-
Reinhard Ott-Schindele schrieb am 17.12.2011:
Titel: China
Spieltyp: Mehrheiten-Spiel
Spieldauer: 30-45 Minuten
Spieleranzahl: 3 bis 5 Spieler ab 12 Jahren
Spielziel/-idee:
Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Provinzfürsten und versuchen neuer Kaiser zu werden. Dazu versuchen sie Häuser zu bauen, Gebiete und Straßen zu besetzen und Bündnisse zwischen verschiedenen Provinzen herzustellen. Wem es gelingt, die meisten Machtpunkte zu sammeln, gewinnt das Spiel
Spielvorbereitung:
• Spielplan auslegen (Vorderseite für 3 und 4 und Rückseite für 4 und 5 Spieler)
• Provinzkarten aussortieren (bei 4 Spielern je eine pro Farbe, bei drei Spielern je zwei pro Farbe) und den Rest als Nachziehstapel auslegen. Von diesem Stapel werden vier offen ausgelegt.
• Punktekarten und Wertungssteine werden bereitgelegt
• Jeder Spieler erhält die Häuser und die Abgeordneten seiner Farbe, sowie 3 Provinzkarten auf die Hand.
• Der Startspieler erhält den Kaiser.
Spielablauf:
Die Spieler kommen reihum zum Zug. Jeder Spielzug besteht aus 2 Möglichkeiten:
• Spielsteine setzen:
Der Spieler spielt bis zu drei seiner Handkarten aus und kann nun Spielsteine in die Provinz mit derselben Farbe, wie die der Karte setzen. Es darf immer nur in eine Provinz gesetzt werden. Steht dort noch keine Spielfigur, darf man max. eine hinein stellen, sind bereits welche in der Provinz dürfen bis zu 2 gesetzt werden (pro Karte aber nur eine). Man darf zwei Karten als Joker für einen Spielstein benutzen.
Ein Haus wird immer auf das Feld mit dem Haussymbol gesetzt. Die Abgesandten werden jeweils auf ein Drachenfeld gestellt. Dabei gibt die Mehrheit der Häuser einer Farbe die maximale Anzahl für die Abgesandten vor. Man darf Abgesandte setzen, auch wenn man kein einziges Haus in der Provinz hat.
Sind alle Häuserfelder einer Provinz belegt kommt es zur Häuserwertung:
Wer die Häusermehrheit hat erhält pro Haus in dieser Provinz einen Punkt. Der zweite erhält so viele Punkte, wie der Spieler mit den meisten Häusern Häuser in dieser Provinz hat, analog dazu die Weiterplatzierten. Es wird ein Wertungsstein in diese Provinz gelegt.
Der Spieler zieht nun solange Karten vom Stapel, bis er wieder 3 Karten auf der Hand hat.
• Oder: Karte tauschen:
Kann oder will ein Spieler keinen Stein setzen, tauscht er eine seiner Handkarten gegen die oberste vom Nachziehstapel oder gegen eine offen ausliegende Karte.
Spielende:
Ist der Nachziehstapel zum zweiten Mal aufgebraucht endet das Spiel mit der laufenden Runde.
Es erfolgt die Schlusswertung:
• Häuserwertung: alle Provinzen ohne Wertungsstein werden nun analog zu oben gewertet
• Bündniswertung: Es gibt 15 mögliche Bündnisse (nummeriert von 1 bis 15). Diese werden der Reihe nach abgearbeitet. Ein Bündnis bringt dann Punkte, wenn ein Spieler in beiden beteiligten Provinzen jeweils die Mehrheit an Abgesandten hat. Er erhält dann für jeden Abgesandten (aller Farben) je einen Punkt
• Straßenwertung: Hat ein Spieler 4 oder mehr Häuser in einer ununterbrochenen Reihe (ohne Abzweigungen), erhält er pro Haus einen Punkt. Jedes Haus wird dabei nur einmal gewertet.
Der Spieler mit den meisten Punkten wird der neue Kaiser und hat das Spiel gewonnen.
Fazit:
Ein tolles und spannendes Mehrheiten-Spiel. Die Regeln leicht verständlich und ermöglichen im Grunde einen sofortigen Einstieg.
Der Spielmechanismus ist sehr einfach (Farbe der Karte, erlaubt das Setzen einer Spielfigur, Karten nachziehen bzw. Karte tauschen), fordert aber trotzdem zahlreiche taktische Überlegungen. Das Glück, das beim Nachziehen der Karten benötigt wird, ist wie das Salz in der Suppe.
Raffiniert ist auch der Wertungsmechanismus. Ist die Provinz zu (alle Bauplätze bebaut), kommt es zur Wertung. Hier steht die Punktzahl nicht automatisch fest, sondern richtet sich nach der Anzahl der Häuser, bzw. der Anzahl der Häuser desjenigen, der vor einem platziert ist.
Die Interaktion zeigt sich durch das Zuvorkommen in der Nutzung von Bauplätzen (unterbrechen der Straßenzüge, Provinzen zumachen und Wertungen auslösen), bzw. durch den Versuch die Mehrheit von Abgesandten in den jeweiligen Provinzen zu erreichen.
Im Spiel ist bereits eine Spielvariante integriert: Das Spielen mit Befestigungen. Jeder Spieler kann einmalig eine Befestigung (durch den Einsatz einer Handkarte) auf ein freies Häuserfeld setzen. Wird dann ein Haus darauf gebaut, bringt es bei der Häuser- und der Straßenwertung doppelte Punkte. Allerdings dürfen auch die anderen Spieler auf meiner Befestigung bauen, wenn ich kein eigenes Haus dorthin gebaut habe. Ich finde, dass sich dieser Mechanismus aber neutral verhält, da kaum ein Spieler seine Festung nicht selber bebaut.
Die Grafik des Spiels ist farbenfroh und lädt zum Spielen ein. Die schönen Spielfiguren sind aus Holz!
Es ist ein tolles Familienspiel oder macht sich auch sehr gut als Spiel für Zwischendurch. Die kurze Spielzeit von ca. 30 bis 45 Minuten bei hoher Spannung und die quasi Null-Vorbereitungszeit zeichnen dieses Spiel, als eines mit großem Wiederspielreiz aus.
In meiner Bewertung ist dieses Spiel 5 Punkte wert.
Reinhard hat China klassifiziert. (ansehen)
Daniel Z., Pascal von Engelbrechten und 5 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
-
Andrea Löwe: Reinhard, denkst du, dass China auch zu zweit Spaß macht?
13.01.2012-19:06:38 -
Reinhard Ott-Schindele : @Andrea: Es ist ab 3 Spielern gedacht und das macht für mich vom Spielablauf her auch Sinn - denn man könnte sich sonst doch sehr *aus dem Weg gehen*...
13.01.2012-19:22:27
-
Christian Probst schrieb am 23.03.2010:
gutes spiel, kardinal + könig lag mir aber vom plan her irgendwie besser
Pascal von Engelbrechten, Uwe Rill und noch jemand mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
-
Christof Buchegger schrieb am 24.11.2006:
Einfache Regel, tolles Spiel! Die Neuauflage von Kardinal und König bietet durch geringfügig geänderten Wertungsablauf mehr Spannung, da mann immer genau weiss wie man liegt und nicht erst bei den Zwischenwertungen Punkte vergibt. Zusätzlich können nun auch Festungen gebaut werden!
Fazit dieses tolle, schnell gespielte Game sollte in keiner Sammlung fehlen!
Pascal von Engelbrechten und Uwe Rill mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
-
Oskar Paul Schulz schrieb am 12.07.2011:
Der Strategiemachanismus ist nicht mit einem Glücksfaktor verbunden. Man kann selbst über Sieg under Niederlage entscheiden. -
Mathias Decker schrieb am 12.04.2007:
Wie Kardinal und König (nur das dies nicht mehr erhältlich ist). Das Beste M. Schacht Spiel. Schön das man mit China es wieder erwerben kann.
Uwe Rill mag das.- Einloggen zum mitmachen!
-
Richard Gergen schrieb am 04.11.2005:
Neuauflage des Spiels Kardinal und König von Michael Schacht. Neues Thema aber gleiche Mechanik mit einigen Zusatzregeln, die man dazunehmen kann, aber nicht muss.
Wer Mehrheitenspiele mag, muss einfach auch China mögen.
Eine eigene Bewertung für China schreiben.
China kaufen:
jetzt nur 19,69 € statt 19,95
Sie sparen 0,26 € (1,3% Rabatt)
gegenüber unserem alten Verkaufspreis
inkl. MwSt.. Außerhalb Deutschlands zzgl. VersandkostenSie sparen 0,26 € (1,3% Rabatt)
gegenüber unserem alten Verkaufspreis
versandkostenfrei in Deutschland
auf Lager(Achtung: Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet.)
























Strategie-, Taktik- & Stichspiele