Eine eigene Bewertung für Airlines Europe schreiben.
  • Raiko K. schrieb am 13.04.2011:
    Airlines, ein ganz großer Wurf für Vielspieler und auch für Gelegenheitsspieler.

    Airlines ist nicht nur eine abgehobene Variante von Zug um Zug & Co sondern Kolossal besser durch das Aktiensystem für die Airlines.
    Im Grunde genommen geht es in diesem Spiel darum die Handkarten (Aktien) strategisch aus zu legen und parallel die entsprechende Airlineroute zu legen.
    In diesem Zusammenhang steigt der Wert der Aktie, somit im späteren Verlauf auch die Siegpunkte.
    Als absolutes Highlight werte ich die Tatsache das dieses Spiel ganz ohne Feste Spielsteine auskommt die man bewegt.Lediglich kleine Fluzeuge werden zum Spielzweck gesetzt.Besonders gut gelungen ist die Entfaltungsmöglichkeit und spontanität eine Airline zu pushen oder (hua hähähhä, finster grinsend)eine andere fallen zu lassen.
    Richtig taktiert kann man sogar mit gaaanz schlechten Handkarten tolle Ergebnisse erzielen.Solche kann man nämlich gegen Geld oder auch Abcusaktien tauschen und somit Siegpunkte sichern.Durch diese Möglichkiten gewinnt das Spiel sehr an interaktion ohne dass man direkt miteinander handelt, außerdem können dadurch auch Spieler die erst benachteiligt waren aufholen.Das Spiel bleibt bis zur Schlusswertung spannend.
    Die Punkte werden teilweise sogar aufgeteilt bei Gleichen Aktienständen.
    Als unbekannte Größe schlagen die Zwischenwertungen zu die dynamisch im Spielverlauf plötzlich auftauchen.
    Das Spielmaterial ist sehr stimmig im Retrolook der 50ér gehalten und kann auch mit ausgelegten Karten auf einem Standardtisch für 4 Personen gespielt werden.

    Ich kann dieses Spiel mit Nachdruck empfehlen.
    Ich durtfe es testspielen mit 4 Personen und muss sagen dass es starkes Suchtpotential mit den Richtigen Leuten haben kann.
    Auf jeden Fall ein taktisches, ohne viel Grübeln, gute Laune Spiel auch wenn man mal einen anstrengenden Tag hatte :)

    Ich wünsche euch Viel - Spiel - Spass ....over.... das wars....:)
    Raiko hat Airlines Europe klassifiziert. (ansehen)
  • Pascal V. schrieb am 24.06.2011:
    Ein tolles Taktikspiel rund um Fluggesellschaften der 50er/60er Jahre!
    In erster Linie gilt es hier durch geschickten Aktienhandel die Position der favorisierten Gesellschaft zu stärken, von dieser den grössten Aktienanteil zu besitzen und so bei den Wertungen entsprechend Siegpunkte zu kassieren!

    Ähnlich wie bei Chicago Express werden hier alle Gesellschaften von allen Mitspielern zugleich gespielt, d.h. es gibt keine Spielerfarben oder -Figuren. Man steuert den Ablauf durch Auslegen von Aktienkarten der jeweiligen Fluggesellschaft. So erhaelt man Besitzanteile an den Gesellschaften (nur wenn die Karten ausliegen, auf der Hand sind sie nur "in der Schwebe") oder tauscht unrentable Aktienkarten gegen Verlags^^aktien, den Abacus-Aktien, diese geben bei den Zwischenwertungen und der Endwertung satte Extra-Siegpunkte, haben aber sonst nichts mit dem Spiel(ablauf) zu tun.
    Ferner kann man durch den Erwerb von Lizenzen (setzen der niedlichen Flugzeugmodelle auf Strecken zw. Staedten) sein Geld ausgeben und so der Gesellschaft einen besseren Aktienkurs bescheren - schliesslich sollen die eigenen Aktien ja auch mal viele Siegpunkte wert sein^^.
    An Geld wiederum gelangt man durch Aussetzen, hier erhaelt man 8 Millionen oder beim o.g. Auslegen von Aktienkarten (2 Millionen pro Karte).

    So gilt es immer die Balance zu halten, so dass man nicht ploetzlich ohne Geld da steht, wenn es darum geht fehlende Aktienanteile ergattern zu wollen.
    Aktien liegen in einem offenen Markt aus sowie in einem Nachziehstapel. Von diesen nehmen/ziehen darf aber nur, wer einer Gesellschaft Gutes tat -> Lizenzen erwerben/Flugzeuge setzen und somit die Fluglinie ausbaut. Die Belohnung ist dann eine Aktie (hoffentlich von der Gesellschaft, die man bevorzugt ausbauen will).

    Dem Spiel gingen Dutzende Prototypen und Tests voraus und das merkt man. Kaum ein Spiel dieser Art ist so gut austariert, man kann jederzeit massiv verlieren und gewinnen. Schlechte Positionen lassen sich durch geschicktes Werkeln wieder ausgleichen, aber zu sicher darf man auch nicht sein, denn das Blatt kann sich schnell wandeln. So lassen sich auch herrliche gemeine Taktiken entwickeln.

    Rundum ein gelungenes Vielspieler-Taktik-Boersen-Spiel!
    Pascal hat Airlines Europe klassifiziert. (ansehen)
  • Frank L. schrieb am 04.07.2011:
    Beschreibung:
    Aufbruchsstimmung im goldenen Zeitalter des Passagierflugs liegt in der Luft. Die Spieler investieren in die ersten Fluggesellschaften Europas. Sie betreiben deren Ausbau und wetteifern um die Aktienmehrheit der lukrativsten Luftfahrtunternehmen, um zu den Stichtagen (Wertungen), die meisten Siegpunkte zu kassieren.

    Ablauf:
    Reihum können die Spieler eine Aktion ausführen: Sie können das Streckennetz eines Flugunternehmens erweitern, was durch ein kleines Junkers-Flugzeug gekennzeichnet wird. Als Belohnung erhält man eine Aktienkarte aus der offenen Auslage.
    Hat ein Spieler Aktien auf der Hand, kann er sie auslegen und dafür eine Dividende einstreichen. Allerdings darf man nur entweder genau zwei beliebige Aktien oder beliebig viele einer Fluglinie ausspielen.
    Eine weitere Option: Man nimmt sich einfach nur Geld.

    Beim Auffüllen der Aktienkarten der offenen Auslage kann eine der drei Wertungskarten aufgedeckt werden, die nach bestimmten Regeln zu Beginn mit eingemischt wurden. Dann werden die Siegpunkte jeder Fluglinie verteilt. Die Fluglinien mit dem größten Streckennetz sind am lukrativsten. Der Spieler mit der Aktienmehrheit erhält davon den größten Anteil.

    Fazit:
    Bei Airlines Europe fällt sofort das schöne Spielmaterial auf: Die kleinen Ju's (Junkers-Flugzeuge) sind hübsch modelliert und bringen eine schöne Atmosphäre herüber. Das 20er-Jahre-Retro-Design gefällt mir ebenfalls sehr gut.
    Spielerisch bietet es einige taktische Möglichkeiten: Lege ich viele Aktienkarten einer Fluglinie auf einmal aus, kann ich eine hohe Dividende einheimsen. Andererseits werden die Mitspieler diese Linie nicht weiter ausbauen oder sogar blockieren, wenn ich eine große Aktienmehrheit aufdecke. Warte ich dagegen zu lange, kommt die Wertung, bevor ich meine Mehrheit ausspielen konnte.
    Durch das unerwartete Auftreten der Wertungskarten und das Nachlegen der Aktienkarten kommt eine Portion Glück ins Spiel. Ganz unerwartet kommen die Wertungskarten natürlich nicht, da sie nach bestimmten Regeln einsortiert werden. Da die Spieler um die Mehrheiten der Linien konkurrieren und gemeinsam am Streckennetz bauen kommt auch die Interaktion nicht zu kurz.
    Insgesamt ein schönes Familienspiel mit eingängigen Regeln.

    Airlines Europe ist eine verbesserte Neuauflage von Airlines und Union Pacific. Es spielt sich flüssiger als seine Vorgänger.
    Frank hat Airlines Europe klassifiziert. (ansehen)
  • Basti V. schrieb am 10.08.2011:
    Ausführliche Video-Erklärung und -Rezension findest du hier:

    http://www.spielama.de/?p=3148

    Es geht hoch in die Lüfte. Das Zeitalter der Luftfahrt ist angebrochen und Investoren und Aktionäre wollen alle ein Stück vom Kuchen. Baue die Fluglinien aus und sichere dir Aktien der Airlines, die am meisten Erfolg versprechen! 21 Jahre nach "Airlines" (und Union Pacific) erscheint der komplett überarbeitete Nachfolger: Airlines Europe

    Spielbeschreibung siehe Link oben


    Stärken:
    + schneller Einstieg (incl. Spielhilfe/-übersicht)
    + übersichtliches Scoringsystem
    + flüssiges Spiel
    + guter Spannungsbogen
    + gute Ausgewogenheit
    + Schachtel und Inlay bis auf Kleinigkeiten gut
    + Schöne thematische Umsetzung (Investieren, Aktien, Aktienmarkt)
    + gegenüber von Union Pacific:
    a) gelungen abgespeckt und auf eine kurzweilige Spielzeit heruntergebracht (ca. 60 - 90 min). Grübelfaktor und somit die Wartezeiten bis zum nächsten Zug sinken.
    b) die Unabhängige Airline wurde etwas geschwächt.

    Schwächen:
    - Wiederspielreiz kann mit der Zeit etwas nachlassen, da das Spiel immer aufs selbe hinausläuft:
    Es gibt eine Strategie die meist erfolgreich ist. Klar, muss man diese auch erst einmal so gut spielen, dass sie aufgeht und immer wieder richtige Entscheidungen treffen. Dennoch fühlt es sich so an, als ob man immer das gleiche tut.
    - negativ gegenüber von Union Pacific: Weniger Einfluss auf dem Spielbrett selbst. Anders als bei Union Pacific gelingt es bei Airlines so gut wie nie Linien zu blockieren, die ein Mitspieler besitzt (es lohnt sich auch nicht).

    Fazit:
    Airlines ist quasi die Familien-Version von Union Pacific: Abgespeckt, gekürzt und taktisch/strategisch nicht ganz so anspruchsvoll. Auch ist es nicht so kompetitiv. D.h. die Interaktion erlaubt es nicht mehr dem Gegner so richtig zu schaden z.B. indem man seinen Linienausbau blockiert.
    Basti hat Airlines Europe klassifiziert. (ansehen)
  • Carsten W. schrieb am 14.12.2011:
    Über den Spielablauf zu Airlines Europe ist hier schon mehrfach alles schön beschrieben worden (die Rezi von Carsten Hantke beschreibt den Ablauf sehr schön), weshalb es von mir nur ein Fazit gibt.

    Airlines Europe erinnert vom Aufbau, vom Spielmaterial und vom Spielgefühl her stark an Zug um Zug. Kaum verwunderlich, war die frühere Auflage "Airlines" quasi der Vorgänger des Zug-Klassikers, alle Spiele stammen aus der Feder von Alan Moon.

    Aber doch ist A.E. anders als Zug um Zug, weil es hier um sich ständig verändernde Mehrheiten innerhalb der einzelnen Fluggesellschaften geht.
    Mal profitiert man davon, dass eine Airline ausgebaut wird, mal beißt man in die Tischkante, weil man einfach nicht an die gewünschten Aktien rankommt um an den erfolgreichsten Airlines mitzuverdienen.

    Der Vielspieler, der den strategischen Leckerbissen sucht, wird sich vielleicht genau deshalb abwenden. Denn der Glücksfaktor ist deutlich höher, als es das Spiel auf den ersten Blick offenbart.
    Allein die 8 Startkarten auf der Hand geben schon ein gewisses Kräfteverhältnis für die erste Wertung (die recht zügig kommt) vor.
    Wann die Aktien der Airlines aufgedeckt werden, die man gerne erwerben möchte, ist ebenso zufällig. Nachdem die Aktien unterschiedlich häufig im Spiel sind (im Extremfall nur 7 mal), kann man einfach nicht darauf spekulieren, die richtige Airline noch zu bekommen.
    Und so nimmt man, was eben kommt, vielleicht etwas zu häufig.

    Airlines Europe ist unterm Strich ein wirklich schönes Spiel, das einen höheren Anspruch hat als Zug um Zug, sich aber als Familienspiel trotzdem am ehesten einsortieren lässt.
    Unglücklich ist die Farbähnlichkeit der Farben rot und orange, bei schlechtem Licht sind die kleinen Flugzeuge nicht auseinander zu halten.
    Vom Material her ist das Spiel sehr solide und schön gestaltet. Der Schachteleinsatz ist intelligent konstruiert, die Airlines haben Namen, die verschiedene Spieleverlage persiflieren.

    Ich empfehle: Einfach mal ausprobieren, und am besten nicht nur eine Partie. Nach der ersten Runde bleibt man nämlich noch recht ratlos zurück, was man nun alles falsch gemacht haben könnte.
    Carsten hat Airlines Europe klassifiziert. (ansehen)
  • olaf G. schrieb am 28.11.2011:
    leichte regeln, aber das siegen ist nicht leicht, da muß man schon gut planen und überlegen
    keine lange aufbauvorbereitungen nötig
    ab 3 personen schon gut spielbar
    olaf hat Airlines Europe klassifiziert. (ansehen)
  • Jörg K. schrieb am 18.10.2011:
    "Attraktives Aktienspiel, das auch thematisch dank toller Illustration und Figuren überzeugt! Ideal ab drei Spielern und schneller Spieleinstieg dank guter Regeln möglich." Link zum Test: http://www.cliquenabend.de/spiele/406100-Airlines-Europe.html
    Jörg hat Airlines Europe klassifiziert. (ansehen)
  • Carsten H. schrieb am 25.05.2011:
    Ziel: so viele Siegpunkte wie möglich erhalten

    Vorbereitung:
    Die Heimatflughäfen der jeweiligen Airlines werden mit farbigen Hütchen auf dem Spielplan markiert, sowie auf der Kursleiste die um das Spielbrett herumführt. Hier wird der aktuelle Aktienkurs der jeweiligen Airline angezeigt. Diese Hütchen versucht man durch den Kauf von Streckenlizenzen nach vorne zu bringen (Aktienwert steigern)...aber der Reihe nach.
    Jeder Spieler erhält 8 Mio. Startkapital, sowie 2 Aktien die er sich aus 8 Handkarten aussuchen darf und sofort ausspielt (=Startausrüstung für alle). Die Wertungskarten werden eingemischt in die Aktien, 5 Karten werden offen als Aktienmarkt ausgelegt.

    Ablauf:
    Einfach strukturiert ist der Ablauf, wie bei vielen Abacusspielen. Hierdurch wird vermieden das ein Zug ewig dauert aufgrund einer aneinander Kettung von Aktionen...
    a) Streckenlizenzen kaufen oder
    b) Dividende erhalten (Aktien von der Hand ausspielen) oder
    c) Air Abacus Aktien ertauschen (durch Abgabe von 1, bzw. 3 Aktien von der Hand) oder
    d) Geld nehmen (aus der Bank)

    zu a)
    1-2 Streckenlizenzen darf man in einem Zug kaufen, den Wert bestimmt die jeweilige Route auf dem Spielbrett (Bedingung: max. 1 Flugzeug einer Farbe je Verbindung, immer die Günstigste muss gekauft werden, immer mit Verbindung zum Heimatflughafen), hierfür erhält man max. 1 Aktie nach Wahl vom offenen Aktienmarkt oder 1 verdeckte vom Nachziehstapel, entsprechend dem Wert, bewegt sich das Hütchen der Airline auf der Kursleiste
    zu b)
    Um Punkte bei den Wertungen zu erhalten, muss man Mehrheiten der jeweiligen Airlines in Form von Aktien ausliegen haben. Ausspielen heißt: von der Hand, offen auf den Tisch entweder so viele wie möglich von einer Airline oder max. 2 von verschiedenen Airlines, hierfür erhält man 2 Mio./Aktie Dividende.
    zu c)
    Für Air Abacus muss man keine Streckenlizenzen kaufen, die Aktien können nur ertauscht werden: 1 gegen 1 oder 3 gegen 2, der Wert der Air Abacus liegt in der höheren Wertung
    zu d)
    Geld aus der Kasse nehmen: 8 Mio.

    Bei Ziehung der Wertungskarten (insgesamt 3) wird das Spiel für die Wertung unterbrochen und die Punkte entsprechend Aktienmehrheit und Stand der Hütchen auf der Kursleiste gewertet + Air Abacus Punkte.

    Ende:
    Nach der 3. Wertung

    Fazit:
    Das Spiel wird zum Schluss noch mal richtig spannend, wenn meist nur noch teure Lizenzen zu haben sind, hierdurch aber Airlines die auf der Kursleiste weit hinten standen, plötzlich große Sprünge machen und an Wert gewinnen. Die Aktien sind jedoch wie die Streckenlizenzen limitiert. Sehr empfehlenswert, weil sehr spannend.
    Carsten hat Airlines Europe klassifiziert. (ansehen)

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