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Mahmut Dural schrieb am 13.04.2011:
Autor: Carl de Visser / Jarratt Gray
Verlag: Lookout Games
Spieler: 3 - 5
Dauer: 60 - 90 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2009
Vorwort:
Was für ein toller Jahrgang! Was für ein tolles Spiel!
Magister Navis ist eine weitere Bestätigung neben Fresco, Vasco da Gama, Tore der Welt und Hansa Teutonica was für ein toller Jahrgang 2009 war und die damit verbundene Essener Messe im Jahre 2010.
Platz 6 bei der Auswahl zum "Deutscher Spielepreis 2010" !
Spielziel:
Die Spieler versuchen in 7 Runden a 4 Phasen den meisten Ruhm für ihr Reich zu erlangen, indem sie die vier Kategorien Industrie, Kultur, Finanzen und Politik zu verbessern.
Spielvorbereitung:
Nachdem das Spielbrett und das zugehörige Material bereitgelegt wurden, bekommen die Spieler jeweils einen Tableau.
Laut Spielertableau kann man im Laufe des Spieles den Entwicklungsstand eines Spielers in den folgenden 4 Kategorien sehen:
- Industrie: (Wer die Industrie ankurbelt, kann sich in den folgenden Runden bessere Gebäude aus der Auslage aussuchen).
- Kultur (Der Stand der Kulturanzeige auf dem Spielertableau gibt an, wieviele Arbeiter ein Spieler sich nehmen kann).
- Finanzen (Je nachdem wie weit man hier auf dem entsprechendem Tableau angekommen ist, dementsprechend so viele Arbeiter kann man sich aus den zuvor aktivierten Gebäuden zurückholen, damit sie einem auch in der nächsten Aktionsphase zur Verfügung stehen.
- Politik (Hieraus geht das Kartenlimit für den jeweiligen Spieler hervor).
Die 4 Phasen pro Runde:
- Bauphase: (Jeder Spieler nimmt sich ein Gebäude aus der Auslage und legt es auf sein Tableau. Die Gebäude liegen in 5 Stufen aus. Je höher die Stufe, desto nützlicher das Gebäude. Wie oben erwähnt kommt es auf die Entwicklung in Industrie an, welche Stufe der jeweilige Spieler nehmen darf.
- Wachstumsphase: (Hier nimmt man sich Arbeiter aus dem Vorrat auf sein Tableau, abhängig vom Kulturstatus des jeweiligen Spielers.
- Lohnphase: (Arbeiter, die verwendet wurden um Gebäude zu aktivieren, kommen wieder zurück in den eigenen Vorrat, abhängig vom Finanzstatus der Tableaus.
- Aktionsphase:
Die letzte Phase einer Runde ist die Aktionsphase. Die Spieler werden abwechselnd, je nachdem wieviele Arbeiter sie im jeweiligen Moment zur Verfügung haben ihre Aktionen ausführen. Im Laufe des Spiels kann es durchaus passieren, das jemand nach 4 Aktionen passen muß, während andere noch weitere Aktionen durchführen können.
Es gibt nämlich Gebäude, aber auch Handelsmarken, die einem zu den folgenden Aktionen verhelfen können:
- Schiffahrt: (Ein eigener Arbeiter wird auf eine Handelsroute gelegt. Das daraufliegende Plättchen kann entweder die 4 Statistiken auf den Tableaus ändern oder eine weitere Aktion dem jeweiligen Spieler bringen.
Im Laufe des Spiels kann durch diese Aktion eine Region erschlossen werden. Erst jetzt kann sie besiedelt werden. Sobald eine Region erschlossen wurde, darf der Spieler mit den meisten Markern auf der Handelsroute sich die oberste karte nehmen. Diese Karten ändern die Statistiken zum positiven, der einzelnen Spieler. Allerdings herrscht durch die Politikanzeige ein Kartenlimit.
- Besiedeln: (Hier wird ein Arbeiter auf eine Stadt gelegt, dessen Region zuvor durch die Handelsroute erschlossen wurde. Das daraufliegende Plättchen nimmt sich der Spieler auf sein Tableau und passt den Status des jeweiligen Bereichs wieder an).
- Angriff: (Wenn ein Spieler es schafft zwei Städte zu besitzen, die eine direkte Verbindung miteinander haben, bekommt er auch das Handelsplättchen, welches zwischen den beiden Städten lag. Diese Verbindung aber auch die einzelnen Städte bringen am Ende des Spiels Ruhmpunkte und sind sehr begehrt. Somit wird es im Spiel auch vorkommen, das ein Spieler den Kontrahenten angreift. Bedingung ist, das er selber in der Region present ist).
Hierfür legt der Spieler einer seiner Arbeiter zurück in den allgemeinen Vorrat. Mit einem zweiten Arbeiter verdrängt er den Marker des jeweiligen Kontrahenten.
- Zahlung: (Der Spieler nimmt ein Arbeiter aus einem Gebäude zurück in seinen Vorrat und kann somit entweder dieses Gebäude erneut durch einen Arbeiter aktivieren oder kann mit Hilfe dieses Arbeiters eine andere Aktion durchführen).
- Ausbeuten: (Der Spieler nimmt die oberste Karte einer erschlossenen Region und passt anhand der Symbole auf der Karte sofort seinen Status an).
Spielende:
Nach Beendigung der siebten Runde ist das Spiel sofort vorbei.
Die Spieler bekommen für jede Stadt und Verbindung 1 Ruhmpunkt, dazu werden die Ruhmpunkte auf den Karten oder Gebäuden zugezählt. Für je 3 Arbeiter erhält man einen weiteren Ruhmpunkt und letztendlich die Ruhmpunkte der einzelnen Statusleisten aus den Spielertableaus.
Wer die meisten Ruhmpunkte hat, hat gewonnen.
Fazit:
Auch wenn Lookout Games schon wieder mit der Ausstattung überzeugen konnte war ich aufgrund der Thematik und der Grafik etwas skeptisch was mich im spielerischen erwarten würde.
Das spartanisch gestaltete Spielbrett und das wiedermal, das Material so ganz ohne Inlay in der Schachtel rumlagen schockierte mich.
Ich hasse nunmal Schachteln die keine Einlagen haben, zu oft ist mir passiert, das dadurch die Spielbretter mit der Zeit an den Ecken vom Hin- und Herbewegen Schrammen bekamen.
Aber das Material war wie gewohnt in sehr guter Qualität. Dicke Papp- und Holzmarker, stabile Spielkarten und -tableaus.
Selbst die Spielanleitung hat mich mit ihrer Einfachheit sehr sehr positiv überrascht. Innerhalb 30 Minuten hatte ich die Spielregeln inne und es konnte losgehen.
Magister Navis ist vom spielerischen her unvergleichlich gut, sehr locker leicht zu spielen, obwohl es ne Menge an Spieltiefe besitzt und somit sehr viel strategisches Handeln erfordert. Die jeweiligen Partien zu dritt dauerten ca. 75 Minuten.
Für mich fällt es schwer dieses Spiel in eine bestimmte Kategorie einzuordnen. Ich stelle mich aber gegen jegliche Behauptung, die wegen der Aktionsmöglichkeit "Angriff" besagen soll, dieses Spiel sei ein Kriegsspiel.
Nein, die Aktion nennt sich nur Angriff, es hat auch ebenso wenig mit Mehrheitenspielen gemein. Es ist eher ein Sammeln von Symbolen und Workerplacement, weil man durch das Einsetzen der Arbeiter auf Gebäude bestimmte Aktionen durchführen darf.
Schade, das ich dieses Spiel erst jetzt kennengelernt habe, nur weil ich dachte es sei ein Mehrheiten- oder Kriegsspiel.
Es ist so genial gemacht, das obwohl bei so viel Spieltife und Strategie kein bißchen das Spiel anstrengend wird. Es macht einen Riesenspaß die Bereiche weiter zu entwickeln.
Hierbei rate ich jedem, allen Bereichen gleich viel Beachtung zu schenken ;-)
Ich kann dieses oft mißverstandene und somit sehr unterschätzte Spiel Allen empfehlen. Sowohl Vielspielern wegen der Komplexität und des variablen Spielaufbaus, als auch Familienspielern, weil es zügig und leicht zu spielen ist, ca.75 Minuten zu dritt.
Magister Navis hatte einfach nur das Pech, dass in dem Erscheinungsjahr zu viele gute Spiele dabei waren bei denen vielleicht das Spielbrett grafisch schöner gestaltet war.
Aber ich betone es nochmal, Magister Navis braucht sich vor den besserplatzierten Spielen im Jahre 2010 ganz bestimmt nicht verstecken!
Denn hätt ich gewusst was für eine Perle sich in dieser Schachtel versteckt, hätte ich es bei meiner Abstimmung zum "Deutscher Spielepreis 2010" berücksichtigt, auch wenn meine Abstimmung nicht viel geändert hätte.Mahmut hat Magister Navis klassifiziert. (ansehen)
Helga Dautert, Gülsüm Dural und 20 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Gregor F. Eschenbacher: Wollte ja eigentlich auch was zu dem Spiel schreiben, aber das hier ist schon so gut - da spar ich mir das und stimm hier ausdrücklich zu.
06.08.2011-01:52:08 -
Mahmut Dural: Freut mich, dass es euch gefällt - lieben Dank!
03.09.2011-20:37:01
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Tobias Meyer schrieb am 15.02.2011:
Sehr schönes, strategisch wirkendes, dabei auffällig "rundes" Spiel mit leicht überdurchschnittlichen Komplexitätsgrad und nicht unerheblichem Glücksanteil. Und unerwartet schnell.
Heute habe ich Magister Navis das zweite mal gespielt. Ich wünschte, ich wäre damals, als ich in den festen Spielekreis, indem ich wöchentlich (fast immer neues) spiele, kam,mit so etwas eingeführt worden und nicht mit Le Havre, das mich (nach Carcassone und Tikal) doch etwas überforderte. Es handelt sich nämlich um ein Spiel, das auf den ersten Blick sehr komplex wirkt, auf den zweiten aber erstaunlich leichtgängig und auch schnell gespielt ist.
Die Spieler starten im "Zeitalter der Entdecker" in Europa, weiten dort ihren Einfluss aus und entdecken nach und nach ferne Kontinente und Länder. Um dort wiederum ihren Einfluss auszuweiten.
Um dies zu tun, bauen die Spieler Gebäude (d.h. auf ihrem persönlichen Tableau), besetzen sich die Spieler Städte und Handelsrouten, erhandeln lokale Verträge (oder was ist das eigentlich?) und erforschen Seefahrtrouten (indem sie dort Steine platzieren). Dadurch steigern sie Ihre Baukunst, einsetzbaren Arbeiter, Einkommen und Vertragskartenlimit, um noch mehr von dem ganzen Zeug anzuhäufen. Nach 7 Runden ist das Ganze auch schon vorbei und die Welt, je nach Spieleranzahl, mehr oder minder entdeckt.
Dabei greift alles irgendwie gut ineinander, fast jede Aktion ist sinnvoll, aber das Wählen der vorteilhaftesten Aktionen befördert dennoch die Siegchancen deutlich. Das Glück spielt dennoch eine entscheidende Rolle: Verdeckte Plättchen führen zu unvorhersehbaren Entwicklungen bei einem selbst und den Mitspielern, und so kann schnell ein anvisiertes Gebäude vergriffen sein oder anders Ungemach auftreten. Dennoch gibt es kaum Frustelemente, da die einzigen Rückschritte im Spielgeschehen von kriegerischen Aktionen der Mitspieler (die recht unattraktiv im Verhältnis von Kosten/Nutzen sind) oder der Abschaffung der Sklaverei (welche ein Risiko ist, das am Spielbeginn deutlich gemacht werden sollte) ausgehen. Ansonsten hat man immer das Gefühl: Es geht vorwärts. Allerdings hat man am Ende auch das Gefühl: Ups, schon vorbei!? (besonders in kleiner Runde)
Das Spiel hat mir Spaß gemacht, und auch ich halte es tatsächlich für einen äußerst gelungenen Brückenschlag zwischen Familienspiel (wie Zug um Zug) und komplexem Spiel (wie Civilization oder Agricola). Leider ist der Preis etwas zu hoch. Dennoch gebe ich knappe 5 Punkte, was dieses Spiel als lohnenswerte Investition kennzeichnet.
Man verzeihe mir bitte, wenn ich falsche, aber anschauliche Begriffe verwendet habe. Eine Anleitung (oder das Spiel an sich) habe ich nämlich nicht zur Hand.Tobias hat Magister Navis klassifiziert. (ansehen)
Maren Landwehrs, Uwe Rill und 10 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Tobias Meyer: Übrigens als Hinweis: Sklavereikarten sollte man sich zu dritt sehr genau überlegen. Zu fünft ist die Abschaffung hingegen unwahrscheinlich.
15.02.2011-00:11:07 -
Hermann : Schöne Rezension!
02.06.2011-11:55:44 -
Michael Schlindwein: Ich habe das Spiel letzte Woche erhalten und es heute mal aufgebaut und alleine ausprobiert, soweit das möglich ist.
Also ich bin sehr angetan vo... weiterlesen
22.01.2012-18:16:59
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Matthias Nagy schrieb am 06.04.2010:
Hervoragendes Spiel, welches neue elemente wunderbar miteinander vereint.Matthias hat Magister Navis klassifiziert. (ansehen)
Pascal von Engelbrechten, Torsten Sammet und 8 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Totoro Tonari: welche Elemente?
01.02.2011-21:27:31
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Daniel Speer schrieb am 21.12.2011:
Spieleranzahl: 3-5 Personen
Alter: 12+
Spieldauer: ca. 1,5 Stunden
Beim ersten Lesen der Spielanleitung kann einem leicht schwindlig werden. Sie ist doch etwas kompliziert und die Beispiele leicht verwirrend.
Aber schwer ist es nicht. Ist das Spielprinzip einmal verstanden, geht das Spiel sogar recht schnell. Hier eine Kurzerklärung, die alle Fragen beantworten sollte:
Jeder Spieler hat vor sich eine "Fortschrittskarte" liegen. Mit dieser Karte kann er seinen Fortschrift in der industriellen Entwicklung, in der Bevölkerungsanzahl, in der Finanzkraft und im politischen Einfluss ausbauen. Dazu kommt noch ein Feld mit Gebäuden, die der Spieler bauen kann.
In der Mitte des Spiels liegt eine Weltkarte mit 7 Ländern. Das bereits zum Besiedeln freigegebene "Europa und der Mittelmeerraum" und die zu erforschenden "Indien", "Ferner Osten", "Afrika", "Süd-Amerika", "Karibik" und "Nord-Amerika".
In "Europa und der Mittelmeerraum" können bereits Städte eingenommen und die Region ausgebeutet werden. In allen anderen Regionen müssen erst die Handelsrouten bevölkert werden, um das Land ausbeuten zu können. Auf den Städten, den Stadtverbindungen und den Handelsrouten liegen Fortschritts-Plätchen oder Aktions-Plättchen.
So, das zu den beiden Spielbrettern. Gespielt wird dann so:
In der ersten Runde nimmt der Startspieler (der jede Runde im Uhrzeigersinn wechselt) ein Gebäude. In der ersten Runde können alle Spieler ein Gebäude der Stufe 1 nehmen, da sie in der industriellen Entwicklung alle auf Stufe 1 stehen. Haben alle Spieler ein Gebäude genommen, bekommt jeder Spieler Bevölkerungssteinchen. Auch hier bekommen alle Spieler 2 Steinchen, da sie bei der Bevölkerung alle gleich starten. Dann gehts zur Finanzkraft und dem bezahlen der eingesetzten Bevölkerung - Runde 1, noch niemand konnte Bevölkerung einsetzen, also weiter zur letzten Aktion. Beim politischen Einfluss können nun Aktionen gespielt werden. Dazu gleich mehr.
"Merke": Rundenablauf ist immer gleich
Phase 1: Gebäude nehmen
Phase 2: Bevölkerung ins sein "Reich" holen
Phase 3: Bevölkerung bezahlen
Phase 4: Politisch Einfluss nehmen, heißt Aktion spielen
"Die Gebäude"
Die Gebäude haben alle unterschiedliche Funktionen. Wer in Runde 1 eine Werkstatt (Gebäude der Stufe 1) gebaut hat, profitiert davon, dass die Werkstatt die industrielle Entwicklung um 2 Stufen verbessert. Der Spielmarker wird dort also 2 Stellen nach vorne gesetzt und der Spieler kann in der nächsten Runde ein Gebäude der Stufe 2 bauen.
Wer in Runde 1 eine Werft gebaut hat, kann seinen Bevölkerungsmarker um eine Stelle nach vorne stellen und in Phase 4 eine der 6 zu besiedelnden Region erkunden.
So startet dann jede neue Runde, von denen es insgesamt 7 gibt. Überlegen welches Gebäude man haben möchte, welche Strategie man in den kommenden Runden also spielen möcht und den sofortigen Fortschritt in einer der 4 Phasen setzen.
"Bevölkerung"
Diese Phase geht schnell. Jeder schaut, wieweit sein Marker bei der Bevölkerung ist. Von 0-1 gibt es 2 Plättchen, von 2-3 gibt es 3 Plättchen, von 4-6 gibt es 4 Plättchen, von 7-9 gibt es 5 Plättchen und ab 10 gibt es 6 Plättchen. Jeder Spieler nimmt also die Anzahl seiner Bevölkerung und legt sie zu sich auf das Tableau.
"Bezahlung"
Die eingesetzten Bevölkerungsplättchen müssen nun bezahlt werden. Habe ich z.B. ein Plättchen auf die Residenz gesetzt, weil ich in einem Land eine Stadt erobert habe, muss ich, um die Residenz wieder nutzen zu können, diese frei machen. Ich bezahle also das Bevölkerungsplättchen und lege es zurück in meinen Vorrat.
Es kann vorkommen, dass in einer Aktionsrunde 3 oder 4 Bevölkerungsplättchen aktiviert wurden, man aber nur 2 bezahlen kann. Das heißt, man muss in dieser Phase genau überlegen, was in Phase 4 passieren soll. Ihr müsst die Gebäude frei machen, die ihr in Phase 4 dann nutzen wollt.
"Politischer Einfluss"
Diese Runde dauert mit zunehmender Spielzeit immer länger. Je mehr Gebäude und Bevölkerungsplättchen im Vorrat sind, desto mehr Aktionen können gespielt werden. Aber immer im Uhrzeigersinn. Ich kann nicht alle meine 5 Aktionen setzen. Ich spiele die erste Aktion, dann gehts einmal rum, dann spiele ich die zweite ... Solange, bis alle Spieler gepasst haben.
In den beiden letzten Runden dauert diese Phase teils sehr lange. Da zwar der gesamte Spielzug im Vorraus geplant werden kann, die Konkurrenten aber maßgeblich diesen Plan zerstören können, muss immer neu überlegt und geknobelt werden. Auch ein Blick auf die Tableaus der Gegner ist hilfreich um zu sehen/erahnen, welche Aktionen diese in dieser Phase noch spielen können/wollen.
Aktionen sind:
Besiedeln (einen Marker in eine Stadt setzen)
Erforschen (einen Marker auf eine Handelsroute legen)
Ausbeuten (eine besiedelte Region ausbeuten heißt, ich darf mir eine Karte nehmen. Auf dieser Karte sind Fortschritts-Punkte und Siegpunkte)
Angreifen (es können die Städte der Mitspieler angegriffen und eingenommen werden)
"Spielende"
Am Ende gewinnt wieder derjenige, der die meisten Siegpunkte hat. Siegpunkte gibt das Besiedeln von Städten, die Verbindungen zwischen Städten, das Ausbeuten und der Fortschritt in den 4 Phasen.
"Anmerkung"
Magister Navis ist ein sehr interessantes Strategiespiel, dass leider 1-2 Runden zu früh zu Ende geht. In der Regel werden von den 6 verfügbaren Regionen nur 2, maximal 3, ausgebeutet, die anderen liegen "brach". Man kann dort zwar die Handelsrouten besetzen und sich die Fortschrittsmarker einsammeln (auch dies kann eine Siegstrategie sein), dennoch ist es etwas "Verschwendung". Die Spielzeit wird mit knapp 1,5 Stunden angegeben. Ist das Spielprinzip einmal verstanden, so schwer ist es ja auch nicht, gehts deutlich schneller. Daher wären angesprochene Zusatzrunden eine gute Erweiterung.
Die Karten, Plättchen, Marker sind alle in einzelnen Plastiktütchen verpackt, so herrscht Ordnung. Klasse. Die Aufmachung und Qualität des Zubehörs ist auch sehr schön. Nur der Preis ist zum Teil deutlich zu hoch. 40€ ist das Spiel definitiv wert, bei Preisen um die 60€ würde ich lieber auf Rabattaktionen warten.
** Beachtet auch meine anderen Spielbewertungen bei http://www.ciao.de/Magister_Navis__Test_8673952 **
Daniel Speer, Julie Koch und 5 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Roland Wilke schrieb am 14.12.2010:
Ein wirklich nettes Einsteigerspiel. Einige neue Mechanismen. Trotzdem wirkt alles irgendwie zu abstrakt. Spielerinteraktion ist bis auf wenige Angriffe (die meistens nicht rendieren und teuer sind) kaum vorhanden. Irgendwie hat man auch das Gefühl das es nach 10-15 Partien etwas ausgelutscht ist, desweiteren kann ich das Seefahrthema langsam nicht mehr sehen. Warum trotzdem 5 Punkte? Es spielt sich unglaublich schnell, ist ein gutes Spiel als Einstieg für "was gescheites", ausserdem hat Sklaverei abschaffen einfach Stil :-)
Probespielen empfohlenRoland hat Magister Navis klassifiziert. (ansehen)
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Markus Prieß schrieb am 21.06.2010:
Hier ist Plättchensetzen angesagt. Das nautische Flair vermochte Magister Navis nicht zu verbreiten. Die Vorbereitungszeit (Spiel aufstellen) ist recht hoch.
Sabine Semmler, Matthias Habelitz und 3 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Axel Baumgartner schrieb am 19.03.2010:
Magister Navis ist ein wirklich schönes Spiel, das sowohl Viel- als auch Familienspieler begeistern kann. Es ist vor allem ein "Next-Step-Game", also etwas komplexer als Zug um Zug oder Siedler, aber dennoch leicht erklärbar und unter 90 Minuten ohne Probleme spielbar. Nach einer Partie fragt man sich immer, was man besser machen hätte können und so ist man gerne bereit, gleich mehrere Partien hintereinander zu spielen.
Ich möchte hervorheben, was mir besonders an Magister Navis gefällt:
+ Spielertableus: jeder Spieler hat sein eigenes kleines Spielbrett, das seine Aktionsmöglichkeiten und Fortschritt anzeigt. Hier gilt es, die richtige Zusammenstellung zu finden. Mir gefällt dieser "Maschinen"-Aspekt (ähnlich zu Puerto Rico) sehr.
+ Relativ hohe Interaktivität: Aufbau- und Strategiespiele mit Spielertableus tendieren dazu die Interaktion unter den Spielern ausser Acht zu lassen. Dieser Nachteil ist bei diesem Spiel kaum gegeben. Durch das gemeinsame Spielbrett in dem alle Spieler beteiligt sind kommt ausreichend Interaktion zustande.
+ Hohe Komplexität bei mittlerer Spieldauer.
+ Gut zu erklären: da sich die Aktionsmöglichkeiten nach und nach entwickeln.
+ Einfach zugänglich: man muss keine Karten- oder Gebäudetexte lesen, um zu verstehen, welche Aktion man damit ausführen kann. Alles wird lediglich durch Symbole angezeigt, die sich schnell einprägen und überschaubar sind. Bei Puerto Rico, Agricola oder Dominion muss man erst jede Menge Text lesen, um zu verstehen wie man die Aktionen am Besten sinnvoll nutzen kann. Bei Magister Navis ist alles sofort ersichtlich und wirkt dadurch einfacher.
+ Sinnvolle Aktionen: alles was man macht, selbst die kleinsten Aktionen am Anfang beeinflussen das Spiel und entscheiden evtl. über Sieg oder Niederlage.
+ Man kommt ständig vorran: egal was man macht, man hat immer das Gefühl "es passiert etwas, man kommt vorran". Wer besser spielt, kommt schneller vorran. Das erzeugt jedesmal eine positive Spielerfahrung, selbst wenn man nicht gewinnt (oder sogar letzter wird).
+ Sehr abwechlungsreich: man kann viele unterschiedliche Strategien spielen (z.B. Militaristisch vs. Kooperativ), die zufällige Startbelegung des Spielbrettes mit Handelsmarken erzeugt ständig andere Ausgangssituationen.
+ Gute Skalierbarkeit. Durch die zu erschließenden Kolonien spielt sich Magister Navis mit 3 Spielern fast gleich spannend wie mit 5.
Ich spiele relativ viele Brettspiele, vom simplen Kartenspiel bis zum abendfüllenden Strategiespiel. Magister Navis hat mich absolut überrascht und ist nun das Juwel in meiner Sammlung, da es genau den richtigen Punkt trifft: nicht zu lange, nicht zu kurz, nicht zu schwer, nicht zu leicht. Ich denke, dass es zu einem neuen Klassiker werden wird. Ich bin schon sehr gespannt auf die bereits geplanten Erweiterungen.
Hermann , Reinhard Ott-Schindele und 3 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Tobias Meyer: Schöne Rezension (damals...) im Wirrwar von Kurzbeiträgen.
15.02.2011-00:12:38
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Jörn Frenzel schrieb am 23.07.2011:
Ein Superspiel, bei dem man bis zum Ende nicht durchsieht, wer denn vorne liegt! Man muss als erstes ein Gebäude bauen, jenachdem wie viele Bausteine dafür zur Verfügung stehen! Mit diesen hat man dann verschiedene Möglichkeiten, die einen beim ersten Lesen der Anleitung erschlagen. Aber man ist schnell drin!Danach zieht man seine Bevölkerungssteine, die man für die Gebäude braucht in den Hafen um diese dann wieder auf dem abstrakten Weltfeld über die Gebäude einzusetzen. Dabei erlangt man verschiedene Chips, Karten die einem Vorteile und Prestige bringen, die man wieder als Siegpunkte nutzen kann!
Hört sich komplex an, liest sich so, spielt sich aber locker und man ist nach zwei Runden drin!Jörn hat Magister Navis klassifiziert. (ansehen)
Tanja Skribill, Heiko Weiß und 2 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Torsten Mitze schrieb am 03.04.2010:
Ein sehr sehr gutes Spiel! Angenehm ist, dass sich die Aktionsmöglichkeiten von Runde zu Runde steigern. So kann man langsam anfangen und sich immer tiefer ins Spiel einfinden.
Dank des zufälligen Aufbaus ergibt sich jedesmal ein neues Spiel.
Nicht so für Familien geeignet (also nicht SdJ 2010), aber sicherlich ein Anwärter auf den deutschen Spielepreis.Torsten hat Magister Navis klassifiziert. (ansehen)
Stefanie Wulf, Pascal von Engelbrechten und 2 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Lutz Stratmann schrieb am 08.11.2010:
Magister Navis ist ein Spiel das zu Unrecht wenig Aufmerksamkeit genießt. Ich denke vor Puerto Rico brauch es sich nciht verstecken.
Also worum geht es: Alle Spieler sind ich sag mal Europäische Entdecker und wollen die ganze Welt ausbeu... bereisen.
die Spieler verteilen Bevölkerungssteine auf dem Spielbrett durch Aktionen (Schifffahren, Besiedeln oder Angreifen) udn bauen Gebäude, um mehr Aktionen zur Verfügung zu haben. Dabei sammelt man in den verschiedenen Kategorien der Statusleiste (Industrie, Kultur, Finanzstärke und Politische Macht) Punkte, die einem dann zB mehr Spielsteine, bessere Gebäude o.ä. ermöglichen. Praktisch ist es auch die Vorteile der Sklaverei zu genießen, aber wehe die Sklaverei wird abgeschafft...
Dies war nur ein ganz grober Eindruck. In dem Spiel gibt es viele Wege zum Sieg, aber trotz der Komplexität, weiß man nach ein oder zwei Zügen, wie das Spiel abläuft.
Das ist eindeutig ein Spiel für Strategen und Leute die auch nicht davor zurückschrecken wenn ne Erklärung 20 min dauert ... also wenn es wer erklärt, der es schonmal gespielt hat.
Interesaant ist auch, dass bei 3 von 3 Partien die cih gespielt habe, der Sieger immer nur einen Punkt Vorsprung hatte.
Und wie man es von Lookout games kennt, sind ind er Verpackung keine Fächer sondern einfach viele wiederverschließbare Tüten.Lutz hat Magister Navis klassifiziert. (ansehen)
Totoro Tonari, Tobias Meyer und noch jemand mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Jörg Köninger (Cliquenabend.de) schrieb am 29.06.2010:
Anspruchsvolles Strategiespiel in der mir persönlich nur die Zusammenstellung und Grafik des Spielplans nicht gefällt. Nach 1-2 Runden einfach zu spielen (von den Abläufen)Jörg hat Magister Navis klassifiziert. (ansehen)
Amadeus Schneider, Mahmut Dural und noch jemand mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Michael Schulz schrieb am 11.03.2010:
Magister Navis ist ein sehr schönes Strategiespiel, das auch nach mehreren Partien nicht langweilig wird. Durch die Zufallsverteilung der Spielsteine(einziger Zufallsfaktor) bei der Startaufstellung ist jedes Spiel eine neue Herrausforderung. Der Spielverlauf ist flüssig und es gelingt auch des öfteren, den ein oder anderen Mitspieler zu ärgern. Es ist für Familien und auch für Vielspieler geeignet. -
Christian Probst schrieb am 20.04.2010:
strategie pur, sehr gut, aber meines erachtens relativ schwerer einstieg. -
Christian Daus schrieb am 26.02.2010:
Zunächst kann man sich kaum vorstellen, wie das Spiel gut laufen soll, aber dann ist es richtig gut. Nicht ganz einfachChristian hat Magister Navis klassifiziert. (ansehen)
Eine eigene Bewertung für Magister Navis schreiben.
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