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Mahmut D. schrieb am 06.11.2011:
Wikinger treffen Amyitis!
Hawaii
Autor: Gregory Daigle
Verlag: Hans im Glück
Spieler: 2 - 5
Dauer: 60 - 90 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2011
Spielvorbereitung:
Zunächst werden die sechs Puzzleteile passend zu einem Rahmen (Kramerleiste) zusammengesetzt.
Jetzt werden die zehn verschiedenen Orte gemischt und links unten beginnend in den Rahmen reingelegt.
Alle Orte haben eins, zwei oder drei Kaufplätze.
Je Ort ist ein Kaufplatz mit einer Zahl zwischen 5-12 versehen.
Dazu kommen noch null bis zwei unbeschriftete Kaufplätze.
Nun werden für die einzelnen Orte die Preisplättchen aus dem Beutel gezogen.
Ist die Summe der Preisplättchen niedriger als die Zahl auf dem Kaufplatz, wird das Plättchen auf den leeren Kaufplatz gelegt, so verfährt man bis die Summe irgendwann höher ist.
In diesem Fall wird das Preisplättchen umgedreht und kommt an den Strand( die Rückseiten der Preisplättchen zeigen eins bis drei Fische). Alle anderen Orte werden nach demselben Schema mit Preisplättchen bestückt.
Nachdem die Spieler ihre Muscheln, Füße und Früchte (alle drei sind Zahlungsmittel) bekommen und hinter ihrem Sichtschirm verstaut haben, erhalten sie noch einen Winkel um sich in Häuptlinge verwandeln zu können.
Spielidee:
Als Häuptlinge versuchen die Spieler ihre Gebiete auszubauen.
Dafür wandern sie von Ort zu Ort, kaufen Sachen ein und bauen es in ihre Dörfer.
Der Winkel beinhaltet fünf Spalten. In jeder Spalte kann ein neues Dorf entstehen, vorausgesetzt man baut dort als erstes ein Hütte ( 5 verschiedene Hütten im Spiel).
Jede Zeile steht somit für ein Dorf. Kein Ortsplättchen derselben Art darf in einer Zeile mehr als einmal vorkommen.
Von Links nach Rechts gesehen ist über jeder Spalte des Winkels ein Platz für einen Tiki.
Diese müssen die Spieler bauen um ihre Dörfer in die Abschlusswertung zu bringen. Denn wird ein Dorf am Ende nicht von einem Tiki überragt, wird es abgerissen und bringt keine Punkte.
Wer in der Schlußwertung die punkteträchtigsten Dörfer besitzt, ist der erfolgreichste Häuptling auf Hawaii.
Spielablauf:
Hawaii läuft über 5 Runden, welche jeweils aus den folgenden zwei Phasen besteht:
1. Der Zug der Häuptlinge
2. Ende der Runde
Zu 1:
Ist ein Häuptling am Zug, zieht er von einem Ort zum Anderen. Je nachdem wieviele Felder er gezogen ist, muß er soviele Füße oder Früchte abgeben.
An seinem Zielort darf er nun ein Ortsplättchen für seinen Dorf kaufen, bevor der nächste Spieler dran ist.
Hier bezahlt er mit Muscheln oder mit Früchten, den auf dem Preisplättchen aufgedruckten Preis, nimmt sich das gewünschte Plättchen und muß es natürlich sofort in seinen Dorf verbauen können.
War alles regelkonform und er kann es verbauen, so nimmt der Spieler sich auch das Preisplättchen und legt es neben seinem Gebiet ab.
Diese Preisplättchen können dem Spieler am Ende der Runde nochmals Punkte bringen.
Alternativ zu den Orten kann ein Häuptling auch zum Strand gehen.
Zum Strandziehen ist kostenlos. Hier kann er entweder Inselplättchen nehmen oder Angeln. Muß jedoch egal welche Wahl er getroffen hat, mit Füßen bezahlen und diese auch im selben Moment verschiffen können.
So verfahren alle Spieler bis sie wegen Mangels Füßen oder Muscheln nach und nach passen und sich auf einer Spielerreihenfolgeleiste hinstellen.
Zu 2:
Am Ende jeder Runde werden zunächst Punkte vergeben. Dann erhalten alle Spieler neue Muscheln, Füße und evtl. Früchte.
Zur Punktevergabe zählt jeder Häuptling die Zahlen von allen seinen Preis- und Fischplättchen zusammen. Ist die Summe kleiner als auf dem Rundenanzeiger verlangt wird, bekommt der Spieler keine Punkte. Ist sie gleich oder größer wird er Punkte bekommen.
Wieviel Punkte er jedoch bekommt hängt von den Mitspielern ab. Die drei Spieler mit den höchsten Summen bekommen nämlich Punkte.
Nun bekommen alle Spieler neue Muscheln, Füße etc..
Zunächst bekommen alle Spieler das, was auf dem Rundenanzeiger angegeben ist und danach nochmal, je nachdem was sie in ihre Dörfer gebaut haben.
Neue Runde:
Vor der neuen Runde kommt der neue Rundenanzeiger zum vorschein. Alle Preisplättchen werden wieder in den Beutel gefüllt und wie oben beschrieben wieder auf die Orte verteilt.
Spielende:
Mit dem Ablauf der fünften Runde endet eine Partie Hawaii.
Alle Dörfer (Zeile), die über sich keinen Tiki haben, werden abgerissen. Jetzt werden überall die Punkte gezählt und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.
Fazit:
Spielt man eine Partie Hawaii und wandert von Ort zu Ort und gibt Füße und Muschel ab, denkt man an Amyitis.
Der Unterschied zu Hawaii war beim Ystari - Spiel, daß man für das Wandern mit Kamelen und beim Kauf dann mit Waren bezahlen mußte.
Auch beim Anlegen der erworbenen Ortsplättchen wird man an ein sehr gutes Spiel erinnert, nämlich Wikinger.
Dort war der Unterschied zu Hawaii, dass man sich Wikingerschiffe besorgen mußte um die einzelnen Inseln pro Runde bewerten zu können.
Bei Hawaii hat man das ganze Spiel über Zeit seine Dörfer in die Schlußwertung zu bringen, indem man Tikis baut.
Jedoch fällt es beim letzteren Spiel auch schwerer, weil in jeder Runde die Preise verschieden hoch ausfallen.
Man hat immer mit Mängel zu kämpfen, möchte am liebsten überall hin und Alles kaufen, aber entweder fehlen die Füße um wandern zu können oder die Muschel, Früchte um das Plättchen auch erwerben zu können.
Hawaii ist, obwohl es vielleicht einiges an Bekanntem enthält, ein eigenständiges, solides, aber auch nicht leicht zu meisterndes Spiel.
Die fünf Runden verfliegen wegen dem andauernden Mangelgefühl im Spiel.
Das einwandfreie, detailgetreue Material trägt auch dazu bei, daß man Hawaii am liebsten nochmal ausprobieren will um vielleicht diesmal als Sieger hervorzugehen.
Aber auch das variable Spielbrett und die ewig verschiedenen Preise auf den einzelnen Orten, die einem jegliche Pläne zunichte machen erhöhen den Wiederspielreiz.
Mit seinen zwölfseitigen Spielregeln macht Hawaii zwar einen komplexen Eindruck, da es aber nur eins, zwei Mechanismen enthält, ist es eher ein anspruchvolles Familienspiel.
Hat der Familienvater die sehr gut geschriebenen und mit Beispielen und Bildern erklärten Regeln durchgearbeitet, können auch die zehn jährigen sich als Häuptlinge behaupten.
Da aber durch die variablen Preise und Orte keine genaue Strategie erfasst werden kann, wird es auch den Vielspielern Spaß machen.
In diesem Spiel werden die günstigen Sachen vor der Nase weggeschnappt.
Hawaii ist für Leute, die gern Legespiele spielen, die gern ihre Züge optimieren, die einen gesunden Maß an Interaktion in Spielen wünschen, und die gern mit Ressourcen hantieren voll auf ihre Kosten kommen.
Und die tolle Aufmachung ist noch ein Geschenk für Die obendrein.
Viel Spaß!Mahmut hat Hawaii klassifiziert. (ansehen)- Björn V., Pascal V. und 26 weitere mögen das.
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Doreen S.: lach Mahmut, ja.. 5 Punkte sind doch schon sehr gut... :-D Und das kommt einfach davon, das man schon soviele Spiele kennt... Wenn es eines mit... weiterlesen
15.01.2012-13:24:47 -
Mahmut D.: @Doreen: Absolut Liebes! :-)
15.01.2012-13:27:48
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Frank L. schrieb am 19.01.2012:
Beschreibung:
Sonne, Palmen, Strand & Meer: Hübsche Einheimische tanzen Hula-Hula, Surfer reiten auf schäumenden Wellen, exotische Früchte wachsen an den Bäumen. In dieser friedlichen Idylle bauen wir als Häuptlinge unsere Insel aus. Der Spielplan stellt die Hauptinsel dar und setzt sich aus einzelnen Spielplanteilen zusammen, die zufällig angeordnet werden. Auf den einzelnen Plätzen werden die verschiedenen Ortsplättchen gestapelt. Jeder Spieler erhält einen Inselwinkel, in dem die erworbenen Ortsplättchen angelegt werden.
Ablauf:
Reihum ziehen die Spieler ihren Häuptling von Ort zu Ort der Hauptinsel, um dort Ortsplättchen für die eigene Insel zu erwerben. Jeder Schritt muss mit einem Fußstein bezahlt werden; jedes Ortsplättchen mit Muscheln. Die Höhe der Kosten richtet sich nach Preisplättchen, die zu Beginn der Runde auf die Orte ausgelegt werden. Ortsplättchen, die ein Spieler erwirbt, werden immer sofort in die eigene Insel gelegt. Es gibt Hütten, durch die man regelmäßige Muschel-, Fußstein- oder Frucht-Einnahmen erhält. Andere Plättchen bringen Siegpunkte für Ortsplättchen, Fruchtplättchen, Surfer & Fischerboote oder Speerplättchen. Besonders wichtig sind die Tikis. Entsprechend der Hawaiianischen Mythologie verkörpern sie die geschnitzten Masken der Schutzgötter. Sie werden nicht in die Dorfzeilen gelegt, sondern auf den oberen Inselrand. Während die Dörfer von links nach rechts ausgebaut werden, füllt man die Tikis von rechts nach links auf. Dörfer die am Spielende nicht von Tikis überragt werden, sind ungeschützt und kommen nicht in die Schlusswertung. Also muss man versuchen, entweder viele Tikis zu erstehen oder seine Dörfer mit vielen Ortsplättchen so lang auszubauen, dass sie die Tikis erreichen.
Am Strand kann man fischen oder mit seinen Schiffen Inselplättchen nutzen (wodurch man ohne Muscheln an Gebäude, Siegpunkte oder sonstige Vorteile kommen kann). Will oder kann man nichts mehr kaufen, stellt man seinen Häuptling auf die Spielerreihenfolgeleiste. Die Mitspieler können weiterspielen bis alle Häuptlinge dort stehen.
Am Ende der Runde erhalten alle Spieler, die mit ihren Preis- & Fischplättchen eine bestimmte Summe erreicht haben, einen Siegpunktbonus. Anschließend erhält jeder Spieler neue Muscheln, Füße und Früchte.
Nach der 5. Runde kommt es zur Schlusswertung: Es werden nur die Dörfer gewertet, die von Tikis überragt werden. Weitere Siegpunkte bringen Kahunas, Tänzerinnen & bestimmte Götter.
Fazit:
Trotz der lockeren Urlaubsstimmung ist Hawaii ein anspruchsvolles Strategiespiel mit zahlreichen Möglichkeiten. Baue ich mehr Tikis und viele kurze Dörfer oder stattdessen wenige längere Dörfer mit vielen Ortsplättchen? Versuche ich immer die Bonuspunkte zu bekommen oder setze ich auf Fischerboote, um häufig Inselplättchen zu nutzen? Raffiniert ist der Mechanismus mit den Preisplättchen. Sie regulieren in jeder Runde den Preis sowie das Angebot der Ortsplättchen. So ist man immer wieder gezwungen, seine Strategie dem Angebot anzupassen. Nicht selten kam es vor, dass gerade die wichtigen Tikis in der letzten Runde sehr teuer wurden und schnell vergriffen waren. Wer dann das Nachsehen hatte, bekam das eine oder andere Dorf nicht in die Wertung. Abwechslung bietet auch der variable Spielplan, der bei jeder Partie zufällig ausgelegt wird. Das Material ist ebenfalls sehr schön: Füße, Muscheln und Früchte aus Holz, hübsche Plättchen und Spielplanteile. Die Gestaltung ist sehr gut gelungen und lässt eine schöne Inselatmosphäre aufkommen. Für die Blue Hawaiis* muss man allerdings selber sorgen ;o)
*Blue Hawaii: 4 cl weißer Rum, 2 cl Blue Curacao, 9 cl Ananassaft & 4 cl KokossirupFrank hat Hawaii klassifiziert. (ansehen)- Annett S., Michael S. und 10 weitere mögen das.
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Annett S.: Bestimmt irgendwann mal, dann will ich aber 'nen blue Hawaii!
20.01.2012-20:42:31 -
Frank L.: Klar, dann will ich mit Dir anstoßen!
22.01.2012-17:29:29
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Matthias S. schrieb am 31.10.2011:
Hawaii wird in fünf Runden gespielt, in denen die Häuptlinge über den Spielplan laufen, um Hütten und andere Plättchen für ihre Dörfer zu kaufen. Die gekauften Plättchen werden an einen Winkel (den wir aus Wikinger kennen) angelegt und bringen Vorteile während des Spiels oder bei der Endabrechnung. Für die Bewegung werden Füße benötigt und für den Einkauf Muscheln, am Anfang jeder Runde bekommen die Spieler hiervon eine gewisse Menge. Am Ende jeder Runde werden Siegpunkte an diejenigen Spieler verteilt, die eine vorgegebene Menge Geld ausgegeben haben. Das Dilemma ist nun, dass die Rohstoffzuteilung von Runde zu Runde magerer wird, gleichzeitig aber die Anforderung für die Siegpunktausschüttung steigt.
Das Spiel ist spannend und hat eine schöne Ausstattung.
Bei drei und vier Spielern funktioniert es gleichermaßen, zu fünft habe ich es bisher nicht gespielt.
Matthias hat Hawaii klassifiziert. (ansehen)- Björn T., Romain H. und 8 weitere mögen das.
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Jörn F. schrieb am 29.10.2011:
Ein schönes Spiel, angelehnt an die Wikinger vom Aufbau her.
Erst wird Hawaii aufgebaut und jeder hat sein Plan der wie an Wikinger angelehnt ist. Man setzt seinen König mit einer Anzahl an Füßen (Pantheon) in bestimmte Bereiche um dort Häuser,Götter,Hula Tänzer und viele andere Sachen an sein Dorf zu bauen,Dabei gilt, nie das gleiche Gebäude ins gleiche Dorf!
Bezahlt wird in Muschel, oder wahlweise in Früchten.Auch kann man am Strand Inseln ansteuern, die bestimmte Vorteile bringen(Wie Siegpunkte oder Früchte) oder einfach nur fischen gehen und für Füße Fische angeln!
Am Ender einer Runde steht dann die Wertung an und die punktebesten kriegen noch Siegpunkte.Das passiert 5 mal und ist in sich schon sehr verwoben und komplex.Man möchte überall hin, nur wenn man etwas wählt muß man es bezahlen und das Plättchen nehmen. Tut dies ein anderer, ist es entweder gar nicht mehr vorhanden, oder meistens für einen höheren Preis.
Die altbekannte Zwickmühle-Alles haben wollen, bezahlen können und schneller als die anderen sein!
Keine neuen Aspekte im Spiel, aber trotzdem ziemlich gut!
Noch bleibe ich bei 4 Punkte, wobei ziemlich nah an der 5!Jörn hat Hawaii klassifiziert. (ansehen)- Mahmut D., Björn T. und 5 weitere mögen das.
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Christian D. schrieb am 20.11.2011:
Mal wieder ein sehr hübsches HiG Spiel, das auch viel Spaß macht. Man läuft über die Insel und kauft Plättchen, die man dann in der eigenen Auslage unterbringt. Immer im Dilemma, dass man nicht alles machen kann, was man möchte. Klare Empfehlung. Die erste Partie sollte man zum Kennenlernen einplanen.Christian hat Hawaii klassifiziert. (ansehen)- Sabine S., Pascal V. und 3 weitere mögen das.
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Helme B. schrieb am 05.11.2011:
Hawaii ist ein typischer Fall für ein ganz nettes Spiel aber kein must-have, da viele Mechanismen doch recht bekannt rüber kommen, vor allem eine besteht eine deutliche Ähnlichkeit zu Wikinger.
Man ständig in der Abwägung, zum Beispiel weitere Dörfer anfangen oder lieber wenige richtig ausbauen, auf dauernde Siegpunkte setzen oder mehr Rohstoffeinkommen für die nächste Runde, günstige Plättchen verdoppeln aber eventuell die Abschlusswertung verpassen...
Also Hawaii macht eigentlich nichts falsch, aber auch nichts neu. Also ein gutes Spiel, aber leider nichts besonderes.Helme hat Hawaii klassifiziert. (ansehen)- Jutta S., Dagmar S. und 3 weitere mögen das.
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Jörn F.: Genau!
05.11.2011-02:15:41 -
Hartmut M.: Sehe ich genau so! :)
23.11.2011-19:30:00
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Björn T. schrieb am 23.01.2012:
Sobald man den Spielkarton öffnet, ergießt sich erst einmal eine Flut von Spielmaterial. Spielpläne, Sichtschirme, beidseitig bedruckte Plättchen, Münzen und jede Menge Spielmaterial aus Holz (Früchte, Muscheln und Füße (!!!)). Das ganze Spielmaterial ist schön und ansprechend gestaltet und lässt eigentlich keine Wünsche übrig.
Worum geht es? Bei Hawaii versucht jeder Spieler mehrere Siedlungen auf seinem eigenen Spielplan zu bauen. Hierzu gibt es einen großen gemeinsamen Spielplan, über den verschiedene Gebäude für die Siedlungen erworben werden können. Bezahlt werden müssen diese Gebäude mit Muscheln oder Früchten. Allerdings genügt es nicht, nur den nötigen Wert an Früchten bzw. Muscheln zu besitzen, sondern man muss auch noch die nötige Anzahl an Füßen haben, um den Ort auf dem Spielplan zu erreichen, auf dem es die Gebäude zu kaufen gibt. Als zusätzliche Hürde gibt es verschiedene Bedingungen, die erfüllt werden müssen, damit eine Siedlung überhaupt in die Wertung aufgenommen wird.
Es gibt mehrere Dinge, die mir bei Hawaii richtig gut gefallen. Da wäre zum einen der variable Hauptspielplan, der immer wieder anders aufgebaut werden kann. So ist die Entfernung zu den verschiedenen Orten von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Dann hat Hawaii eine sehr interessante Preisregelung, die die verschiedenen Baukosten von Runde zu Runde ändert. Jedes der Gebäude lässt sich zudem in einer aufgewerteten Variante bauen, so dass die Gebäude-Eigenschaften noch besser sind. Dann ist die Anzahl der Spielrunden begrenzt, und in jeder Spielrunde gibt es einen anderen Gebäudewert, der in der Summe erreicht werden muss, um Extrapunkte zu erhalten. Und, was mir am besten gefällt: Von Runde zu Runde nimmt die Zahl der zur Verfügung stehenden Rohstoffe ab. Hier ist eine genaue Planung nötig, und da jeder Spieler seine Rohstoffe verdeckt hinter seinem Sichtschild sammelt, weiß man nie, womit einen seine Mitspieler nun überraschen.
Fazit: Hawaii ist ein sehr schön gelungenes Spiel, dass mehr Planung und taktisches Vorgehen erfordert, als der erste Eindruck vermuten lässt. Ich gebe daher gute 5 Punkte.
- Holger K., Jürgen S. und 2 weitere mögen das.
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Holger K. schrieb am 03.12.2011:
Ausgehend vom Strand der wohl bekanntesten Inselkette im Pazifik brechen die Häuptlinge in Spielerreihenfolge auf, um auf Hawaii Hütten in Auftrag zu geben, Obst zu kaufen, Tänzerinnen ins Dorf zu holen, eben all das zu tun, was ein Dorf voranbringen kann. Der Startspieler einer Runde scheint dabei einen kleinen Vorteil zu haben, denn er kann zuerst und aus dem gesamten Angebot der Insel wählen. Das ist umso bedeutsamer, da nicht alles immer in für alle Spieler ausreichendem Maße zur Verfügung steht und so hat es ein Spieler am Zug grundsätzlich immer selbst in der Hand seine laufende Runde zu beenden um einen noch freien Platz auf der Spielerreihenfolge-Leiste zu wählen und damit seine Startposition für die kommende Runde zu beeinflussen.
Anfangs jedoch wird die Spielerreihenfolge zufällig ermittelt und um hier einen Ausgleich zu schaffen erhalten die Spieler in Spielerreihenfolge keine, zwei, drei, vier oder fünf Früchteplättchen. Früchte sind neben den sonst üblichen Muscheln ebenfalls als allgemeines Zahlungsmittel anerkannt (allerdings nur, wenn komplett mit Früchten bezahlt wird) und kompensieren den Vorteil der ersten Wahl und der Möglichkeit günstig einzukaufen.
Was, wie oft und zu welchem Preis auf der durch Inselplättchen in jedem Spiel neu zusammengestellten Insel angeboten wird variiert von Runde zu Runde und ergibt sich durch zufällig verteilte Preisplättchen. Nur so lange noch mindestens ein Preisplättchen an einem Ort ist, kann dort gekauft werden und wer an einem Ort kauft, der erhält das dort ausliegende Preisplättchen seiner Wahl und zahlt entsprechend mit Muscheln. Wer jetzt meint, dass immer das niedrigste Preisplättchen gewählt wird, der liegt falsch. Am Ende einer Runde, wenn also kein Spieler mehr ausreichend Füße, Muscheln (oder beides) zur Verfügung hat, oder wenn für die nächste Runde gespart werden soll, werden Siegpunkte an diejenigen vergeben, deren Summe an Preisplättchen einen vorgegebenen und von Runde zu Runde ansteigenden Wert erreichen. Wer dabei auch noch den höchsten oder zweithöchsten Wert erreicht erhält einen besonders hohen Bonus. Manchmal lohnen sich also höhere Ausgaben im Hinblick auf die bei Rundenende vergebenen Bonuspunkte.
Kann man sich keine hohen Ausgaben leisten, lässt sich der Wert der Preisplättchen auch durch Fischen erhöhen. Fischen am Strand "verbraucht" zwar eine wertvolle Aktion, doch jeder Fisch auf den so erhaltenen Fischplättchen darf zum Wert der Preisplättchen addiert werden und oft kann man auf diesem Wege doch noch den einen oder anderen Bonuspunkt bei Rundenende einfahren. Voraussetzung für das Fischen ist allerdings mindestens ein noch unbenutztes Boot, das in Abhängigkeit seiner Größe unterschiedlich viele Fischplättchen transportieren kann.
Neben einem kleinen Boot, 13 Muscheln und möglicherweise einigen Früchten Startkapital verfügt jeder Spieler anfangs noch über sieben (Holz-)Füße. Mit diesen Füßen werden Bewegungen auf der Insel "bezahlt" - jede Bewegung auf ein Nachbarinselfeld kostet einen Fuß - und auch mit diesen Füßen gilt es zu haushalten. Sowohl der zu Beginn jeder Runde an alle vergebene Muschelnachschub als auch der Nachschub an Füßen wird von Runde zu Runde kleiner. Wohl dem, der vorsorgt oder über Früchte verfügt, denn letztere können auch Füße ersetzen.
Muschel- und Fußknappheit kann man durch Hütten vorbeugen. Einige davon erhöhen den Grundnachschub, also entweder die Anzahl an Muscheln oder an Füßen, und wer beim Hüttenbau nicht geizt und das Doppelte bezahlt, der kann auch den Ertrag der Hütten (sowie auch der meisten anderen Plättchen) verdoppeln. Diese Ressourcensicherung wird zu Beginn gern und häufig angestrebt, denn wer hier gut vorsorgt kann sich später in aller Ruhe um den weiteren Dorfausbau kümmern.
Neben Muschel- und Fußhütten gibt es noch zahlreiche andere Möglichkeiten sein Dorf zu vergrößern bzw. neue Dörfer (die immer mit einer Hütte begonnen werden müssen) zu gründen. Tauschhütten beispielsweise ermöglichen es eine, bei doppelter Kaufpreiszahlung sogar zwei, benötigte Muscheln oder Füße durch Früchte zu ersetzen. Hier wird also auch das kombinierte Zahlen mit Muscheln und Früchten bzw. Füßen und Früchten möglich. Und wer auf Tauschhütten setzt, der sollte auch Früchte in seinen Dörfern haben, denn diese sichern Runde für Runde den Nachschub an Früchten und bringen unter Umständen bei Spielende auch Siegpunkte, und zwar dann, wenn sie zusammen mit einem Bewässerungsplättchen im selben Dorf liegen. Je mehr verschiedenartige Früchte dabei bewässert werden, desto mehr Punkte bringen sie am Ende, vorausgesetzt das entsprechend Dorf wird auch gewertet.
Man erkennt schon jetzt, die Möglichkeiten in Hawaii sind gar nicht so einfach zu überblicken und aufeinander abzustimmen. Und es geht noch weiter! Surfer senken den in jeder Runde mit den Preisplättchen zu erreichenden Wert um Bonuspunkte zu kassieren, Hula-Tänzerinnen bringen am Ende Siegpunkte und verschiedene Götterplättchen gewähren teilweise schon während des Spiels Vergünstigungen, beispielsweise bei der Bewegung, oder ermöglichen Siegpunkte bei Spielende. Speerhütten bedeuten Siegpunkte bei einigen entsprechend markierten Preisplättchen usw.
Mit zusätzlichen Schiffen kann man nicht nur mehr Fischen, man kann auch die Anlegeplätze am Strand nutzen und Nachbarinseln besuchen. An den vier Anlegeplätzen liegen immer vier Inseln aus und gegen Abgabe der am entsprechenden Ablageplatz geforderten Füße, für die ausreichend freie Plätze in noch unbenutzten Booten vorhanden sein müssen, erhält man zum einen die beim Anlegeplatz angegebenen Siegpunkte und zum anderen die Vergünstigung des Inselplättchens. Diese Vergünstigungen können weitere Siegpunkte, Hütten, Tänzerinnen, Früchte, usw. sein, eigentlich alles, was es auch auf der Hauptinsel zu kaufen gibt. Boote sind also unter Umständen auch eine sehr interessante Möglichkeit zu Punkten bzw. seine Dörfer auszubauen.
Neben den bereits während des Spiels gesammelten Punkten zählen auch die Punkte der Schlusswertung bei Spielende, nach fünf Runden. Jetzt werden Dörfer "gewertet", deren Länge bis zum ersten Tiki reicht. Dazu muss man wissen, dass die Dörfer durch das Nebeneinanderlegen von Hütten, Früchten usw. in einem sog. "Winkel" von links nach rechts wachsen und die einzelnen Dörfer untereinander ausgelegt werden. Im oberen Bereich eines Spieler-Ablage-Winkels ist nun die Leiste der Tikis zu sehen, die von rechts nach links belegt wird und nur wenn das Dorf mindestens bis zum am weitesten links liegenden Tiki reicht, darf es am Ende gewertet werden. Tikis können wie gewohnt auf der Insel mittels Muscheln erworben werden und sind immer ganz besonders wichtig, wenn man sich nicht nur auf ein oder zwei Dörfer beschränken will. Je mehr Dörfer man hat, desto kleiner werden diese in der Regel und umso wichtiger sind Tikis, damit auch möglichst viele der relativ kleinen und sich nicht weit nach rechts ausdehnenden Dörfer gewertet werden können.
Alternativ kann man auch sog. Langhütten in seinen Dörfern errichten. Diese sind doppelt so lang wie normale Hütten und mit ihnen erreicht ein Dorf leichter den "Tiki-Bereich", der für die Wertung wichtig ist.
Reichlich Punkte kann man bei Spielende auch durch Kahunas bekommen. Solche Kahunas können natürlich ebenfalls auf der Insel erworben und vor einem Dorf, im linken Bereich des Spieler-Winkels, abgelegt werden. Der Punktewert für die Kahunas steigt von Dorf zu Dorf, setzt aber ebenfalls voraus, dass ein Dorf bei Spielende in die Wertung kommt.
Nach fünf Runden und der Schlusswertung gewinnt dann derjenige, der die meisten Punkte erreichen konnte.
Trotz der vielfältigen Möglichkeiten auf Hawaii ist der Spielablauf recht einfach. Reihum bewegen sich die Häuptlinge unter Abgabe der benötigten Füße zu dem Inselfeld, an dem das gewünschte Angeboten wird, kaufen es mit Muscheln, integrieren es ggf. in ein Dorf und warten darauf, wieder an die Reihe zu kommen. Kann oder will man nicht mehr kaufen, beendet man seinen Zug und wählt ein noch freies Feld auf der Leiste für die Spielerreihenfolge der nächsten Runde. Haben das alle Häuptlinge getan, werden die Sondersiegpunkte des Rundenplättchens vergeben, die Preisplättchen neu verteilt und die auf dem neuen Rundenplättchen angegebenen Muscheln und Füße, ggf. durch Hüttenerträge ergänzt, an die Spieler verteilt. Kein Problem, selbst für Gelegenheitsspieler, und trotzdem sind knifflige Entscheidungen zu treffen.
Das wichtigste ist es rechtzeitig für ausreichend Nachschub an Muscheln und Füßen zu sorgen bzw. seinen entsprechenden Bedarf zu reduzieren. Wer nur wenige Füße bekommt, muss sich der Hilfe der Götter bedienen. Die Gottheit "Pele" reduziert den Fußbedarf drastisch und wer ihn hat, der kann auf "Fußhütten" leicht verzichten.
Muscheln kann man gar nicht genug haben, denn bei "überzähligen" Muscheln zahlt man eben beim Kauf von Plättchen den doppelten Preis um dann auch den doppelten Effekt des Gekauften nutzen zu können.
Bei all den Möglichkeiten Strategien auszutüfteln gilt es immer flexibel zu bleiben. Lange und damit teure Wege können die beste Strategie zu Nichte machen, genauso wie die liebe Konkurrenz, die einem die letzte Möglichkeit die dringend benötigte Langhütte zu kaufen vor der Nase wegschnappt.
Hawaii ist sehr gut und mit reichlich Holz ausgestattet. Spiel und Material sind durch ein stimmiges Thema gelungen miteinander verbunden und ergeben ein rundes Gesamtbild. Wieder einmal ist es gelungen einfache Spielabläufe und bekannte Mechanismen zu einem anspruchsvollen und unterhaltsamen Spiel zu formen das auch eine Brücke zwischen Viel- und Gelegenheitsspielern darstellen kann. Regeltechnisch sollte sich niemand überfordert fühlen und spieltechnisch gibt es für die Spieler ausreichend zu tun und abzuwägen.
Zumindest eine Probepartie sei jedem wärmstens ans Herz gelegt.Holger hat Hawaii klassifiziert. (ansehen)- Björn T., Markus Z. und 2 weitere mögen das.
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Markus Z.: Danke für die tolle Rezension. Kann mich dem nur anschließen. Habe Hawaii auf der Spielemesse in Essen gespielt und es mir dort gekauft. Tolles Spiel!!!
03.12.2011-12:45:52
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Dirk R. schrieb am 07.05.2012:
Ein tolles Spiel welches nach der ersten eingewöhnungsrunde zum Verstehen (da viele "Ortsplättchen" mit vielen verschiedenen Bedeutungen/Vorteile) richtig Spaß macht. Schnell kann man sich auf Sonne Strand und Meer einlassen und eifert mit seinem Häuptling um die meisten Punkte beim "Dörfer-Bau"
Dirk hat Hawaii klassifiziert. (ansehen)- Oliver S., Dirk R. und noch jemand mögen das.
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Eleonore O. schrieb am 17.03.2012:
Hallo zusammen,
wir haben Hawaii einmal zu dritt und zweimal mit vier Leuten gespielt. Wir haben den Verdacht, daß es mit 5 Leuten ziemlich eng werden könnte. Neulinge haben im Allgemeinen keine Chance gegen Mitspieler, die wissen, was zu tun ist. Selbst Ratschäge wie:
hol dir Resourcen (Muscheln,Füße,Früchte),
sorge für wenigstens ein großes Schiff und besuche die Inseln,
die Götter sind ganz schön mächtig (ersetzt eine Fußhütte und eine Speerhütte z.B.)
falls kleine Preise (2 oder 3 Punkte) überlege dir, die bessere Seite zu nehmen (doppelter Preis)
viele kleine Dörfer mit viel Tikis und Kahunas versuchen nur Anfänger
werden beim ersten Spiel nicht so sehr beachtet, da alles so sehr miteinander verzahnt ist, daß man ständig überlegen muß, auf was man denn verzichten kann und will. Zudem muß man manchmal schnell sein, um noch das zu bekommen, was man sich ausgesucht hat (die anderen haben auch Pläne und Wünsche).
Hawaii ist ein Optimierungsspiel mit viel Interaktion und zudem einem variablen Spielplan (mal braucht es nur einen Fuß, um zu den begehrten Hütten zu kommen, manchmal 4 Füße). Uns hat es in jeder Besetzung sehr gut gefallen.
Beste Punktzahl mit vier Spielern war ca. 130.
Ciao
Nora
Eleonore hat Hawaii klassifiziert. (ansehen)- Mahmut D., Reinhard O. und noch jemand mögen das.
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Mahmut D.: Toll geschrieben, Danke!
17.03.2012-12:47:46
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Jörg K. schrieb am 27.01.2012:
"Fast noch ein Pünktchen mehr, denn dieses Strategie- und Optimierungsspiel bietet unabhängig von der Spieleranzahl sehr viel Spaß und zwar auf Dauer!" Link zu ausführlichem Bericht und diversen Videos zum Spiel: http://www.cliquenabend.de/spiele/901100-Hawaii.htmlJörg hat Hawaii klassifiziert. (ansehen)- Björn T., Albert G. und noch jemand mögen das.
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Malte K. schrieb am 24.10.2011:
Hawaii ist ein tolles Spiel! Wunderschönes Spielmaterial, ein variabler Spielaufbau und interessante Spielmechanismen!
Eine ausführliche Rezension folgt noch, ich wollte nur erstmal dafür sorgen, dass es hier nicht mit "?" Punkten gelistet ist ;-)Malte hat Hawaii klassifiziert. (ansehen)- Björn T., Dirk B. und 2 weitere mögen das.
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Timo S. schrieb am 12.03.2012:
Hawaii ist ein tolles Taktikspiel mit hervorragendem Material.
Mit seinem Häuptling zieht man über die Insel, um die Orte zu erreichen, an denen man Ortsplättchen für den Ausbau seines Dorfes kaufen kann. Bezahlt werden diese Schritte mit Füßen, die Plättchen mit Muscheln. Als dritte Währung gibt es die Früchte, die sowohl als Muscheln und Füße eingesetzt werden können. Die Preise gestalten sich jede Runde anders, da immer neue Preisplättchen verteilt werden. Diese behält man nach dem Kauf eines Ortsplättchen, da sie am Rundenende Siegpunkte bringen können, wenn man eine bestimmte Mindestanzahl erreicht hat. Im Strandbereich kann man noch Fischen (und erhält Preisplättchen), andere Inseln besuchen (für Gebäude oder Siegpunkte) und die Spielerreihenfolge ändern.
Die Ortsplättchen sind nötig, um im Spielerwinkel ein Dorf zu bauen. Manche Hütten steigern das Grundeinkommen an Muscheln oder Füßen, andere geben so und soviele Siegpunkte pro Irgendwas. Auf jeden Fall bekommt man für jedes gekaufte Ortsplättchen einen Vorteil.
Das tolle an Hawaii ist, dass das Spiel sehr variabel ist und man sich flexibel auf den Verlauf einstellen muss. So sind einige Ortsplättchen in manchen Runden gar nicht verfügbar oder ein Mitspieler kauft sie vor einem weg. Die Attraktivität der Ortsplättchen ändert sich, mal sind sie zu weit entfernt, mal zu teuer, manchmal sogar beides. Gibt man das Doppelte an Muscheln, erhält man den doppelten Vorteil von den Gebäuden, kann aber vielleicht weniger kaufen.
Nach fünf Runden findet eine Schlusswertung statt. Dabei kommt es auf die Länge des Dorfes an, es muss mindestens bis zu einem der Tikis am oberen Ende des Winkels reichen (Natürlich kann man die Strecke verkürzen, indem man Tikis baut und so mehr Dörfer in die Wertung bringt). In der Schlusswertung gibt es dann für dieses und jenes wieder Siegpunkte, abhängig von den gebauten Gebäuden.
Fazit: Am Ende ist Hawaii ein sehr atmosphärisches Taktikspiel (zu einem Strategiespiel fehlt eigentlich, dass man wirklich langfristig planen kann)mit tollem Material und einem flüssigen Spielablauf. Es spielt sich auch mit 2 Spielern gut, aber der Kampf um die Ortsplättchen ist deutlich geringer. Die Spielzeit ist mit 60 bis 90 Miuten moderat und die Spannung jederzeit gegeben, da sich das Spiel wirklich erst mit der Schlusswertung entscheidet. Einziger Makel des Spiels ist eigentlich, dass sich unter dem Thema und dem Material ein eher konventionelles Optimierungsspiel befindet, welches sich aber super spielen lässt und durch den immer wieder variablen Aufbau und die variablen Preise innerhalb eine Spiels auch immer wieder anders verlaufen kann.Timo hat Hawaii klassifiziert. (ansehen)
Eine eigene Bewertung für Hawaii schreiben.
Hawaii kaufen:
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