen Einheit zu agieren,... dann guckt er wirklich dumm aus der Wäsche! ;)

    Nun gut, dass soll es aber auch gewesen sein, ich hoffe, ich konnte mit meiner Bewertung/Beschreibung einigen Leuten hier aufzeigen was dieses Spiel bietet.

    Ich will noch kurz Anmerken, dass in meiner Box, ein paar Soldatenfiguren, durch eine unglückliche Verpackung total verzogen und verbogen waren!...
    Habe das dem Support von Days of Wonder gemeldet und 5 Tage später hatte ich, kostenlos, nagelneue Figuren, per Post! :)
    Also an dieser Stelle auch mal ein "Daumen-Hoch" für den Support von Days of Wonder!

    Ich empfehle es jedem, der sich für die Thematik 2. Weltkrieg und Strategiespiele interessiert!

    Und jetzt...
    Viel Spaß beim Spielen!

    Gruß!

    Sascha
    Sascha hat Memoir 44 klassifiziert. (ansehen)
  • Jörn F. schrieb am 20.02.2011:
    Auch das ist schon super erklärt worden, nur zur Info: Mit den jetzt auf deutsch zu erhaltenen Karten wird die Sache Top, da man alles locker auf einenBlick hat! Ein tolle Simulation, einfach und direkt- sehr nah angelehnt an Battle Cry!
    Jörn hat Memoir 44 klassifiziert. (ansehen)
  • Leonhard P. schrieb am 12.12.2008:
    Den Vorgänger von "Battlelore" finde ich wirklich toll, obwohl ich Battlelore öfter spiele.
    Ein MUSS für alle Vielspieler, denn an Erweiterungen fehlt es wirkliche nicht.
  • Frank B. schrieb am 15.03.2012:
    Nettes Taktikbrettspiel mit hohem Glücksfaktor. Recht einfache Regeln und die kurze Spielzeit machen es für Taktiker interessant, die nicht immer gleich einen ganzen Tag spielen wollen. Durch die vielen Erweiterungen wird es eigentlich niemals langweilig. Dazu kommt eine üppige Ausstattung mit Miniaturen und Spielmaterial. das preis Leistungsverhältnis stimmt. Wer auf diese Art von Spielen steht, sollte es sich einmal anschauen, es lohnt sich.
    Frank hat Memoir 44 klassifiziert. (ansehen)
  • Peter M. schrieb am 29.11.2010:
    Und das beste: Jetzt gibt es alle Karten in deutsch in einem Pack. Insgesamt 219 Karten die fast alle Erweiterungen beinhalten ausser das neu erschienene Winter Wars.
    Die Regeln und Missionen sollen demnächst auch in deutsch erhältlich sein. Da hab ich jahrelang drauf gewartet.
  • Thore M. schrieb am 02.04.2007:
    Memoir '44 ist ein Brettspiel, dass die Landung der Aliierten in der Nomandíe und die daraus entstehenden Gefechte zwischen den Aliierten und dem Deutschen Reich im 2. Weltkrieg zum Gegenstand hat. Das Spiel bedient sich hierzu zahlreicher, qualitativ recht guter Plastikminiaturen, einem Spielbrett, diverser Holzwürfel und zahlreicher Karten. Die Spieldauer einer Partie M 44 ist relativ kruz, in etwa zwischen 45 Minuten und einer guten Stunde, was durchaus positiv zu bewerten ist.


    Einer Sache bei M 44 sollte man sich bewusst sein: Es ist ein Wargame "light". Das bedeutet, wan schleppt sich nicht mit einem Regelwerk umher, das die Bananenverordnung der EU an Umfang übertrifft, sondern auf das das Gegenteil zutrifft: Schlanke, schnelle Regeln, die nicht unnötig kompliziert sind und sich gut einprägen. Dementsprechend fällt auch der Detailgrad der einzelnen WEinheiten auf - wer also hier genaueste Unterschiede hinsichtlich der im 2. Weltkrieg eingesetzten Panzer erwartet oder gar á la Advanced Squad Leader detailierteste Auflistung der persönlichen Ausrüstung der einzelnen Soldaten als unbedingte Grundvoraussetzung eines gelungenen WW2-Spiels benötigt, sollte M 44 ganz schnell wieder ins Regal stellen - die Einheiten in M 44 sind generisch, will heißen, dass eine Panzereinheit der Alliierten in ihrer Kampfkraft einer der Wehrmacht entspricht - Unterschiede in Zahlenstärke, Bewaffnung, Panzerung und dergleichen werden durch die repräsentierte Masse dargestellt. Genau das Gleiche gilt auch für alle anderen Einheiten. Dieses generische Prinzip funktioniert erstaunlich gut und es gibt auch kein Debattieren - wie in punktebasierenden, anderen Miniaturenspielen leider häufig der Fall - über die Vergleichbarkeit der einzelnen Einheiten.

    Wie spielt sich nun Memoir '44?

    Nun, im Prinzip so, dass zwei Seiten gegeneinander antreten und sich mit ihren Zügen abwechseln. Zu Beginn jeder Spielrunde muss eine so genannte Kommandokarte ausgespielt werden, wenn man mit seinen Einhieten etwas unternehmen möchte. Diese Kommandokarten, von denen es verschiedene gibt, erlauben es den Spielern, eine oder mehrere Einheiten in verschiedenen Abschnitten des Schlachtfeldes (linke und rechte Flanke, Zentrum...) zu bewegen und mit ihnen zu kämpfen. Die Karten werden zufällig in einen "Pool" gezogen, aus dem dann ausgewählt wird. Dadurch werden auf einfache Weise die Kommunikationsschwierigkeiten auf dem Schlachtfeld simuliert. Das Schlachtfeld selbst besteht aus dem Spielbrett, das in Hexfelder aufgeteilt ist (aus stabiler Pappe gefertigt). Auf die Felder können je nach gewünschtem Szenario einzelne Hexfelder mit unterschiedlichen Geländemerkmalen gelegt werden, wodurch sich immer neue Möglichkeiten ergeben.

    Die Kämpfe hingegen werden durch ein Würfelsystem simuliert, das ebenfalls recht einfach, aber dafür unmissverständlich ist: Es werden keine normalen Würfel geworfen, sondern Kampfwürfel, auf denen sich Abbildungen der einzelnen Einheiten (Infanterie, Panzer...) befinden. Um eine Einheit zu beschädigen, muss einfach das entsprechende Symbol geworfen werden.

    Memoir '44 kann getrost 5 Sterne erhalten - schon allein die Aufmachung und das Spielmaterial rechtfertigen diese Wertung. Sechs Sterne hingegen wären zuviel, da M 44 durchaus noch Raum für detailliertere Differenzierung der Einheiten gehabt hätte. Dieser Punkt jedoch ist nicht wirklich gravierend, da M 44 sich diesbezüglich hervorragend für Hausregeln und eigene Erweiterungen eignet.
  • Marcus M. schrieb am 03.03.2006:
    Ein Spiel mit der Thematik WWII zu beurteilen fällt wohl immer etwas schwer. Alle die sich allerdings mit dieser Thematik einlassen wollen erhalten mit MEMOIR?44 mit Sicherheit kein schlechtes Spiel. Die Regel sind leicht zu erlernen, wozu auch der Aufbau von leichten zu anspruchsvolleren Szenarien beiträgt. Trotz eines relativ hohen Glücksfaktor kommt das strategische Handel nicht zu kurz, und alle die auf Stundenlange Würfelorgien wie bei Risiko keine Lust haben, können bei MEMOIR?44 mit einer Spieldauer von meist unter einer Stunde aufatmen.
  • L. K. schrieb am 15.12.2007:
    M 44 ist ein gutes Spiel, zweifelsohne. Taktik und Glück bestimmen den Ausgang der verschiedenen historischen Szenarien. Leider ist das mit dem Glück so eine Sache, besonders wenn man es nicht hat! Die richtigen Karten muss man haben und dann auch noch gut würfeln. Fällt beides bescheiden aus, hat man keine Chance! Trotzdem ein gutes Spiel, auf lange Sicht gleicht sich das Verhältnis Glück-Pech nämlich aus!
    Material ist erste Klasse!
  • Urban S. schrieb am 12.12.2006:
    Kein strategischer Oberhammer, aber als Abwechselung zu den zeitlich ausartenden Tabletops eine echte Alternative! Hoffe das weitere Einheitentypen erscheinen (siehe Battlelore)
  • Florian B. schrieb am 08.02.2007:
    Memoir 44 spiele ich immer wieder gerne, es hat zwar nicht die Einheitenvielfalt oder taktische Tiefe wie diverse andere Spiele, dafür ist aufgrund des "Kartenfaktors" jedes Spiel anders. Und da ein Szenario unter einer Stunde bleibt muß man nicht gleich eine ganze Nacht einplanen. Wer ein bißchen googelt, der findet zudem deutsche Regeln und Karten sowie haufenweise Szenarios und einen Szenarioeditor :-)
  • Philipp Andrea Z. schrieb am 26.04.2006:
    Ich habe schon einges an KoSims gespiel, vieles sehr viel komplexer als Memoir. Wem also nach detailreichtum ist, der wird hier enttäuscht. Wer einfach ein Wenig mit Plastiksoldaten, -panzern und -kanonen herum ziehen mag, das ganze auch mit mehr oder weniger Überlegung begleiten möchte und unter Zeitmangel oder fehlender Geduld leidet. Dem sei Memoir auf das wärmste Empfohlen.

    Also ein Spiel für Zwischendurch, einfach zu erlernen, wem das Englische keine Schwierigkeiten bereitet.
  • Christoph S. schrieb am 21.04.2006:
    Memoir 44 ist ein Spiel, das einfach nur Spaß macht, obwohl ich zu Anfang meine Bedenken hatte. Der Zufallsfaktor, der durch Würfel und Karten ins Spiel kommt, erschien mit viel zu hoch, als dass es noch eine taktische Spielmöglichkeit geben könnte. Aber gerade der Faktor Zufall, die falschen Karten auf der Hand (die es einem vielleicht nicht ermöglichen, die Armeen auf der rechten Flanke zu bewegen, weil die Befehle zu ihnen einfach nicht durch kommen) oder Würfelpech (was dazu führt, dass man selbst mit einer deutlichen Übermacht immer noch vorsichtig spielt), gibt dem Spiel, in meinen Augen, die richtige Würze.
    Die Szenarien sind mit einer halben Stunde / Stunde auch noch sehr Benutzerfreundlich, was die Zeit angeht. Für mich im Moment eines der besten 2. Personen Spiele (wenn man das Thema mag, welche, zugegeben, stark Geschmacksabhängig ist).

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