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Axel Baumgartner schrieb am 19.03.2010:
Ad Astra ist ein wunderschönes Weltraum-Eroberungs- und Erforschungsspiel ohne Krieg für 3 bis 5 Spieler. Bekannte Spielmechaniken wurden hier perfekt miteinander vermischt und aufgepeppt. Daher ist das Spiel ähnlich wie in Die Siedler von Catan oder Puerto Rico, aber dennoch ganz anders und neuartig.
Der Spielhintergrund ist in einer leicht düsteren Science-Fiction Welt angesiedelt:
* man erforscht den Weltraum auf der Suche nach geeigneten Planeten
* man baut Kolonien/Fabriken auf Planeten um Ressourcen produzieren
* man handelt seine Ressourcen mit den Mitspielern oder der Bank
* man versucht in verschiedenen Kategorien besser als seine Mitspieler zu sein um Gewinnpunkte zu kassieren
Die Menge der Spielelemente ist gerade richtig:
* 6 verschiedene Ressourcen (Nahrung, Wasser, Energie, 3 verschiedene Erze)
* Alien-Artefakte (ähnlich der Entwicklungskarten bei Siedler)
* Über 40 Planeten die in 8 Sternensystemen aufgeteilt werden. Die Planeten entsprechen den Ressourcentypen und zusätzlich gibt es den Alien-Planeten, der zwar keine Ressourcen produziert aber dem Entdecker eine Alien-Artefaktkarte einbringt
* 3 Gebäudetypen die Ressourcen produzieren und Punkte bringen
* Raumschiffe mit denen man die Planeten entdecken kann
Das Spielbrett ist der Tisch:
* Die Sterne und Planeten sind einzelne Kartonscheiben die auf dem Tisch aufgelegt werden
* Wer ein Gebäude baut setzt die Plastikminiatur seiner Farbe auf den Planeten
* Wer ein Raumschiff baut darf in die "Tiefen des Alls" ein Plastikraumschiff setzen (also irgendwo zwischen den Sternen)
* Alle Miniaturen, Karten, Kartonscheiben etc. sind detailliert und schön gestaltet. Der violette Farbton zieht sich durch alle Elemente und lässt das sonst Blau-Graue Science-Fiction Thema in neuem Licht glänzen.
Der Spielablauf ist genial und innovativ:
* Zuerst die Planungsphase: die Spieler legen verdeckt Aktionskarten auf einem gemeinsamen Tableau ab und entscheiden so welche Aktion wann ausgeführt wird. Jeder Spieler hat für jede Aktion (Gebäude bauen, Raumschiff bewegen, Ressource produzieren, Siegpunkte kassieren) eine Karte.
* Dann die Aktionsphase: Nachdem alle Spieler Aktionskarten abgelegt haben werden diese der Reihe nach aufgedeckt. Wenn ich also etwas bauen möchte, dann lege ich in der Planungsphase die Baukarte. Wird diese nun aufgedeckt, darf ich soviel bauen wie ich möchte. Alle anderen Spieler dürfen auch bauen, aber nur einen Gegenstand. Das selbe betrifft die Karten zum Produzieren von Ressourcen, Bewegen zwischen den Sternensystemen und sogar das Auslösen der Wertung um Siegpunkte zu kassieren. Wer die Karte gespielt hat, hat immer einen Vorteil, aber jeder andere kann auch diese Karte nutzen.
Und jetzt noch ein Clou der Spiele-Designer:
* Jede Aktionskarte die Ressourcen produziert hat 2 der 6 Ressourcen abgebildet. Der Spieler der die Karte abgelegt hat darf entscheiden welche der beiden Ressourcen produziert wird. Alle Spieler erhalten dann diese Ressource, wenn sie ein Gebäude oder Raumschiff auf einem Planeten dieses Typs haben. Im Gegensatz zu Die Siedler von Catan entscheidet also nicht der Würfel darüber wer wieviel bekommt, sondern die Spieler selber!
* Jede Aktionskarte zum Bewegen zeigt 2 der 8 Sternensysteme an. Jeder Spieler darf sich dann mit einem Raumschiff in EINES DER BEIDEN System bewegen, beginnend bei dem Spieler der die Karte gelegt hat. Bewegt man sich in ein System, nimmt man die verdeckten Planeten in die Hand und sieht sie sich an. Dann entscheidet man welchen Planeten man aufdeckt und sein Raumschiff dort platziert. Nun kann man dort Gebäude bauen.
Dadurch kann man zwar immer selbst entscheiden wann man was machen möchte, aber man hat die Gelegenheit bei den Aktionen der anderen Spielern mitzumischen. In der Planungsphase versucht man also die Intentionen der Mitspieler zu erraten um am effektivsten die eigenen Aktionen durchführen zu können.
Siegpunkte kassiert man durch die Aktion "Wertung", die in verschiedenen Kategorien durchgeführt werden kann:
* meiste Gebäude oder Raumschiffe
* meiste Präsenz in verschiedenen Sternensystemen
* "Verkaufen" von Ressourcenkarten 1:1 für Siegpunkte in einer Art Auktion. Wer am meisten verkauft bekommt einen Siegpunkt-Bonus.
Warum mir Ad Astra so gut gefällt:
+ Man baut und verbessert Gebäude wie in Die Siedler von Catan nach bestimmten Kosten
+ Man baut Ressourcen ab wie in Die Siedler von Catan, ABER OHNE WÜRFELGLÜCK!
+ Es macht Spass die Sternensysteme anzufliegen und sich die verdeckten Planeten anzusehen um dann zu entscheiden auf welchen Planeten man landet.
+ Es gibt viele verschiedene Strategien die zum Sieg führen
+ Das Spiel ist nicht destruktiv (á la "Ich zerstöre dein Gebäude")
+ Die Interaktionen zwischen den Spielern sind zwar indirekt, aber sehr vielfältig und spannend
+ Das Science-Fiction-Thema ist sehr schön umgesetzt
+ Die Spieldauer ist mit 90 Minuten genau im Mittelfeld um sofort eine neue Partie spielen zu können wenn man möchte
+ Es lässt sich leicht und schnell erlernen bzw. erklären
+ Aber trotz seiner einfachen Regeln entwickeln sich komplexe Vorgehensweisen und Strategien die das Spiel abwechslungsreich machen
+ Es spielt sich mit 3, 4 oder 5 Spielern gleich gut
Was mir weniger gefällt:
- Die Raumschiffminiaturen sind etwas fragil gestaltet. Ich bin ein bisschen besorgt, dass mir mal eines kaputt wird. Zum Glück wird aber ein Ersatz gleich mitgeliefert.
- Es wird keine 2-Spieler Variante in den Regeln mitgeliefert. Hier muss man erst im Internet (z.b. boardgamegeek.com oder fantasyflightgames.com) nachstöbern.
Das Spiel ist zu empfehlen wenn:
* man Science-Fiction und das Ressourcen-Abbauen mag
* man gerne mit den anderen Spielern um den letzten Siegpunkt kämpft
* einem die Vielschichtigkeit indirekter Interaktion gefällt
Alles in Allem hat mich Ad Astra sehr überrascht und ich kann es kaum erwarten, es wieder auf den Tisch zu bekommen. Sogar meine weibliche bessere Hälfte hat sofort Gefallen an dem Spiel gefunden. Der Designer Bruno Faidutti diskutiert bereits auf boardgamegeek.com mit den Fans die Regeln für eine geplante Erweiterung. Mehr kann ich Ad Astra wohl nicht empfehlen :)
Benjamin-Linus Zewuhn, Peter der Schwarze ;o) und 11 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Daniel Z.: Schöne Rezi. Darf man fragen ob du das Spielmaterial für sprachneutral häst?
29.11.2011-18:40:36 -
olaf graul: plus punkte für mich:
- sehr schön gestaltetes spielmaterial, farblich wie auch in der qualität
- das spielprinzip erinnert mich stark an die si... weiterlesen
02.01.2012-22:05:50
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Thomas Heinig schrieb am 23.10.2010:
Ad Astra ist ein liebevoll gestaltetes und ungeheuer gelungenes Besiedlungsspiel im Weltraum, dass ohne Krieg auskommt und statt dessen unterschiedliche Wege für einen zwar expansionsreichen aber friedlichen Weg bietet. Gerade dieser nicht destruktive Ansatz, aber auch das Fehlen großer Glückseinflüsse hat mir ungeheuer gut gefallen. Sehr empfehlenswert!Thomas hat Ad Astra klassifiziert. (ansehen)
Pascal von Engelbrechten, Martina Brötz und 5 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Matthias Hoffmann schrieb am 08.08.2010:
Das Spiel kombiniert das Ressourcenmanagement von "Siedler", das Kartenelement von "Race for the Galaxy" und eine Planungsphase der Aktionen wie bei Robo-Rally.
Das Spielmaterial ist wirklich schön und die Regeln sehr verständlich! Höchswertung!
Matthias Habelitz, Sven Tscheppainz und 4 weitere mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Jörg Köninger (Cliquenabend.de) schrieb am 09.05.2010:
Figuren sind aus Plastik aber das spielt weniger eine Rolle. Erinnert etwas an Siedler im Weltall, ansonsten wirklich tolles Spiel das auf Dauer Spaß macht!Jörg hat Ad Astra klassifiziert. (ansehen)
Sven Tscheppainz, Amadeus Schneider und noch jemand mögen das.- Einloggen zum mitmachen!
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Markus Prieß schrieb am 26.05.2011:
Ad Astra ist ein gelungenes Weltraum-Aufbauspiel das viele Elemente aus anderen Spielen in sich vereinigt.
Spannend ist die Zugreihenfolge: Wer wird was legen? Schaffe ich es noch eine TerraformingWelt zu legen und gleichzeitig den Siegpunktebonus zu kassieren? Die Spannung bleibt bis zum Schluß erhalten.
Leider sind die Karten sehr dünn gehalten so das diese schon nach dem ersten Spiel angeknickt waren. Dennoch ein lohnender Kauf!Markus hat Ad Astra klassifiziert. (ansehen)
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