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Reinhard O. schrieb am 10.03.2011:
Titel: Colonia
Spieltyp: Brettspiel; Handelsspiel
Spieleranzahl: 3 bis 6 Spieler ab 12 Jahren.
Spielregeln: Die Regeln sind umfassend und anspruchsvoll.
Spielziel: Wer am Ende die wertvollste Reliquiensammlung vorweisen kann, gewinnt das Spiel.
Spielidee:
Die Spieler schlüpfen in die Rolle einflussreicher Patrizierfamilien im mittelalterlichen Köln. Ihr Ziel ist es, den Einfluss ihrer Familien zu stärken. Rohstoffe müssen erworben, Waren produziert und verkauft werden. Nur wer hier ordentliche Gewinne erzielt kann sich auch die teuren Reliquien leisten.
Spielvorbereitung:
• Spielbrettaufbau und –bestückung
• Die Spieler erhalten: Stimmkarten, Familienkarten, Wappenstein, Geld, Rohstoffe, Ware (wird ausgewürfelt), Sichtschirm
Die umfangreiche Spielvorbereitung ist auf einem separaten Plan sehr übersichtlich und bebildert dargestellt.
Spielverlauf
Es wird in sechs Runden gespielt und jede Runde besteht aus sieben Wochentagen:
• Montag: Wochenvorbereitungen treffen
Auf der Wochenkarte sind die neuen Rohstoffe, die Aufträge an die Handwerker und die Schiffe, die am Samstag den Hafen verlassen benannt. Zudem werden drei Ratserlasse aufgedeckt.
• Dienstag: Ratsstimmen und Spielerreihenfolge festlegen
Mittels Familienkarte und deren Wert, wird die angegebene Anzahl an Familienmitgliedern in den Rat entsandt. Der Spieler mit der höchsten Karte ist in dieser Woche der Bürgermeister und immer der erste Spieler.
• Mittwoch: Rohstoffe erwerben
Liegt ein Ratserlass für diesen Tag vor wird zunächst darüber abgestimmt (mit Ja/Nein Karten). Nun können die Spieler auf dem Markt Rohstoffe erwerben oder passen. Dazu nimmt er sich die Rohstoffe und ersetzt jeden durch ein Familienmitglied.
• Donnerstag: Rohstoffe zu Waren verarbeiten
Über Ratserlass entscheiden. Hier können Aufträge an einen beliebigen Handwerker erteilt werden. Die entsprechenden Rohstoffe werden abgegeben. Der Spieler der zuerst den Auftrag einem Handwerker gibt setzt dafür ein Familienmitglied ein, der zweite zwei, etc.
Anschließende werden Zusatzaufträge vergeben. Das geschieht durch würfeln. Jetzt kann man Waren erhalten
• Freitag: Waren auf Schiffe verladen
Über Ratserlass entscheiden. Jetzt können die Schiffe mit genau den Waren beladen werden, die angegeben sind
• Samstag: Schiffe abrechnen / Geld erhalten
Über Ratserlass entscheiden. Die entsprechenden Schiffe verlassen nun den Hafen und die Spieler erhalten für die Laderäume, die von ihnen bestückt wurden, den aufgedruckten Wert.
• Sonntag: Reliquien kaufen
Nun können die Reliquienkarten gemäß ihrer Werte gekauft werden.
Spielende:
Das Spiel ist beendet, sobald der Sonntag der sechsten Runde mit den Reliquienkäufen abgeschlossen ist. Jetzt werden noch die Kirchenfenster an die Spieler vergeben, die in der jeweiligen Währung das meiste Geld haben. Die Siegpunkte der Reliquienkarten und der Kirchenfenster werden addiert.
Gewonnen hat der Spieler mit der höchsten Punktzahl
Fazit:
Ein sehr schön gestaltetes Handelsspiel mit umfangreichem Spielmaterial. Es ist ein langwieriges Spiel mit komplexem Regelwerk. Unsere Spieldauer lag bei gut 2 Stunden.
Die Runden laufen immer im gleichen Rhythmus ab. Die taktischen Einflussmöglichkeiten sind vereinfacht dargestellt, auf den Einsatz der Anzahl der Familienmitglieder und welche Waren produziert werden, beschränkt. Für ein Spiel in dieser tollen Aufmachung und von dieser Dauer, hätte ich ein bisschen mehr Interaktion und strategischer Einflussnahme erwartet.
In meiner Bewertung ist dieses Spiel dennoch vier Punkte wert.
Reinhard hat Colonia klassifiziert. (ansehen)- Gero R., Pascal V. und 17 weitere mögen das.
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Stefan K.: Excellent, danke für die erhellende Info, Reinhard!
10.03.2011-20:22:31 -
Nati M.: tolle Rezi
27.07.2012-09:22:55
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Mahmut D. schrieb am 28.10.2009:
Wieder einmal ein Top-Spiel von Dirk Henn und Queen Games. Es war eines der Highlights der diesjährigen Messe. Für den Preis auch super. Wenn ich bedenke, das der Messepreis 5€ teurer war. Leider zieht sich das Spiel richtig in die Länge. Die Runden laufen auch immer fast identisch ab, und das ist leider ein Manko, weswegen ich dieses toll aufgemachte Spiel nicht besser bewerten kann.Mahmut hat Colonia klassifiziert. (ansehen)- Ulrich E., Matthias H. und 4 weitere mögen das.
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Edgar A. schrieb am 25.07.2012:
Nachdem wir die Spielregeln eingehend studiert hatten, haben wir frisch drauflos gespielt. Anfänglich ging es noch ein wenig zäh vonstatten, weil man noch nicht so recht abschätzen konnte, welche Auswirkungen der eigene Zug und die Züge der anderen haben würden. Man musste also erstmal ein Gefühl für das Spiel entwickeln. Nachdem man sich langsam ein wenig eingefuchst hatte, lief es dann schon ein wenig flotter ab und ab der dritten Runde fing man schon an mit taktischen Winkelzügen. Das Geschehen wogte hin und her und es blieb bis zum Schluss relativ spannend.
Die Spielregeln werden gut verständlich erklärt und anhand von bebilderten Beispielen erläutert. Sie sind zwar nicht super-einfach, aber auch nicht so komplex, als dass man das Spiel lange vorbereiten muss. Das Spiel erfordert zwar schon ein gewisses taktisches Verständnis, aber hat auch eine gewisse Glücks-Komponente. Es ist also weder ein reines Denker- noch ein reines Zocker-Spiel. Allerdings sind Denker bei diesem Spiel auf jeden Fall im Vorteil, weil man mit vorausschauender Planung schon einige Eventualitäten im Vorfeld mit berücksichtigen kann.
Das knifflige an diesen „Worker-Placement-Spielen“ liegt darin, dass manche Aktionen attraktiver als andere sind, aber damit man sich den Zugriff auf die für einen selber attraktivste Aktion als erster sichert, muss man dafür möglichst viele der eigenen Figuren abstellen. Da aber die Anzahl eigener Spielfiguren begrenzt ist, stehen sie dann bei der nächsten Aktion gar nicht oder nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. Man muss als gegebenenfalls in Kauf nehmen, an einem der Tage nicht die für einen attraktivste Option durchführen zu können, weil es einfach an der nötigen Manpower fehlt. Man muss also den Personaleinsatz schon relativ genau durchkalkulieren, sonst steht man am Ende mit leeren Händen da, weil einem Rohstoffe oder Waren fehlen.
Der Spielmechanismus ist relativ ausgewogen, so dass man bei einer falschen oder unglücklichen Entscheidung nicht gleich hoffnungslos zurückfällt und den Rückstand nicht mehr aufholen kann. Außerdem ist der Mechanismus so ausgeklügelt, dass es nicht nur eine Taktik-Variante gibt, die zum Sieg führt. Wenn eine bestimmte Aktion durch andere blockiert ist, bleiben einem genug Möglichkeiten, um mit alternativen Aktionen anderweitig voran zu kommen, wenn auch vielleicht nicht ganz so effektiv. In jedem Fall braucht man aber auch immer eine Portion Glück, damit man das gewünschte Ziel erreicht.
Was auch positiven Anklang fand, war die liebevolle und sehr detailreiche Ausstattung des Spiels. Im Internet kann man sich sogar eine Spielanleitung herunterladen, die vollständig in Kölscher Mundart abgefasst ist, aber das sei nur am Rande erwähnt... Das ganze vermittelt jedenfalls schon die Atmosphäre, dass mit dem Spiel auch eine Geschichte verbunden ist, wobei man aber auch fairerweise dazu sagen muss, dass dieses Spiel auch in jeder anderen Stadt hätte angesiedelt werden können, die auf eine mittelalterliche Vergangenheit als Handels-Zentrum zurückblicken kann.
Edgar hat Colonia klassifiziert. (ansehen)- Marvin W., Edgar A. und 3 weitere mögen das.
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Harald S. schrieb am 18.12.2011:
das Spielmaterial ist gut, der Spielplan und die Grafik sehr ansprechend. Ich liebe abwechslungsreiche Spielmechanismen, aber hier ist dem Guten zu viel getan!
1. Das Spiel läuft in 6 Runden a 7 tage ab, deine "familienmitglieder" müssen für 8 Tage (ja genau für eine Woche plus einen Tag reichen), sprich ein "Mangelspiel"
2. Die Spielreihenfolge wechselt von Runde zu Runde (abhängig vom jeweiligen Dienstag - hier kommt sogar noch ein weiterer Mechanismus mit ein - einmal eine Karte verwenden zu müssen!)
3. Diese Spielreihenfolge kann definitiv entscheidend sein, letzendlich glaube ich aber es ist unmöglich so zu spielen, dass du Immer an Platz eins oder zwei stehst) - sprich Glück muss man haben um in einer wichtigen Runde (zufallsabhängig welche Runde das ist) vone zu stehen
4. Rohstoffe in unterschiedlicher Menge und Kombination werden eingenommen
5. Die Rohstoffe können evtl. (wieder Würfelglück) in die richtigen Waren veredelt werden
6. Die Schiffe nehmen Waren auf, ok; aber warum jetzt noch zusätzlich 4 verschiedene Währungen?!?
7. mit diesen Währungen können (hoffentlich liegen zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Karten aus!!) dann Siegpunkte in Form von Reliquien gekauft werden
8. zusätzlich gibt es immer noch "Ratsabstimmungen" über Extra Zugalternativen - bläht das Gnaze nochmals auf ohne echten gewinn (doch ein Mechanismus mehr halt ;))
Fazit: Zu viel gewollt, strategisch letzendlich (v.a. mit 5-6 Personen) doch nciht planbar
Achja und (das mag aber an meiner Athritis liegen ;)) das ständige Bewegen aller 30 und mehr Klötzchen je Spieler und je Runde fand ich auch etwas nervig...
Hoffe mal ich war jetzt nicht zuuuu negativ: 4 von 6 Punkten geb ich schon :-)Harald hat Colonia klassifiziert. (ansehen)- Martina W., Pascal V. und 3 weitere mögen das.
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Martina W.: Dein Fazit ist sehr treffend, Harald. Das Problem hatten wir auch beim Probespielen. Es ist eigentlich sehr schön, hat interessante Mechanismen... weiterlesen
07.10.2012-17:29:55
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Jörn F. schrieb am 16.07.2011:
Ein opulent ausgestattetes Spiel das man nicht mit mehr als 4 Personen spielen sollte! Ein Spiel bei dem man eine Woche im Warenhandel durchspielt und das Ganze 6 mal!Montag trifft man die Vorbereitungen für das Spielsystem, Dienstag legt man mit Karten die gleichzeitig die Ratsstimmen anzeigen die Spielreihenfolge frst. Mittwoch erwirbt man auf dem Markt Rohstoffe der Reihenfolge nach und Donnerstag lässt man diese verarbeiten!
Freitag verlädt man die Produkte auf Schiffe und Samstag wird abgerechnet. Am Sonntag kauft man mit dem dazugehörigen Geld Relikte.
Das alles funktioniert, wirkt aber leicht überladen. Niemals kann man alle Folgetaten überblicken und wenn man Pech hat und nie Startspieler wird ist ein Sieg ausgeschlossen.
Ein Spiel in dem viel verpackt ist, man hat den Eindruck zu viel!!!!!Jörn hat Colonia klassifiziert. (ansehen) -
Dennis Z. schrieb am 21.03.2010:
Spielmaterial ist wie gewohnt Top. Das Spiel selbst ist sehr einfallsreich und hat einen interessanten Mechanismus. Leider muss man viel Regel lernen und bis es flüssig läuft, ist das Spiel schon fast vorbei. Man muß es schon mehrmals spielen um auf den vollen Genuß zu kommen.- Matthias H., Ulrich E. und 3 weitere mögen das.
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Dirk R. schrieb am 30.12.2011:
Ein Umfangreiches und lang dauerndes Spiel in dem jedoch keikne langeweile aufkommt. Der Spielablauf ist zwar streng vorgegeben und es beinhaltet wenig interaktion dennoch ist es gerade mit mehreren Spielern eine interessante Partie zum mitfiebern.
Viele Regeln und lange Spielzeit bringen auf der anderen Seite eine Menge Spielspaß!
5 von 6 Punkten!Dirk hat Colonia klassifiziert. (ansehen)- Edgar A. und Dirk R. mögen das.
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Jörg K. schrieb am 12.09.2010:
"Pluspunkt für das schöne Material! Leider kann man dies zum Spielspaß nicht sagen. Die Abläufe sind auf Dauer zäh und langweilig! Wenn überhaupt, dann hat man nur zu Dritt Einflussmöglichkeiten auf diverse Aktionen."Jörg hat Colonia klassifiziert. (ansehen)- Martina M. und Ulrich E. mögen das.
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Michaux B. schrieb am 02.11.2009:
Sehr schön und sehr gut Spiel.- Pascal V. und Ali B. mögen das.
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Christian P. schrieb am 17.05.2010:
tolles spiel, aber meines erachtens doch etwas zu teuer- Ulrich E. mag das.
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