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Eckhard Fuchs schrieb am 13.12.2010:
Alcazar von Kosmos taucht, meiner Meinung leider zu unrecht, viel zu selten in den Listen und Beurteilungen im Forum auf. Das Spiel spricht Baustrategen und Taktiker an. Angesiedelt ist es in Spanien im 15. Jahrhundert (oder war es das 14.?).
Die Spieler müssen Villen (1 Feld) und Schlösser (3 Felder) bauen und ihre Barone und Granden dort einziehen lassen. Je höher diese Figuren stehen, umso mehr Siegpunkte gibt es. Allerdings gibt es einige Einschränkungen, wann diese einziehen und wie viele eigene Spielfiguren in die Gebäude einziehen können. Mit Brücken (3 Felder) kann man seine Gebäude verbinden und dadurch größere Bauwerke errichten, die mehr Siegpunkte bringen. Auch für das Errichten des größten Schlosses gibt es zusätzliche Punkte. Allerdings ist eine Obergrenze pro Schloss gesetzt, damit ein Spieler sich nicht nur auf ein Bauwerk konzentriert. Zahlkarten bestimmen, wo man seine Bauwerke auf dem Spielfeld errichten darf. Aber Vorsicht: wer nicht auf seine Mitspieler achtet, kann böse Überraschungen erleben, wenn diese sich dann in das eigene Schloss einschleichen. Je höher, die Bauwerke werden, umso schwieriger wird es, den eigenen Punktgewinn zu kalkulieren und die richtige Entscheidung zu treffen.
Fazit: Großer Tüftelspaß, taktisch anspruchsvoll. Auch wenn die Villen und Schlösser aus Kunststoff sind, handelt es sich um hochwertiges Spielmaterial. Die Grafik ist nett und stilgerecht.
Die Spielanleitung ist umfangreich und nicht so ganz einfach zu durchschauen, aber spätestens ab der zweiten Runde hat man die Automatismen verinnerlicht.
Zusätzlich enthalten ist die Anleitung für „Big Boss“. Damit ist gleichzeitig eine zweite Variante vorhanden, die zusätzlichen Spielspaß sichert.
Wegen des dreidimensionalen Materials ist der Karton etwas höher, leider ist der Preis auch deutlich jenseits der 30 Euro, dafür gibt es aber viel Material.Eckhard hat Alcazar klassifiziert. (ansehen)
Christian KRUCHTEN, Daniel Detel und 11 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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F Dekker: Ich kenne das Spiel nicht aber nachdem ich Dies gelesen habe bin ich shon neugierig darauf geworden.
23.01.2011-09:25:25 -
Gero Rathgeb: So wie F geht es mir jetzt auch! ;-)
25.02.2011-14:04:00
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Reinhard Ott-Schindele schrieb am 03.09.2011:
Titel: Alcazar
Spieltyp: Bauspiel, Strategiespiel
Spieler: für 2 bis 5 Spieler ab 10 Jahren
Spielidee / Spielziel:
Jeder Spieler repräsentiert eine Adelsfamilie, die vom König beauftragt wurden grandiose Schlösser zu bauen. In das schönste und großartigste Schloss wird der König am Ende einziehen. Wer am Ende seine Adligen in die höchsten Ebenen der Schlösser bringen konnte, gewinnt das Spiel.
Spielvorbereitung:
• Der Spielplan wird ausgelegt.
• Jeder Spieler erhält 1 Kurzspielregel; 10 Baukarten; 2 Fürsten; 6 Barone und 40 Real
• Es gibt unterschiedliche Bausteine, die bereit gelegt werden (20 Brücken und 84 Bausteine)
• Die 8 Schlossfahnen und Schlosswappen werden bereit gelegt
• 6 Baukarten werden offen auf den Spielplan gelegt (Rest ist Nachziehstapel)
• Die 20 Turmkarten werden als Nachziehstapel ausgelegt
Spielablauf: Jeder Spieler wählt in seinem Zug eine der beiden Aktionen aus:
• Bau- oder Turmkarte kaufen
Jede Baukarte kostet 5 Real und trägt eine Nummer, die auch auf dem Spielplan vorkommt. Diese Karten dienen zum Bauen direkt (1. Ebene) auf dem Spielplan
Mit einer Turmkarte (Kosten = 10 Real) kann in die Höhe gebaut werden, ohne dabei die Nummern der Baufelder beachten zu müssen.
• Bauen – Der Spieler spielt 1 Karte aus und kann eine der 5 Bauaktionen ausführen:
A – ein Schloss gründen – Spieler spielt 1 Bau-Karte und nimmt sich 4 Bausteine aus dem Vorrat. Bei Gründung müssen sich 3 Bausteine auf Ebene 1 und 1 Baustein auf Ebene 2 befinden. Der Abstand zu einem anderen Schloss muss 3 freie Felder und zu einer Villa 1 freies Feld betragen. Auf den obersten Baustein wird eine beliebige Schlossfahne gesteckt. Das dazu gehörende Schlosswappen auf das entsprechende Feld (= Feld 5) der Schlosswertskala gesetzt. Der Spieler erhält 5 Real (Schlosswert=5). Er kann nun noch bis zu 2 Adelige einsetzen. Für einen Baron muss der einfache Schlosswert (SW) und für einen Fürsten der doppelte SW
B – eine Villa gründen – Spieler spielt 1 Bau-Karte und nimmt sich 1 Baustein und setzt ihn auf das Feld mit der Nummer der Bau-Karte. Eine Villa besteht aus einem Baustein und hat den Schlosswert 1. Ab einem SW von 5, wird eine Villa zum Schloss, sofern eine Schlossfahne verfügbar ist. Zum Gründung einer Villa muss immer ein freies Feld zu den nächsten Gebäuden vorhanden sein. Der Spieler erhält 1 Real und kann nun noch 1 Adeligen einsetzen.
C – ein Schloss oder eine Villa mit Bau-Karte ausbauen – Dies kann von jedem Spieler (an jedem Schloss oder Villa) erfolgen. Bau-Karte ausspielen und einen Baustein auf das Feld setzen, das die Karte vorgibt. Es muss keine Abstandsregel eingehalten werden. Ist das Feld der Karte bereits besetzt, wird der Baustein obendrauf gesetzt. Steht dort bereits ein fremder Adeliger, wird er vom Spielplan genommen. Der eigene würde dort bleiben dürfen. Das Schlosswappen um ein Feld vorrücken sofern ein Schloss ausgebaut wurde, bzw. um zwei Felder vorrücken, sofern in die Höhe gebaut wurde. Einnahmen (SW) kassieren. Er kann nun noch einen Adeligen einsetzen
D – ein Schloss oder eine Villa mit Turmkarte ausbauen – Der Spieler verbaut seinen Baustein mindestens in der 2. Ebene (max. bis zur 5.). Dies darf nur geschehen, um den eigenen Adeligen auf die nächste höhere Stufe zu bringen oder um den Bau einer Brücke vorzubereiten.
Um eine Brücke zu bauen, müssen zwei gleichhohe Brückenpfeiler vorhanden sein. Dazu muss mindestens ein Brückenpfeiler einen eigenen Adeligen tragen bzw. einer muss leer sein. Zum Abschluss seiner Aktion kann der Spieler auf den soeben verbauten Stein einen Adeligen setzen oder ihn innerhalb des Schlosses umsetzen.
E– eine Brücke bauen – Die Brücke wird immer über 3 Felder gebaut und erhöht den Wert des Schlosses erheblich. Der Spieler zahlt 15 Real, nimmt sich eine Brücke und setzt sie ein. Dabei muss auf einem/beiden Pfeiler(n) ein eigener Adeliger stehen oder der andere muss frei sein. Die Brückenpfeiler müssen gleichhoch und mindestens ein Feld höher als das Feld der Mitte sein. Eine Brücke über eine Brücke (parallel) zu bauen ist nicht erlaubt. Allerdings dürfen Brücken sich überlappen /kreuzen. Es kann sein, dass mit dem Brückenbau ein Zusammenschluss von Schlössern oder Villen geschieht. Nun wird der Schlosswert ermittelt und die Ein-nahmen kassiert. Für einen Brückenbau wird keine Turm- oder Bau-Karte benötigt.
Zusammenschluss von Bauwerken:
• Von 2 Schlössern: das mit dem höheren SW bleibt erhalten, das Wappen entsprechend auf der Schlosswertleiste weitergezogen und die Schlossfahne des kleineren Schlosses wird wieder frei.
• Von Villa und Schloss: Das verbindende teil gehört immer zum Schloss. Der Wert der Villa, wird auf den Wert des Schlosses aufgeschlagen. Die Einnahmen werden kassiert.
• Von zwei Villen: Der Spieler, der den verbindenden Baustein gesetzt hat kassiert den aktuellen SW von der Bank. Ab einem Wert von 5 wird eine Villa zum Schloss. Die Adeligen bleiben jeweils in den Gebäuden stehen!
Spielende: Das Spiel endet nachdem der letzte Baustein oder die letzte Brücke gesetzt wurden. Der Spieler beendet noch seinen Zug und es erfolgt sofort die Abrechnung: Jeder Spieler erhält Siegpunkte für seine Adeligen, die sich auf dem Spielplan befinden.
• Bei einem Fürst ergibt seine Ebene multipliziert mit 2 die Punktzahl
• Bei einem Baron ergibt seine Ebene multipliziert mit 1 die Punktzahl
Fazit:
Ein tolles taktisches Aufbauspiel. Die Spielregeln sind umfangreich und sehr gut mit Beispielen beschrieben. Es bedarf ein wenig der Auseinandersetzung damit, welche Baukonstellationen erlaubt sind und welche nicht.
Das Spiel hat einen Glücksfaktor beim Ziehen der Baukarten, der aber sehr gut in das Gesamtgefüge des Spieles hineinpasst und für *Zufälle* in Form von Bestimmen des Ortes, an dem gebaut werden darf, führt. Strategisch hat dieses Spiel einige Varianten zu bieten (Villa gründen, Schloss gründen, ausbauen, verbinden, Brückenbauen und damit noch mehr Ebenen nutzen), genauso wie das frühe Setzen seiner Adeligen bis hin zum Verdrängen von fremden Adeligen durch Turmbauten. Sehr gut gefallen hat mir, dass man zunächst den Eindruck hat, dass die Spieler gemeinsam an einem Bauwerk arbeiten und sich gegenseitig von Nutzen sind. Das ist auch grundsätzlich so, dennoch gilt es den eigenen Vorteil zu suchen. Das dreidimensionale Material hat mich sehr angesprochen und trägt sicherlich neben den tollen Spielmechanismen zu einem hohen Wiederspielreiz bei.
In diesem Spiel, gibt es eine Variante: *Big Boss*, die als separates Spiel gespielt werden kann (und nicht Gegenstand dieser Rezi ist). In meiner Bewertung ist es fünf Punkte wert.
Reinhard hat Alcazar klassifiziert. (ansehen)
Jörg Lehleitner, Gerdi Ott und 7 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Carsten Wannhoff: Hast Du es doch endlich spielen können, Reinhard! Wir schön!
03.09.2011-13:13:29
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Jörg Lehleitner schrieb am 08.08.2010:
Klasse Spiel mit einer Fülle von Material. Spielt sich flüssig und das schöne ist: man bekommt 2 Spiele zum Preis von einem.
Eckhard Fuchs , Matthias Habelitz und 5 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Thomas Helbig schrieb am 03.05.2010:
Beim neuen Big Boss sind die mir aufgefallenen Mängel des alten BB beseitigt worden.
Alcazar ist Torres ähnlich.
Mir machen beide Varianten sehr viel Spaß, vor allem aber spielen sie sich sehr unterschiedlich, das heißt ich bekomme 2 Spiele für eins.
Beim BB entstehen mehr Schlösser und man muss schauen wo man sich beteiligt um viel Geld zu scheffeln.
Bei Alcazar geht es nur um die Höhe, Zusammenschlüsse sind durch die Brücken keine Seltenheit, es kommt vor, dass alle Spieler an einem Schloss bauen, weil nur eins auf dem Plan 'überlebt', sehr taktisch und interaktiv (z.B. nehme ich meinem Gegner Bau-, oder Turmkarten weg, versuche ich durch Brückenbau sein Schlosss zu übernehmen, 'schlage' ich seine Figuren usw.).
Einziges Manko für mich ist das etwas wacklige Material (was aber sehr hübsch aussieht), es ist bei mir aber bei keiner Partie zu einem Umfallen gekommen.Thomas hat Alcazar klassifiziert. (ansehen)
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Eckhard Fuchs : Der Spielverlauf bei Alcazar war bei uns ähnlich, oft konzentrierte sich alles auf ein Schloß. Alcazar hat einen hohen Spielreiz und einen hohen ... weiterlesen
28.04.2011-16:30:37
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Holger Kiesel schrieb am 05.11.2011:
Ein König ohne Schloss ist kein richtiger König. So zumindest sehen das meine beiden Töchter und die sind auf diesem Gebiet gewissermaßen Experten, sie kennen sich in der Welt der Prinzessinnen, Könige und Königreiche gut aus. Und je größer und pompöser das Schloss, desto mächtiger der König. Der gleichen Meinung sind offensichtlich auch die durch bis zu vier Mitspieler repräsentierten Adelsfamilien, deren Mitglieder zum Bau luxuriöser Schlösser und Villen beitragen, in der Hoffnung dass es ihr Schloss sein wird, welches der König zu seinem Alcazar erwählt. Sie investieren Geld in die Gründung und Erweiterung von Villen und Schlössern und konkurrieren dabei um die höchsten Positionen in den Bauwerken und das im wahrsten Sinne des Wortes. Am Ende gewinnt derjenige, der mit seinen Familienmitglieder die höchsten Etagen der Schlösser erreicht hat.
Jede Adelsfamilie beauftragt acht Familienmitglieder, zwei Granden und sechs Barone, mit dem Schloss- und Villenbau und stellt ihnen jeweils 40 Real Kapital und 10 "Baurechte" in Form von Karten zur Verfügung. Alle darüber hinaus benötigten Gelder und Baukarten müssen durch die königlichen Entlohnungen für Baufortschritte finanziert werden, doch das ist nicht wirklich ein Problem. Als dann, frisch ans Werk!
Ist ein Spieler am Zug, hat er drei Möglichkeiten, wobei die dritte, das Passen, lediglich eine Notlösung darstellt und nur dann gewählt wird, wenn weder Baukarten noch Geld zur Beschaffung derselben zur Verfügung steht. Eine Situation, die man möglichst vermeiden sollte in dem man nicht nur für ein ausreichendes finanzielles Polster sorgt, sondern auch den Baukartenvorrat im Auge behält und rechtzeitig seinen Kartenvorrat aufstockt. Schlimmstenfalls kann man aber auch vor seinem eigentlichen Spielzug einen Adligen aus einem Gebäude zurück in seinen Vorrat nehmen und dafür eine Entschädigung erhalten, deren Höhe von der Größe des Gebäudes von dem der Adlige genommen wird abhängt. Doch auch diese Lösung ist suboptimal, denn der Adlige muss kostenverursachend wieder eingesetzt werden, um am Ende möglicherweise spielentscheidende Siegpunkte zu bringen.
Abgesehen also vom Passen stehen der Kauf von Baukarten und das Bauen von oder an Schlössern und Villen zur Auswahl. Wer eine Baukarte kauft, der zahlt fünf Real in die Bank und wählt sich entweder eine der offen liegenden Karten aus oder zieht vom verdeckten Stapel. Jede dieser Karten trägt eine Zahl, die auf einem der Baufelder des Spielplans wiederzufinden ist und ermöglicht grundsätzlich genau dort das Bauen bzw. Erweitern. Neben den ganz normalen Baukarten gibt es noch sog. Turmkarten. Mit diesen Karten lässt sich am flexibelsten in die Höhe bauen. Sie tragen keine Ziffer und sind damit auch nicht an bestimmte Bauplätze gebunden. Allerdings sind sie mit 10 Real doppelt so teuer, können nur für Aufstockungen von Gebäuden in die Ebenen 2 bis 5 und nicht zum Neubau verwendet werden. Ein paar weitere Einschränkungen würden zu sehr ins Detail gehen und bleiben dem Regelstudium überlassen.
Wer nicht kauft, der baut in der Regel, setzt also meist Bau- oder Turmkarten ein um Villen oder Schlösser zu gründen bzw. zu erweitern um anschließend evtl. gegen eine gewisse Aufwandsentschädigung Familienmitglieder in diesen Bauten einzusetzen bzw. bereits eingesetzte zu versetzen oder deren Positionen zu tauschen. Je größer und wertvoller ein Gebäude ist, desto teurer wird das Einsetzen von Adligen und daher ist ein Postitionstausch besonders interessant, um einen früh und damit relativ weit unten, dafür aber günstig eingesetzten Granden in eine höhere Position zu bringen. Wie Eingangs angedeutet, je höher ein Adliger am Ende positioniert ist, desto mehr Punkte bringt er und im Falle eines Granden werden diese Punkte sogar verdoppelt.
Das Bauen verursacht durch den Baukartenkauf und eventuellen Einsatz von Adligen Kosten, aber nicht nur. Der König zeigt sich bei Baufortschritten jedes Mal erkenntlich und zahlt in Abhängigkeit von der Größe des vergrößerten oder neuen Gebäudes eine Entlohnung aus. Wer beim Bauen also beispielsweise zwei nicht zu kleine Schlösser durch Erweitern miteinander verbinden kann, der bekommt unter Umständen ein stattliches Sümmchen ausgezahlt.
Geschicktes Bauen kann aber noch einen weiteren Vorteil bedeuten. In dem man Bausteine auf durch gegnerische Adlige besetzte Felder setzt oder diese mit einer Brücke "überdacht" kann man konkurrierende Adlige aus Gebäuden entfernen. Zwar wird der betroffenen Spieler ähnlich wie beim freiwilligen Zurücknehmen eines Adligen bei Zugbeginn entsprechend der Gebäudegröße entschädigt, aber die Siegpunkte für diesen Adligen sind erst einmal vom Tisch.
Auf diese Weise bauen und erweitern die Spieler Gebäude, kaufen Baukarten und platzieren, versetzen oder entfernen Adlige, bis der letzte Baustein bzw. die letzte Brücke verbaut wurde. Jeder Baron bringt entsprechend der Etage des Gebäudes, in dem er sich befindet, Siegpunkte. Für einen Granden darf diese Punktzahl verdoppelt werden. Sollte noch Geld übrig sein, so bedeuten je 50 Real einen weiteren Siegpunkt und am Ende gewinnt, wer insgesamt am meisten Siegpunkte erreicht hat.
Alcazar kommt mit einer erstklassigen Ausstattung daher, keine Frage. Sogar zwei Spielregeln liegen dem Spiel bei, eine um Alcazar in einer komplexeren Variante und eine zweite, mit der in einer einfacheren und familientauglicheren Big Boss - Variante gespielt werden kann.
Was das Spiel(gefühl) angeht kann Alcazar allerdings nicht so recht mit seiner Ausstattung mithalten. Das Thema wirkt trotz aller Bemühungen sehr aufgesetzt und das missfällt mir persönlich nicht nur in spielerischer Hinsicht, es erschwert auch das Regelstudium. Die Spielmechanismen müssen abstrakt "erlernt" werden und prägen sich leider nicht schon aufgrund des Themas in gewissen Umfang automatisch ein. Das ist aber ein "Problem" das ich mit nahezu allen abstrakten Spielen habe.
Der Finanzaspekt im Spiel erscheint mir nahezu völlig überflüssig, man hätte ihn auch weglassen können ohne das Spiel wesentlich zu verändern. Geldmangel dürfte bei einigermaßen vorausschauender Spielweise eigentlich nie entstehen und die paar Siegpunkte für je 50 Real am Ende "machen das Kraut nicht fett". Damit ist Finanzmanagement also nicht wirklich gefragt und das Hin- und Herschieben der Geldscheine verlangsamt lediglich den Spielfluss ohne einen ersichtlichen Nutzen zu haben. Auch das ständige Ermitteln der Schlosswerte ist nicht gerade spielflussfördernd, allerdings im Gegensatz zum monetären Aspekt des Spiels unumgänglich.
Wer damit kein Problem hat und auch einem in ein ansprechendes Thema verpackten, eigentlich abstrakten Spiel etwas abgewinnen kann, der hat mit Alcazar ein opulent ausgestattetes Spiel, das sich aufgrund seiner zwei Regelvarianten prima an unterschiedliche Spielertypen anpassen lässt. Ich für meinen Geschmack mag es, wenn ein abstraktes Spiel auch als solches daherkommt. Anderenfalls sind meine Erwartungen zumindest an das Spielgefühl deutlich höher und das Spiel wird sie nur schwer erfüllen können. Unterm Strich ist Alcazar nicht schlecht, aber bei weitem kein "Renner"!Holger hat Alcazar klassifiziert. (ansehen)
Markus Riehl, Carsten Wannhoff und noch jemand mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Carsten Wannhoff: Ein interessantes Fazit, Holger! Danke dafür!
05.11.2011-12:08:47
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Jörg Köninger (Cliquenabend.de) schrieb am 30.05.2010:
Pluspunkt aufgrund des Materials! Alcazar und das neue Big Boss überzeugen eher durch Design als durch Spielspaß! Schade!Jörg hat Alcazar klassifiziert. (ansehen)
Amadeus Schneider und Martina Maurer mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Michael Engels schrieb am 07.12.2009:
Sehr interesantes Spiel mit kreativen Möglichkeiten
Pascal von Engelbrechten mag das.- Einloggen zum mitmachen!
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Eckhard Fuchs : Man würde nun gern mehr erfahren. Das reicht mir leider nicht für eine Rezension.
01.03.2011-10:59:54
Eine eigene Bewertung für Alcazar schreiben.
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